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Pfingstturnier in Langförden: Ein Fußballfest als Symbol für den Frieden

Nach dreijähriger Corona-Pause richtet der Verein wieder sein C-Jugendturnier aus. Wahrscheinlich sind acht Nationen vertreten. Ursprünglich waren auch Teams aus der Ukraine und Russland eingeplant.

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Ein farbenfrohes Fußball-Spektakel: So wie bei der letzten Auflage 2019 soll es auch beim 40. Langfördener Pfingstturnier aussehen. Foto: Schikora

Ein farbenfrohes Fußball-Spektakel: So wie bei der letzten Auflage 2019 soll es auch beim 40. Langfördener Pfingstturnier aussehen. Foto: Schikora

Ein Krieg mitten in Europa – das nimmt auch die heimischen Vereine mit. BW Langförden macht der russische Einmarsch in die Ukraine ebenfalls betroffen. Das ist aus einem Grund besonders traurig: Noch im Winter hatte es danach ausgesehen, dass beim 40. Pfingstturnier für C-Jugendliche auch Nachwuchskicker von Zenit St. Petersburg (Russland) und FK Lwiw (Ukraine) am Bomhof ein friedliches Fußballfest feiern können. Es kam anders. Aus bekannten Gründen brach der gute Kontakt zu beiden Teams Ende Februar ab.

„Wir waren da kurz vor dem Abschluss der Teilnahmevereinbarung“, erzählt Michael Ross, der im Orgateam für die ausländischen Teams zuständig ist. Der Kontakt des Vermittlers aus den Niederlanden, der den Langfördenern bei der Mannschafts-Akquise hilft, riss dann ab. Die Ukrainer konnten nicht – und auch bei den Russen hätte es (bürokratische) Probleme gegeben. Michael Ross bedauert diese Umstände: „Wir hätten es gerne mit beiden Teams gemacht, weil wir das für die Kinder machen und es auch ein gutes Zeichen gewesen wäre.“ Aber auch so möchte Langförden beim Turnier vom 4. bis zum 5. Juni (Samstag und Sonntag) die Wichtigkeit des europäischen Friedens betonen. Und zusätzlich soll es auch wieder attraktiven Fußball geben.

Nach dreijähriger Corona-Pause freuen sich die Organisatoren umso mehr auf ihr Pfingst-Highlight, bei dem sie über 250 Spieler aus vermutlich acht Nationen begrüßen werden: Neben Deutschland sind es definitiv Dänemark (Bröndby Kopenhagen/FC Kopenhagen), die Niederlande (Vitesse Arnheim/FC Utrecht), Lettland (Riga FC), Finnland (HJK Helsinki), Frankreich (Le Cellier Mauves FC I und II) und Tschechien (Viktoria Pilsen). Der polnische Klub Lechia Gdansk hat am Dienstag laut Auskunft von Mitorganisator Malte Schlömer seine Teilnahme abgesagt. Jetzt ist ein Team aus der Slowakei im Gespräch, aber auch England könnte eine Option sein.

Action am Bomhof: Eine Szene aus dem Finale zwischen Norwich City (rechts) und Honved Budapest. Foto: SchikoraAction am Bomhof: Eine Szene aus dem Finale zwischen Norwich City (rechts) und Honved Budapest. Foto: Schikora

Bei der Unterbringung der Mannschaften zwecks Übernachtung helfen wie bei jedem Turnier Privathaushalte aus. Allerdings gestaltet es sich diesmal schwieriger als sonst, da die Teams von Profivereinen nicht auf einzelne Haushalte verteilt werden möchten. Sie werden deshalb im Blockhaus Ahlhorn sowie in weiteren Gemeinschaftsunterkünften in der Umgebung untergebracht. Der Riga FC kommt übrigens per Flieger, HJK Helsinki vermutlich auch.

Sehr froh ist BWL über den vielzähligen Besuch aus der französischen Partnergemeinde Le Cellier, aus der sich rund 80 Personen angekündigt haben. Mit Vorfreude blickt man auch darauf, dass die 40. Auflage des Turniers die erste ist, die mit der neuen Tribüne vonstatten geht. „Die integrierte Sprecherkabine mit Blick über alle vier Plätze feiert ihre Pfingstturnierpremiere“, kündigt Malte Schlömer an.

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