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Project 1 freut sich auf das Renn-Highlight des Jahres

Das Lohner Motorsportteam startet am Wochenende mit zwei Porsche 911 RSR bei den 24 Stunden von Le Mans. Einer der sechs Piloten hat eine interessante Vita.

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Üben für den Ernstfall: Der Project-1-Porsche mit der Nr. 56 an der Box. Eine Aufnahme vom offiziellen Testtag. Foto: Project 1 / Lofthouse

Üben für den Ernstfall: Der Project-1-Porsche mit der Nr. 56 an der Box. Eine Aufnahme vom offiziellen Testtag. Foto: Project 1 / Lofthouse

Die Vorfreude ist gewaltig in der Reisegruppe aus Lohne, aber das ist auch kein Wunder: Nach mehr als zwei Corona-Jahren findet das Highlight des Motorsport-Kalenders endlich wieder ohne Beschränkungen und an seinem angestammten Termin statt. Die 24 Stunden von Le Mans – bei Rennsportfans löst dieses Traditionsevent ganz große Gefühle aus. Und das ist bei den Jungs von „Project 1“ um ihren Chef Hans-Bernd Kamps nicht anders.

Mit einem rund 70-köpfigen Team – davon etwa 30 aus dem Firmensitz an der A1 – sind die Lohner derzeit im Nordwesten Frankreichs im Einsatz, wo am Samstag um 16.00 Uhr (Nitro und Eurosport) das wohl berühmteste Langstreckenrennen der Welt startet. Project 1 ist mit zwei Porsche 911 RSR in der Amateurklasse LM GTE AM am Start.

Jeder Wagen wird von drei Fahrern gesteuert, die sich etwa alle zwei Stunden am Steuer abwechseln. Pro Wagen gibt es einen Gold-, einen Silber- und einen Bronzefahrer – also einen erfahrenen Profi, ein Nachwuchstalent und einen in der Regel sehr wohlhabenden Gentleman-Driver. Die Startnummer 46 wird von Matteo Cairoli, Mikkel O. Pedersen und dem Schweizer Fondsmanager Niki Leutwiler (61) pilotiert.

Unterwegs in Le Mans: Der Project-1-Porsche mit der Nr. 46 bei Testfahrten. Foto: Project 1  LofthouseUnterwegs in Le Mans: Der Project-1-Porsche mit der Nr. 46 bei Testfahrten. Foto: Project 1 / Lofthouse

In der 56 sitzen Ben Barnicoat, Oliver Millroy und Brendan Iribe (42). Bei Letzterem handelt es sich um einen US-Unternehmer, der 2014 die Virtual-Reality-Brille „Oculus“ an den Facebook-Konzern verkaufte – laut Wikipedia für rund 400 Millionen Dollar.

Aber auch sportlich sind die Project-1-Crews laut Sprecher Jan Bodenbach konkurrenzfähig. „Wenn alles normal läuft, haben beide den Speed, um aufs Podium zu fahren“, sagt er, schränkt aber mit Blick auf die Unberechenbarkeit des Rennens ein: „Es heißt ja: Le Mans gewinnt man nicht – Le Mans lässt sich gewinnen.“

Fürs Wochenende sind bis zu 28 Grad und Sonne vorhergesagt. Die Autos haben zwar eine Klimaanlage, die kühlt das Cockpit allerdings nur auf etwa 30 bis 40 Grad herunter.

Eröffnet wird das Wochenende am Freitag mit der Fahrerparade in der Innenstadt. Auch diese fand coronabedingt seit drei Jahren nicht mehr statt. Bei den Lohnern ist die Vorfreude auf ihren fünften Start in Le Mans riesig. „Es ist das Prestige, der Trubel vor Ort und die enorme Aufmerksamkeit in aller Welt“, sagt Teamchef Axel Funke. Er findet: „Le Mans ist immer wieder aufs Neue besonders.“

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