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Oythes Volleyballerinnen holen sich Verstärkung aus Kanada

Der Zweitligist hat Frederique Nicole verpflichtet. Die 25-Jährige landet am Montag in Bremen. Sie bringt gute sportliche Referenzen mit - und hat Model-Erfahrung.

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Von Quebec nach Vechta: Frederique Nicole. Foto: Citadins

Von Quebec nach Vechta: Frederique Nicole. Foto: Citadins

Nachdem sich die geplante Verpflichtung von zwei russischen Volleyballerinnen wegen Einreiseproblemen zerschlagen hat, ist Zweitligist VfL Oythe in Kanada fündig geworden: Die 25-jährige Frederique Nicole hat bereits einen Vertrag für diese Saison online unterschrieben. Sie wird am Montag aus Montreal via Frankfurt in Bremen landen und dort von VfL-Volleyball-Obmann Matthias Schumacher abgeholt.

Schon am Abend wird Frederique Nicole erstmals beim VfL-Training unter Coach Zoran Nikolic dabei sein; sie ist auch für das folgende Spiel am Samstag (30. Oktober) bei Fortuna Bonn gleich spielberechtigt. Als Mittelblockerin mit 1,85 m Körpergröße füllt Nicole zudem eine Lücke im Oyther Kader, der nun zwölf Spielerinnen umfasst; sie erhält die Nummer sieben.

Frederique Nicole spielte zuletzt fünf Jahre bei UQAM Citadins, der Universitätsmannschaft von Montreal/Quebec, stets in der Start-Sechs. Die französischsprachige Akteurin tritt ohnehin mit guten Empfehlungen in Oythe an. In den letzten beiden Jahren wurde sie mehrmals zur MVP (wertvollste Spielerin) in ihren Matches gewählt und zudem ins Allstar-Team berufen. In einer Saison kam sie mal auf 200 direkte Blockpunkte („Kills“) – als einzige Mittelblockerin. Auch der Aufschlag gehört zu ihren Stärken, sie wurde in Kanada hier als Fünftbeste gelistet. Zoran Nikolic hatte in seinem Team zuletzt großes Augenmerk auf den Aufschlag gelegt.

Für die Citadins im Angriff: Frederique Nicole (Mitte) auf der Außenposition. Foto: Rodrigue Für die Citadins im Angriff: Frederique Nicole (Mitte) auf der Außenposition. Foto: Rodrigue 

Volleyball spielt Frederique Nicole seit dem 15. Lebensjahr. Ihre sportliche Karriere verlief nach dem relativ späten Einstieg steil. Im Uni-Team von Quebec spielte sie in der höchsten Liga, auf der Vorstufe zur Nationalmannschaft. Nicole gab Oythe den Vorzug vor Angeboten aus Spanien und Bulgarien. Sie begründete dies in kanadischen Medien so: „Ich habe mich für dieses Team entschieden, um sicherzugehen, dass ich so viel Spielzeit wie möglich habe.“

Der Oyther Neuzugang hat einen Uni-Abschluss in Modemanagement und -design und kann auch auf Model-Erfahrungen zurückblicken. Matthias Schumacher zeigt sich im Wissen um frühere Verpflichtungen aus Kanada sehr zufrieden mit dem Transfer, der von einem Spielervermittler eingefädelt wurde, der 2018 auch Myriam Robitaille und Nikki Cornwall zum VfL Oythe gelotst hat. „Mit kanadischen Spielerinnen hatten wir eigentlich immer ein glückliches Händchen und sind guter Dinge, auch dieses Mal wieder richtig zu liegen“, sagt Schumacher.

Frederique Nicole, die schon über 35 Länder besucht hat, spricht Französisch, Englisch, Spanisch sowie auch etwas Italienisch. Und jetzt soll auch Deutsch dazukommen.

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