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Rasta schnappt sich Schweizer Taschenmesser

Der Basketball-Zweitligist hat in „Chip“ Flanigan den besten Balldieb der letzten Saison verpflichtet. Jetzt fehlen noch drei, vier Profis zur Komplettierung des Kaders.

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Auch 22/23 Gegner in der ProA, aber in anderen Trikots: Chavares Flanigan (rechts) wechselt von Paderborn nach Vechta, Sheldon Eberhardt von Vechta nach Nürnberg. Foto: Petzold

Auch 22/23 Gegner in der ProA, aber in anderen Trikots: Chavares Flanigan (rechts) wechselt von Paderborn nach Vechta, Sheldon Eberhardt von Vechta nach Nürnberg. Foto: Petzold

Schöne Überraschung in geselliger Runde: Rasta Vechta hat am Dienstagabend im Rahmen seines Sponsoren-Meetings im Autohaus Anders in Vechta den dritten Neuzugang für die Saison 22/23 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA präsentiert. Rasta verpflichtete in Chavares Alexander „Chip“ Flanigan den besten Balldieb der vergangenen ProA-Saison. Der 26 Jahre alte Amerikaner wechselt von den Uni Baskets Paderborn an die Pariser Straße. Für die Ostwestfalen hatte der Small Forward, der auch als Guard eingesetzt werden kann, in 37 Spielen 80 Steals verbucht – es war der Bestwert in der 2. Liga.

Mit zusätzlich 11,5 Punkten, 5,2 Assists und 4,4 Rebounds pro Partie hatte der in Hanover Park/Illinois geborene Flanigan großen Anteil an der starken Saison der Paderborner, die sich im Playoff-Viertelfinale erst nach fünf Spielen gegen Jena geschlagen geben mussten. Flanigan kam in der Best-of-5-Serie sogar auf 14,4 Punkte pro Spiel.

„An seinen Statistiken kann man sehen, dass Chip jemand ist, der von allem etwas zum Teamerfolg beitragen kann“, sagt Rastas Coach Ty Harrelson über seinen Neuzugang. Flanigan, in der Vorsaison mit Paderborn zweimal Sieger gegen Rasta, verfüge über Playoff-Erfahrung und sei in Offense wie Defense variabel einsetzbar. Harrelson sagte weiter: „Seine spielerischen Qualitäten und seine Einstellung sind genau das, wonach wir Ausschau gehalten haben. Ich denke daher, dass Chip eine echte Bereicherung für Rasta sein wird.“

Kersten-Thiele sieht Rasta „ein gutes Stück weiter“

Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele verglich Flanigan mit einem „Schweizer Taschenmesser“. Er sagte: „Er ist ein Spieler, der sehr vielseitig ist. Auch er passt sehr gut in unser Anforderungsprofil, wenn wir über Intensität und Variabilität sprechen.“ Mit der Verpflichtung von Flanigan sei man „wieder ein gutes Stück weiter in der Kaderplanung“, so Kersten-Thiele.

Chip Flanigan ist nach Center Enosch Wolf und Spielmacher Jordan Johnson der dritte Neuzugang des Ex-Erstligisten. Hinzu kommen vier Spieler aus dem Vorjahreskader (Aminu, Lodders, Agee, Ferner) und drei Youngster (Grünloh, Brockhoff, Jänen). Harrelson hätte gerne zehn oder elf Profis im ProA-Kader, drei bis vier fehlen also noch.

Flanigan spielte nach seiner College-Zeit bei den Parkside Rangers in Wisconsin (2014 bis 2019) zunächst in England bei den Surrey Scorchers, was aber nicht sonderlich erfolgreich war. Er wechselte im Dezember 2019 nach Norwegen und blühte bei Gimle BBK in Bergen förmlich auf – er führte sein Team saisonübergreifend zu 24 Siegen in 27 Spielen und kam in der wegen Corona verkürzten Saison 2020/21 (15 Spiele) auf 14,3 Punkte, 5,5 Rebounds, 4,6 Assists und 2,9 Steals pro Partie.

Nun also Vechta. Er habe sich für Rasta entschieden, „weil ich glaube, dass dies der notwendige Schritt für mich in meiner Karriere ist“. Er könne dem Verein helfen, die Ziele zu erreichen – und gemeint sei der Aufstieg. Angesprochen auf seine Steal-Statistik 21/22 sagte Flanigan: „Ich bin sehr stolz auf meine Verteidigung und arbeite so viel wie möglich daran. Es braucht viel Technik, aber auch Leidenschaft, um konsequent dabei zu sein.“


Rastas Kader für die Saison 2022/23 in der ProA

  • Abgänge:
    Kristofer Krause (Ph. Hagen)
    Jannes Hundt (Artland Dragons)
    Sheldon Eberhardt (Nürnberg)
  • Zugänge:
    Enosch Wolf (Gladiators Trier)
    Jordan Johnson (Glasgow Rocks)
    Chavares Flanigan (Paderborn)
  • Verträge verlängert:
    Joel Aminu
    Robin Lodders
    Tajuan Agee
    Joschka Ferner
  • Youngster mit Doppellizenz:
    Johann Grünloh
    Kilian Brockhoff
    Noah Jänen

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