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Positive Signale – und viele offene Fragen

Nach dem Abgang von Pedro Calles bei Rasta Vechta hängen dessen Co-Trainer Miguel Zapata und Derrick Allen in der Luft. Und die Nachfolger-Suche läuft.

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Bleiben sie oder gehen sie auch? Rastas Co-Trainer Miguel Zapata (vorne) und Derrick Allen nach dem Bundesliga-Spiel gegen Würzburg. Foto: Schikora

Bleiben sie oder gehen sie auch? Rastas Co-Trainer Miguel Zapata (vorne) und Derrick Allen nach dem Bundesliga-Spiel gegen Würzburg. Foto: Schikora

Mitte der Woche war die Ära Pedro Calles beim Basketball-Bundesligisten Rasta Vechta endgültig beendet. Via Facebook und Instagram richtete sich der 36-jährige Spanier, der künftig den Liga-Rivalen Hamburg Towers trainiert, noch mal an die Rasta-Fans und bedankte sich mit einer emotionalen Botschaft für die „besten fünf Jahre meines Lebens“. Er sei „ewig dankbar“ und hielt fest: „Es war mir eine Ehre und eine große Freude.“ Zum Posting gehörte auch ein dreiminütiges Video mit diversen Highlights aus seinen zwei Jahren als Chefcoach. Ein Video, das belegt, dass der Nachfolger in große Fußstapfen tritt – sportlich und menschlich.

„Ich würde gerne in Vechta bleiben.“Rastas bisheriger Co-Trainer Miguel Zapata

Während Rastas Führungsetage um Klubchef Stefan Niemeyer mit Hochdruck nach einem neuen Coach für die fünfte BBL-Saison fahndet und dabei versucht, aus einem „riesigen Spektrum an an Bewerbungen“ (Niemeyer) das passende Puzzleteil herauszufischen, harren Calles' bisherige Co-Trainer Miguel Zapata und Derrick Allen der Dinge. Ihre Verträge bei Rasta sind Ende Juni ausgelaufen, ihre Zukunft ist aktuell völlig offen. „Ich würde gerne in Vechta bleiben“, verrät Zapata. Der 40 Jahre alte Spanier, der wie Calles' Ehefrau Ana aus Granada stammt, ist seit 2018 in Vechta tätig und spricht von „zwei sehr schönen Jahren“. Und weiter: „Ich liebe die Stadt, den Klub, es gefällt mir hier.“

Von Rasta habe er ebenso wie Derrick Allen das Signal bekommen, dass der Verein die Zusammenarbeit gerne fortsetzen wolle. Aber es gibt halt noch einige Unwägbarkeiten. Kann sich Rasta auch in Zukunft zwei Co-Trainer für das BBL-Team leisten? Welche Vorstellungen hat der künftige Chefcoach? Bringt er seinen eigenen „Co“ mit? Fragen über Fragen – und noch gibt's keine Antworten. Zapata verrät zudem, dass auch Calles Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit seinen bisherigen Assistenten habe. Hamburg hat allerdings in Benka Barloschky bereits einen Co-Trainer. „Pedro würde uns beide gerne mitnehmen. Aber er weiß ja auch noch nicht, was möglich ist. Vielleicht wird's nur einer, vielleicht auch keiner“, so Zapata. Er selbst hat inzwischen ein konkretes Angebot der Towers vorliegen und wartet nun auf die weitere Entwicklung an der Pariser Straße.

Das Cheftrainer-Amt bei Rasta kommt für den Spanier, der vor seiner Vechta-Zeit viele Jahre Co-Trainer in Spanien, im Iran und Mexiko war, nicht infrage. Dafür sei er noch nicht bereit: „Ich kenne meine Rolle. Und ich bin als Assistenztrainer besser als als Cheftrainer.“ Und wie wäre es mit dem Co-Trainer-Posten unter einem Chefcoach Allen? „Klar, warum nicht? Wir verstehen uns sehr gut“, so Zapata. Allen, der im Sommer 2019 seine BBL-Karriere nach 13 Jahren und 477 Partien für acht Klubs beendet und Anfang Oktober nach sechswöchiger Hospitanz bei Rasta einen Co-Trainer-Vertrag erhalten hatte, macht keinen Hehl daraus, dass er „eines Tages Trainer in der BBL“ sein will. Ist er dafür auch jetzt schon bereit? „Ich habe in meiner Karriere jede Herausforderung angenommen“, antwortet der 39 Jahre alte Amerikaner. Ein weiteres Lehrjahr als „Co“ kann sich Rastas Ex-Kapitän, dessen älteste Tochter Leyla Marie nach den Ferien zur Schule kommt, allerdings auch gut vorstellen.

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