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Rasta-Kapitän Young: „Jetzt kommen sehr wichtige Wochen“

Der heimische Basketball-Bundesligist hat einige Big-Point-Spiele vor der Brust. Josh Young spricht bei OMonline über die Situation des Tabellenvorletzten.

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Anführer und Taktgeber: Rasta Vechtas Kapitän Josh Young (rechts). Foto: Schikora

Anführer und Taktgeber: Rasta Vechtas Kapitän Josh Young (rechts). Foto: Schikora

Die Botschaft des Kapitäns war klar und deutlich. „Jetzt kommen sehr wichtige Wochen für uns“, sagte Josh Young, als er auf die nächsten Spiele von Rasta Vechta in der Basketball-Bundesliga angesprochen wurde. Der 32 Jahre alte US-Guard, kraft seines Amtes und dank seiner Erfahrung seit Wochen im Anführermodus, weiß sehr genau, dass der Tabellenvorletzte einen gewissen Erfolgsdruck mit in den Monat Februar nimmt. Von Wochen der Wahrheit wollte Young noch nicht sprechen („Die Saison ist noch lang“), er räumte jedoch ein: „Die Phase, die jetzt kommt, ist enorm wichtig. Wir dürfen aber nicht zu sehr auf den gesamten Block gucken, sondern sollten es Spiel für Spiel nehmen.“

Bis zum Kräftemessen mit dem FC Bayern München am 7. März, das realistisch betrachtet eher ein ungleiches Duell ist, absolviert Rasta Vechta fünf Spiele gegen Gegner, die aktuell ein klar negatives Punktekonto haben und damit wie Vechta der üppigen BBL-Gefahrenzone angehören. Young erklärte daher: „Von Platz acht bis Platz 18 ist noch alles offen.“

Mit 6:24 Punkten hat Rasta wieder Kontakt zur Konkurrenz, Teams wie die Telekom Baskets Bonn (6:22), die BG Göttingen (8:22) und die Niners Chemnitz (8:20) sind in Reichweite. Young sagte zur Konstellation im Keller: „Der Weg zum Klassenerhalt ist noch sehr lang für uns, das wissen wir. Aber wir selbst bestimmen unsere Richtung, wir sitzen auf dem Fahrersitz.“

Samstag um 18.00 Uhr gegen Skyliners Frankfurt

Um nun auf der Überholspur voranzukommen, müssen Siege her. „Für uns zählt jetzt erst mal nur Frankfurt“, sagte Young mit Blick auf die Begegnung gegen die Skyliners (12:18), die am Samstagabend um 18.00 Uhr im Rasta-Dome gastieren. Es folgen der Hinrundenabschluss beim Aufsteiger Chemnitz sowie das Heimspiel gegen die corona-gestressten Löwen Braunschweig (8:14), die am Dienstag die zweite Quarantäne-Phase beendet haben, auf einen Negativlauf mit fünf Niederlagen in Serie zurückblicken und bereits mit vier Spielen in Rückstand sind. Nach der Länderspielpause geht's dann für Rasta zweimal auf Reisen – erst zum Kellerduell nach Bonn, dann zum Rückspiel nach Frankfurt. Dass es zwischen all diesen Big-Point-Partien auch noch gegen den Spitzenreiter und Vizemeister Ludwigsburg geht, gerät fast in Vergessenheit.

„Wir haben es in den letzten Wochen geschafft, unser Niveau zu steigern. Daran müssen wir anknüpfen. Ich glaube schon, dass wir ein gewisses Momentum auf unserer Seite haben“, so Young. Er meinte damit die drei Siege gegen Bamberg, Gießen und Göttingen sowie die ordentliche Vorstellung bei Alba Berlin.

Die jüngste 70:86-Niederlage beim Meister habe dem frisch aufgebauten Selbstvertrauen nicht geschadet. Im Gegenteil: Aus der sehr guten ersten Halbzeit habe man „viel Positives“ mitgenommen, so Young, der in den letzten sechs Spielen zweistellig gepunktet (13/13/16/13/18/10) und im Schnitt 5,0 Assists verteilt hat. Grundsätzlich hielt der Taktgeber fest: „Wir haben es in der schwierigen ersten Phase der Saison, als wir elfmal in Folge verloren haben, geschafft, den Kopf oben zu behalten. Wir sind ruhig geblieben und waren immer auf uns fokussiert. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. So müssen wir jetzt weitermachen.“

Dass Philipp Herkenhoff noch länger ausfällt, ist klar. Ob Jean Salumu, der bei den drei Siegen Rastas Topscorer war, in Berlin jedoch mit Schmerzen an der Achillessehne pausieren musste, gegen Frankfurt wieder voll mitmischen kann, vermochte Young unter der Woche noch nicht zu sagen. Er meinte zu diesem Thema: „Verletzungen gehören zum Basketball dazu, damit muss man umgehen. Die, die fit sind, werden alles geben.“ Der Respekt vor den Skyliners mit den beiden Ex-Rasta-Centern Michael Kessens und Kamari Murphy ist groß. Young warnt vor allem vor dem drittbesten BBL-Scorer Matt Mobley (20,0 Punkte im Schnitt), der am Dienstag beim 76:80 in Ulm mit 26 Punkten mal wieder der Topscorer der Hessen war.

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