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Prepens rast in Bestzeit zum DM-Titel

Toller Erfolg für Talea Prepens vom TV Cloppenburg: Bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Neubrandenburg sicherte sie sich in einem Herzschlagfinale den Titel über 60 Meter.

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Selfie mit der Deutschen Meisterin: Talea Prepens (Zweite von links) sicherte sich den Titel im 60-Meter-Sprint. Antonia Dellert vom Sprintteam Wetzlar (links) holte Silber und hielt die Siegerehrung mit den weiteren Endlaufteilnehmerinnen (von links) Cheyenne Kuhn (SC Neubrandenburg), Sina Kammerschmitt (TG Worms), Somuah Beauty (Bayer Leverkusen), Svenja Pfetsch (SC Vöhringen), Laura Raquel Müller (Unterländer SC) und Lena Brennhuber (TuS Roland Brey) fotografisch fest	Foto: Prepens

Selfie mit der Deutschen Meisterin: Talea Prepens (Zweite von links) sicherte sich den Titel im 60-Meter-Sprint. Antonia Dellert vom Sprintteam Wetzlar (links) holte Silber und hielt die Siegerehrung mit den weiteren Endlaufteilnehmerinnen (von links) Cheyenne Kuhn (SC Neubrandenburg), Sina Kammerschmitt (TG Worms), Somuah Beauty (Bayer Leverkusen), Svenja Pfetsch (SC Vöhringen), Laura Raquel Müller (Unterländer SC) und Lena Brennhuber (TuS Roland Brey) fotografisch fest Foto: Prepens

Neben dem Titelgewinn von Talea Prepens war der dritte Platz der Löningerin Xenia Krebs über 800 Meter das herausragende Ergebnis aus Cloppenburger Sicht bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U20 in Neubrandenburg.

Der Tag begann optimal für Talea Prepens: 52 Starterinnen hatten für den 60-Meter-Sprint gemeldet. Mit 7,57 Sekunden gewann sie den zweiten von sieben Vorläufen und qualifizierte sich ohne voll gefordert zu sein locker für die Halbfinalläufe. Dort steigerte sie sich als Siegerin ihres Zwischenlaufs auf 7,50 Sekunden, gleichbedeutend mit dem souveränen Einzug ins Finale der besten acht Läuferinnen. Ein Platz auf dem Treppchen, lautete die Zielsetzung im Vorfeld und die 20-Jährige ließ bei ihren letzten Titelkämpfen in der Jugendklasse Taten folgen. Nach optimalem Start raste Prepens über die Hallengerade. 7,43 Sekunden leuchteten als Siegerzeit auf, doch wer hatte gewonnen? Zeitgleich mit Antonia Dellert (Sprintteam Wetzlar), die mit einer Bestzeit von 7,44 Sekunden als leichte Favoritin ins Rennen gegangen war, galt es abzuwarten. „Wir waren uns alle nicht sicher, wer gewonnen hatte und haben lange auf der Bahn gesessen. Für mich hat es sich wie eine Ewigkeit angefühlt“, gab Talea Prepens Einblicke in ihre Gefühlslage. Nach einigen Minuten und Auswertung der Kamerabilder dann die Gewissheit: Neben der eins leuchtete der Name Talea Prepens auf der Anzeigetafel, zeitgleich mit Antonia Dellert und zwei Hundertstelsekunden vor der drittplatzierten Cheyenne Kuhn (SC Neubrandenburg). Riesenfreude hernach bei Talea sowie Vater und Trainer Harald über den immerhin schon sechsten DM-Titel ihrer Karriere.

Danach stand noch der 60-Meter-Hürdensprint auf der Tagesordnung. Mit 8,70 Sekunden verbesserte Prepens als Vorlaufsiegerin erneut ihre persönliche Bestzeit. Was folgte stieß beim Prepens-Team auf reichlich Unverständnis. Vor dem Halbfinale wurde Prepens von der NADA (Nationale Dopingkommission) zur Kontrolle beordert. „Das hat Talea so massiv gestört, dass eine vernünftige Vorbereitung nicht möglich war“, ärgerte sich Vater Harald. 8,84 Sekunden bedeuteten somit das Aus im Halbfinale. „Die Hürden sind in der Halle für mich nur eine Zugabe. Ich freue mich einfach riesig über den Titel“, war bei Talea der Ärger dann auch schnell verflogen.

Den Sprung auf das Siegertreppchen schaffte auch Xenia Krebs vom VfL Löningen. Sie holte sich über die 800-Meterstrecke die Bronzemedaille. Mit der besten Vorlaufzeit hatte sie sich das Ticket für das Finale gesichert. Im schnellsten der drei Vorläufe siegte Krebs in 2:13,18 Minuten knapp gegen Nele Göhl von der LG Eckenthal (2:13,80 min). Die drittplatzierte Charleen Richter (2:13, 85 min) und Enola Thorman auf Rang vier(2:13,93 min) kamen über die Zeit in den Endlauf. Die jeweilig beiden Erstplatzierten der drei Vorläufe hatten zudem einen Finalplatz sicher.

In der Entscheidung am gestrigen Sonntagmittag legte die Löningerin zwar wieder einen starken Auftritt hin und verbesserte sich um genau acht Zehntelsekunden auf 2:12,38 Minuten. Aber diese Leistung sollte „nur“ zu Platz drei reichen. Zwar hielt sich Krebs im gesamten Rennen in der Spitzengruppe auf, schaffte es im Schlussspurt aber nicht, Nele Göhl und Anna Schall (LG Tuttlingen-Fridingen) noch abzufangen. Göhl wurde in 2:11,83 Minuten Deutsche Meisterin, Schall lief in 2:12, 25 zur Silbermedaille.

Tickets für den Endlauf über die 1500 Meter verpassten Xenia Krebs‘ Vereinskameradinnen Carolin Hinrichs, Sophie Hinrichs und Sonja Richter. Das Trio, das eine Woche zuvor für den VfL in Damme die Mannschaftsmeisterschaften im Cross der Altersklasse U18 gewonnen hatte, war in Neubrandenburg nur mit Außenseiterchancen gestartet. Die Konkurrenz erwies sich für die VfL-Talente als zu stark. Allerdings hatte Carolin Hinrichs Pech: Ihre 4:53,97 Minuten hätten im langsamsten der drei Vorläufe zum Sieg und damit zum Finaleinzug gereicht, die Löningerin aber war im ersten Rennen gefordert und da langte ihre Zeit nur zu Rang acht. Sophie Hinrichs benötigte im zweiten Vorlauf 5:04,80 Minuten und wurde damit Siebte. Sonja Richter schied im ersten Vorlauf aus.

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