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Quantität, aber auch Qualität gesteigert

Dem Bezirksliga-Trainer Christian Thölking stehen in seiner zweiten Saison beim SV Altenoythe 25 Spieler zur Verfügung. Das Team möchte zumindest einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

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SV Altenoythe: Oben von links: Maik Nirwing, Christoph Blancke, Stefan Brünemeyer, Kevin Tholen, Jan-Philipp Plaggenborg, Bernd Banemann, Luca Willhoff, Joost Kleefeld. Mitte von links: Benny Boungou, Betreuer Holger Söhl, Betreuer Sebastian Wöste, Cotrainer Maik Koopmann, Cotrainer Arek Wojcik, Trainer Christian Thölking, Physio Jochen Wittstruck, Betreuer Thomas Wiesner, Fußballobmann Herbert Rolfes, Kevin von Handorf. Unten von links: Lars Menke, Damian Cuper, Oliver Fründt, Kevin Grammel, Joscha Wittstruck, Bartosz Fabiniak, Anatoli Root, Philipp Menke, Johannes Deeken, Patryk Cuper. Foto: Wulfers

SV Altenoythe: Oben von links: Maik Nirwing, Christoph Blancke, Stefan Brünemeyer, Kevin Tholen, Jan-Philipp Plaggenborg, Bernd Banemann, Luca Willhoff, Joost Kleefeld. Mitte von links: Benny Boungou, Betreuer Holger Söhl, Betreuer Sebastian Wöste, Cotrainer Maik Koopmann, Cotrainer Arek Wojcik, Trainer Christian Thölking, Physio Jochen Wittstruck, Betreuer Thomas Wiesner, Fußballobmann Herbert Rolfes, Kevin von Handorf. Unten von links: Lars Menke, Damian Cuper, Oliver Fründt, Kevin Grammel, Joscha Wittstruck, Bartosz Fabiniak, Anatoli Root, Philipp Menke, Johannes Deeken, Patryk Cuper. Foto: Wulfers

Mit einem Kader von 25 Spielern nimmt der SV Altenoythe als amtierender Bezirkspokalsieger die neue Bezirksligasaison in Angriff. Nach Platz zehn in der vergangenen Serie dürfte es aus Sicht der Vereinsverantwortlichen ruhig ein bisschen mehr sein. Einstelliger Tabellenplatz, lautet folglich die Erwartung an Mannschaft und Trainer.

„Ich tue mich schwer mit solchen Tipps. Wir wissen, wo wir herkommen, denn in den vergangenen Jahren stand Altenoythe fast immer unten drin. Für mich ist wichtig, dass wir unsere Idee auf den Platz bringen“, mag sich Christian Thölking, der in seine zweite Spielzeit als Cheftrainer beim SVA geht, nicht auf eine konkrete Platzierung festlegen.

Der Coach verfügt mit seinen gerade erst 39 Jahren bereits über reichlich Erfahrung im Fußballgeschäft. Bereits in der E-Jugend zog es ihn aus seiner Vechtaer Heimat zum großen SV Werder Bremen. Thölking erinnert sich: „Da gab es ein Talenttraining mit etwa 300 Kindern, da bin ich wohl aufgefallen.“ Viermal wöchentlich galt es fortan zum Training Richtung Hansestadt zu reisen. „Für mich war es nicht so anstrengend, wie für meine Eltern. Ich war immer schon fußballverrückt“, schmunzelt Thölking. Die A-Jugend von Borussia Dortmund sowie drei Jahre beim VfL Osnabrück waren weitere Stationen in seinem Fußballerleben. Besonders an ein Ereignis erinnert er sich noch heute mit Wehmut. „Drei Tage vor dem DFB-Pokalspiel der Osnabrücker gegen Bayern München wurde ich wegen einer Knochenabsplitterung im Sprunggelenk operiert. Ich stand mit Krücken am Platz und wäre natürlich zu gern dabei gewesen.“

Schnell und torgefährlich: Benny Boungou (rechts) kam vom BV Cloppenburg. Foto: WulfersSchnell und torgefährlich: Benny Boungou (rechts) kam vom BV Cloppenburg. Foto: Wulfers

Nach der Osnabrücker Zeit war der Wechsel zum VfB Oldenburg angesagt, für den der damalige Trainer Alo Weusthof verantwortlich zeichnete. Es folgten 13 Jahre im Dress des VfB, die ihn bei den Oldenburger Fans den Status eines absoluten Publikumslieblings einbrachten. 2014 war dann Schluss als Spieler und Thölking sammelte erste Erfahrungen im Trainerjob als Co. bei „seinem“ VfB sowie der U19 des JFV Nordwest. Im Juli 2019 dann der erste Cheftrainerposten, der ihn zum SV Altenoythe führte, eine Entscheidung, die er bis heute zu keiner Sekunde bereut. „Die Chemie zur Mannschaft, dem gesamten Trainer- und Betreuerteam sowie zu den Leuten im Umfeld passt einfach.“

So sprüht Thölking geradezu vor Tatendrang und hofft mit dem „Dino der Bezirksliga“, der seit über 30 Jahren in der Liga spielt, auf eine erfolgreiche Saison. Sich auf ein festes, gar starres System festzulegen, ist seine Sache nicht. „Wir wollen dem Gegner Aufgaben stellen. Wir haben schon Ideen mit und ohne Ball, aber kein festes System. Außerdem ist jeder selbst dafür verantwortlich, ob er spielt oder nicht. Entscheidend ist doch sowieso, wie die Mannschaft die Vorgaben auf den Platz bringt. “

Um des Trainers Vorstellungen umzusetzen, hat sich der SVA nicht unerheblich verstärkt. Marc Brünemeyer, den es als spielenden Cotrainer zum SV Bösel zog, ist der einzige Abgang aus der Stammformation. Die Neuen bringen derweil reichlich Potenzial mit. Bereits im Winter wechselten Jan-Philipp Plaggenborg und Benny Boungou zu den Hohefeldern. Beide absolvierten noch nicht ein Pflichtspiel, dürften allerdings zu einer wesentlichen Verstärkung avancieren. Gleiches gilt für die Sommerneuzugänge. Bartosz Fabiniak kämpft mit Stammkeeper Joscha Wittstruck um die Nummer eins. Sezer Yenipinar, Joost Kleefeld und Anatoli Root machen den Etablierten Druck. Auch der aus der eigenen A-Jugend ins Männerteam aufgerückte Johannes Deeken kommt für den ein oder anderen Einsatz infrage.

MT-Prognose: Der mit 25 Spielern üppig besetzte Kader sorgt für mächtig Konkurrenzkampf, von Trainer Christian Thölking aber durchaus gewollt. Die Qualität der Neuzugänge, kombiniert mit der eingespielten Mannschaft, sollte für eine Saison frei von jeglichen Abstiegsängsten sorgen. Mehr noch: Erwischt der SVA einen guten Start, ist in der normalen Runde das Erreichen der ersten acht Plätze und damit der Aufstiegsrunde, durchaus möglich. Deshalb: Der SV Altenoythe belegt Platz 7.


Zur Übersicht der Fußballsaison 20/21


  • Abgänge: Lukas Stüttelberg (SSV Jeddeloh II), Nikolai Schöneich (Apen), Marc Brünemeyer (Bösel), Elvis Langen (Altenoythe II).
  • Zugänge: Johannes Deeken (A- Jugend SVA), Sezer Yenipinar (BW Ramsloh), Joost Kleefeld, Anatoli Root (beide VfL Markhausen), Bartosz Fabiniak (BW Ramsloh).
  • Tor: Joscha Wittstruck, Bartosz Fabiniak.
  • Abwehr: Jan Philipp Plaggenborg, Luca Willhoff, Damian Cuper, Christoph Blancke, Oliver Fründt, Patryk Cuper, Joost Kleefeld, Niclas Baumeister, Kevin Tholen.
  • Mittelfeld: Sezer Yenipinar, Kevin Grammel, Philipp Menke, Lars Menke, Stefan Brünemeyer, Kevin von Handorf, Anatoli Root, Arek Wojcik.
  • Angriff: Maik Nirwing, Michal Wisiorek, Benny Boungou, Artur Lazowski, Bernd Banemann, Johannes Deeken.
  • Trainer: Christian Thölking.
  • Cotrainer: Arek Wojcik.
  • Torwarttrainer: Maik Koopmann.
  • Betreuer: Holger Söhl, Sebastian Wöste.
  • Physio: Jochen Wittstruck.
  • Saisonziel: Einstelliger Tabellenplatz.
  • Meistertipp: SV Thüle, SV Holdorf.
  • Der "Startschuss" der Münsterländischen Tageszeitung mit den Vereinen aus dem Landkreis Cloppenburg ist am Freitag, 4. September erschienen - gedruckt oder als ePaper in der App und hier im Online-Kiosk.

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