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Preston Purifoy führt Rasta Vechta zum Sieg in Schwenningen

Mit dem 86:82-Sieg hat Rasta einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gemacht. Lesen Sie hier die Reaktionen aus dem Rasta-Lager.

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Raus mit der Freude: Rastas Topscorer Preston Purifoy in Schwenningen. Foto: Michael Kienzler

Raus mit der Freude: Rastas Topscorer Preston Purifoy in Schwenningen. Foto: Michael Kienzler

Nein, so richtig rund lief es für Preston Purifoy in den vergangenen Wochen nicht. Das Knie zwickte, die Gegner standen ihm auf den Füßen, er fühlte sich nicht wirklich wohl auf dem Feld, irgendwie lief das Spiel von Rasta Vechta am 30-jährigen Shooting Guard vorbei. Purifoy, über weite Strecken der Hinserie der Topscorer des Basketball-Zweitligisten, kam in den ersten sieben Spielen des Jahres 2022 nur einmal auf eine zweistellige Punktausbeute (10 gegen Trier), seine Dreier-Bilanz in dieser Phase war mau (5/29).

Am Samstagabend aber, im vielleicht wichtigsten Spiel der letzten Wochen, meldete sich Purifoy eindrucksvoll zurück. Zum 86:82 (49:39)-Sieg von Rasta im Nachholspiel bei den Panthers Schwenningen steuerte Purifoy 26 Punkte bei. Er egalisierte damit seine Saisonbestmarke aus dem Artland-Dragons-Spiel und verbuchte zudem mit einer Trefferquote von 81,8 Prozent aus dem Feld (9/11) einen neuen Bestwert in dieser Spielzeit.

Purifoy sprach danach von einem „großen Sieg“ – vor allem vor dem Hintergrund, dass man zuletzt in Leverkusen ein enges Spiel aus den Händen gegeben hatte. „Wir werden diesen Sieg auf der langen Rückfahrt genießen“, erklärte Purifoy vor der neunstündigen 700-km-Tour gen Norden. Mit Blick auf die Partie, die mit einem irren Auf und Ab nichts für schwache Nerven war, ergänzte er noch: „Wir haben zusammengehalten und ein gutes Team geschlagen, das zu Hause sehr schwer zu schlagen ist.“

Kapitän Young „sehr stolz auf die Jungs“

Schwenningen hatte zuletzt in Paderborn, Tübingen und Nürnberg drei Top-8-Teams in der heimischen Deutenberg-Halle besiegt. Rasta stoppte nun diese kleine Heimserie der Panthers. Logisch, dass auch Josh Young „sehr stolz auf die Jungs“ war. Der Kapitän, der nach überstandener Corona-Infektion und nur einer Trainingseinheit nach seiner Quarantäne ein 14-Minuten-Comeback mit elf Punkten und bekannter Zuverlässigkeit an der Freiwurflinie (6/6) feierte, sprach ebenfalls von einem „unheimlich wichtigen Sieg für uns“.

Rasta bleibt nach dem zehnten Saisonsieg zwar Tabellen-14. der 2. Bundesliga ProA, gewann nach dem 78:79 im Hinspiel aber den direkten Vergleich gegen die nun punktgleichen Panthers und vergrößerte zudem den Vorsprung auf die Artland Dragons, die parallel in Paderborn verloren und nun sechs Punkte Rückstand auf den Nachbarn haben. Mit Blick auf den Klassenerhalt war's ein perfektes Wochenende für Rasta.

Coach Vladimir Lucic atmete nach der wilden Achterbahnfahrt der Gefühle tief durch: „Ich bin sehr glücklich, dass wir hier heute gewonnen haben. Das war ein enorm wichtiges Spiel und wir konnten sogar den direkten Vergleich holen. Sicher war das einer der wichtigsten Siege in dieser Saison“, sagte der Serbe. An diesem Sieg hatte auch Joel Aminu einen großen Anteil. Nach seinem kleinen Hänger im Leverkusen-Spiel knüpfte er mit 17 Punkten und einer super Dreier-Bilanz (5/8) an seine starken Auftritte in Bremerhaven und gegen Bochum an. Vierter Spieler mit einer zweistelligen Ausbeute war Joschka Ferner (12).

Rasta spielte in Schwenningen ohne Sa'eed Nelson. Der US-Guard, gerade erst nach längerer Verletzungspause zurück und in Leverkusen mit 19 Punkten der Topscorer seines Teams, war mit einer leichten Zerrung im Oberschenkel daheim geblieben. Und da Young noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, ruckelte es phasenweise im Angriff. „Das hat unserem Spielaufbau sicherlich nicht gutgetan“, meinte Lucic zur Guard-Situation. 24 Ballverluste waren auch für den Coach „viel zu viele“. Aber: Sein Team fand Mittel und Wege, das Spiel zu gewinnen. Ein starke Dreier-Bilanz (14/29) war dabei ebenso förderlich wie die Rückkehr zur gewohnten Stärke an der Freiwurflinie (16/18).

Mit der ersten Halbzeit und Teilen des dritten Viertels war Lucic, der eine kurze Rotation wählte und in Richard Washington, Sheldon Eberhardt und Jannes Hundt drei Akteure nicht einsetzte, „sogar sehr zufrieden“, wie er später sagte. Nach 27 Minuten führte Rasta mit 60:48. Dann allerdings geriet der Gast gehörig ins Straucheln. Purifoy und Co. verloren völlig den Faden, kassierten einen 2:22-Lauf zum 62:70 und lagen in der 35. Minute mit 68:74 zurück.

Rasta behielt dann aber die Nerven und holte in einer dramatischen Endphase zum finalen Gegenschlag aus. Zwei Purifoy-Dunkings, fünf Punkte von Ferner, ein Defense-Stopp von Kristofer Krause und drei Freiwurf-Punkte von James Washington acht Sekunden vor Schluss brachten in Summe das kostbare Happy End. Young lobte den „großen Zusammenhalt“ und den „Glauben an den Sieg“.

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