Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Paulina Brys verrät: Das erste Training war mein großer Fehler

Die Zweitliga-Volleyballerin wollte eigentlich nicht mehr zum VfL Oythe zurückkehren. Aber die Liebe zum Sport packte sie.

Artikel teilen:
Wichtige Säule beim VfL Oythe: Die erfahrene Zuspielerin Paulina Brys (Mitte). Hier im Spiel gegen den 1. VC Stralsund. Foto: Schikora

Wichtige Säule beim VfL Oythe: Die erfahrene Zuspielerin Paulina Brys (Mitte). Hier im Spiel gegen den 1. VC Stralsund. Foto: Schikora

Eigentlich wollte Paulina Brys das alles gar nicht mehr. Die ganzen Trainingseinheiten, die vielen Spiele am Wochenende. Doch einen Anruf von VfL Oythes Volleyballobmann Matthias Schumacher, ein Gespräch mit Zweitliga-Trainer Zoran Nikolic und eine Trainingseinheit mit der Mannschaft später war die 37-Jährige dann wieder zurück im Geschäft – und ist seitdem nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Am Samstag (15.00 Uhr) spielt sie mit dem VfL Oythe bei der DSHS Köln.

„Ich dachte, dass ich mal ein Training mitmachen könnte. ‚Ist nicht schlimm‘, hatte ich gedacht“, sagt Paulina Brys und schmunzelt: „Das Training war ein Fehler.“ Denn sofort hatte es die Zuspielerin gepackt. Die Hallenluft, der Ball in der Hand, die Mannschaft. Paulina Brys erklärt: „Ich liebe Volleyball sehr und das Training hat mir so gut gefallen, dass ich nicht Nein sagen konnte.“

Jahrelang war sie bereits zuvor eine tragende Säule beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe. Paulina Brys war nicht nur Zuspielerin, sondern auch Kapitänin und kurzzeitig Co-Trainerin. Zwischendurch war die Polin in Babypause (2018/19), dann beendete sie vor der Saison 2020/21 zwischenzeitlich ihre Karriere.

Paulina Brys: Gute Leistungen sind "sicher kein Glück"

Jetzt ist sie wieder da – und hochzufrieden mit den Leistungen der Mannschaft. „Das ist ganz sicher kein Glück. Als Mannschaft sind wir richtig stark und endlich eingespielt“, sagt Paulina Brys. Oythe steht auf dem sechsten Tabellenplatz. Den Abstiegskampf hat man längst hinter sich gelassen. Die Bilanz zuletzt: 3:0 gegen VCO Berlin, 3:0 beim RC Sorpesee, 3:0 gegen VCO Münster und 3:2 gegen den Eimsbütteler TV. Das bedeutet: elf von zwölf möglichen Punkten, 12:2 nach Sätzen.

Doch es lief in dieser Saison längst nicht immer so gut wie aktuell. Oythe startete mit zwei Niederlagen (0:3 gegen BBSC Berlin und 1:3 in Borken) in die Saison. Später folgte nach Siegen immer eine Niederlage. Für Paulina Brys sind der zwischenzeitliche Ausfall von Sandra Hövels, ihre eigene Fußverletzung und die zwischenzeitliche Lücke in der Mitte, die durch Neuzugang Frederique Nicole geschlossen wurde, verantwortlich dafür gewesen.

Acht von zwölf Spielerinnen sind unter 25 Jahre alt

Zudem ist die Oyther Mannschaft jung. Gleich acht von zwölf Spielerinnen sind unter 25 Jahre alt. Paulina Brys kann deshalb gezielt ihre Erfahrung einbringen. „Wenn ich sehe, dass ich einen Tipp geben kann, mach' ich das“, sagt sie.

Ein Sonderlob hat Paulina Brys noch für ihren Coach Nikolic übrig: „Er ist ein Top-Trainer. So einen hatte ich noch nie.“ Der Serbe arbeitet aktuell mit seiner Mannschaft daran, noch vorhandene Schwächen zu verbessern. Paulina Brys nennt die Annahme und den Aufschlag, bei denen jeweils teilweise noch die Konstanz fehle. In Köln soll es es da weiter vorangehen.

Die Gastgeber aus Köln, die laut Paulina Brys „einen ganz anderen Volleyball als die anderen Teams spielen“, spielen eine gute Saison und stehen mit 24 Punkten nach zwölf Spielen auf dem dritten Tabellenplatz. Spitzenreiter RC Borken ist aber außer Reichweite.

Duell zweier formstarker Teams

Die Vorzeichen scheinen also klar: Die Kölnerinnen sind auf dem Papier leicht favorisiert – und immerhin gewannen sie zuletzt auch viermal in Folge. Aber Oythe reist mit Rückenwind ins Rheinland. Vor mehreren Wochen, noch bevor Oythe die Serie startete, hatte Nikolic verraten, dass 20 Punkte bis zum Hinrundenabschluss das Ziel seien. Damals war es fast utopisch – jetzt durchaus realistisch. Nur noch ein Punkt fehlt Oythe.

„Alle Spielerinnen sind hungrig auf neue Siege. Wir spielen von Spiel zu Spiel besser“, sagt Nikolic. Dem serbischen Trainer werden auch alle zur Verfügung stehen – niemand fällt aus. Auch Paulina Brys wird dabei sein. Auch wenn sie es eigentlich gar nicht mehr vor hatte.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Paulina Brys verrät: Das erste Training war mein großer Fehler - OM online