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Rasta hofft auf 630 bis 1000 Zuschauer

Der Basketball-Bundesligist will Details zum Ticketing „in naher Zukunft“ bekanntgeben. Am Freitag steigt erst mal das vorerst letzte Testspiel in Braunschweig.

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Achtung, der Trainer spricht: Rastas Crew um Coach Thomas Päch beim Testspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg. Foto: Becker

Achtung, der Trainer spricht: Rastas Crew um Coach Thomas Päch beim Testspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg. Foto: Becker

Das vorerst letzte Testspiel steht bevor, der Countdown für die Pokal-Vorrunde im eigenen Wohnzimmer läuft und die Rückkehr von Fans in den Rasta-Dome ist in Arbeit: Basketball-Bundesligist Rasta Vechta möchte bei den drei BBL-Pokalspielen gegen Gießen (17. Oktober), Göttingen (24. Oktober) und Frankfurt (25. Oktober) jeweils 630 bis 1000 Zuschauer in die Halle lassen. Das kündigte Rastas Klubchef Stefan Niemeyer in einem Video des Vereins an.

Die exakte Zahl hänge vom Genehmigungsverfahren der Behörden sowie vom Verlauf der Buchungen ab. „Wir gucken mal, wie viele Fans wir dann in die Halle bekommen“, sagte Niemeyer. Klarere Informationen zum Ticketing für den Pokal und die anschließende BBL-Saison werde es „in naher Zukunft“ geben. „Ich hoffe sehr, dass viele Fans auch wirklich kommen wollen und nicht aus Angst oder Zurückhaltung zu Hause bleiben“, sagte Niemeyer und versprach, dass der Klub alles tun werde, um ein sicheres Hygienekonzept und eine optimale Belüftung im Dome zu gewährleisten.

Das Video mit Statements von Niemeyer und Trainer Thomas Päch ersetzte die Saisoneröffnungs-Pressekonferenz. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als Rasta seine Sponsoren sowie die Medien eingeladen und dabei in den Räumlichkeiten der Krankenversicherung Alte Oldenburger seine Spieler und Ziele für die neue Saison vorgestellt hatte, gab's coronabedingt diesmal nur die digitale Version ohne Fragen aus der Runde. Das Video strahlte Rasta am Donnerstag auf seinen Social-Media-Kanälen aus.

Zusage von 110 Sponsoren für rund 2,1 Millionen Euro

Niemeyer unterstrich dabei die Bedeutung von Zuschauern für Rasta – nicht nur aus finanzieller Sicht: „Auch 650 Fans, die Druck machen und das Team anfeuern, können für uns der sechste Mann sein. Das brauchen wir auch, denn wir sind nach wie vor ein Underdog.“ In der Saison 2019/20 hatte Rasta Ticketeinnahmen in Höhe von 1,15 Millionen Euro (100 Prozent Auslastung pro Spiel inklusive 200 Personen im VIP-Raum).

Einen Dank richtete Niemeyer an die Sponsoren. Aktuell hat Rasta die Zusage von 110 Unternehmen für eine Summe von rund 2,1 Millionen Euro. Der Geschäftsführer sei „guten Mutes“, dass der Klub im Bereich des Sponsorings vielleicht sogar die Summe des Vorjahres erreichen könne. In der Saison 2019/20 waren es rund 190 Sponsoren und 2,3 Millionen Euro. „Das macht uns stolz. Das zeigt, wie die Region hinter unter uns steht. Und das zeigt, was Rasta für die Region bedeutet“, sagte Niemeyer. Der Vereine wolle in der neuen Saison versuchen, „Freude in den tristen Alltag“ zu bringen.

Die erste Chance dazu gibt's beim BBL-Pokal. Der neue Modus mit vier Vorrunden in Bonn, Vechta, Weißenfels und Ulm sowie einem „Final Four“ am 1./2. November sei „sportlich attraktiv“, so Niemeyer, und zudem eine „tolle Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen auf die neue Saison vorzubereiten“. Rasta habe „ein bisschen Glück bei der Auslosung“ gehabt, sagte Niemeyer und ergänzte: „Vielleicht geht da ja was.“

Coach Päch bezeichnete den Pokal-Modus mit drei garantierten Partien ebenfalls als „super Situation für uns“. Man habe die Möglichkeit, sich „unter reellen Bedingungen“ verbessern zu können. Für Päch ist klar: „Man kann von einer völlig neu formierten Mannschaft nicht erwarten, dass sie schon beim Saisonstart in Bestform ist.“ Der Aufbau von Gewohnheiten und die Entwicklung des Zusammenspiels brauche einfach Zeit.

Rohwer und Salumu auch in Braunschweig nicht dabei

Am Freitag um 17.00 Uhr absolviert Rasta sein fünftes Testspiel, die Päch-Crew gastiert bei den Löwen Braunschweig. Der Coach berichtete abseits des Videos von einer „guten Trainingswoche“ und sagte: „Die Jungs haben gut auf die beiden Oldenburg-Spiele reagiert.“ Die zuletzt fehlenden Björn Rohwer (Finger ausgekugelt) und Jean Salumu (Rückenprobleme) werden auch beim nicht-öffentlichen Test in Braunschweig nicht spielen, sie machen nach Angaben von Päch aber „gute Fortschritte“. Und wann steigen der Center und der belgische Guard ins Teamtraining ein? „Ich bin guter Dinge, dass sie zum Wochenbeginn so weit sind“, so Päch.

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