Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Oythes Lennart Feldhus: Und plötzlich läuft's wie am Schnürchen

Nach trost- und torlosen Wochen ist der Stürmer in der Landesliga-Abstiegsrunde wieder extrem wertvoll. Er soll auch am Samstag in Werlte helfen.

Artikel teilen:
Im Strafraum fühlt er sich wohl: Oythes Lennart Feldhus (2. von links) gegen Firrel. Foto: Schikora

Im Strafraum fühlt er sich wohl: Oythes Lennart Feldhus (2. von links) gegen Firrel. Foto: Schikora

Es hat ein bisschen gedauert, bis der Knoten geplatzt ist. Aber wie sagt man so schön: besser spät als nie. „Lennart ist jetzt angekommen in Oythe, und das freut mich sehr“, erklärt Daniel Roth. Der Trainer des VfL Oythe meint damit seinen Stürmer Lennart Feldhus, der Oythe in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga ans rettende Ufer geschossen hat. Erst der Doppelpack beim 2:0-Sieg in Westrhauderfehn, dann die zwei Tore beim 3:1-Erfolg gegen Firrel – Feldhus hat einen großen Anteil daran, dass Oythe vor den beiden letzten Spielen am Samstag bei Sparta Werlte (15.30 Uhr) und am 12. Juni gegen Germania Leer den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen kann.

Es läuft nicht nur bei Oythe, das fünf der letzten sechs Spiele gewonnen hat. Es läuft auch bei Feldhus. „Endlich“, sagt der Angreifer kurz und knapp. Er weiß: Das war nicht immer so. Nach der ersten Phase der Saison, nach den 18 Spielen in der Staffel II, stand die Null. Für einen Torwart super, für einen Stürmer eine mittlere Katastrophe. Feldhus räumt ein, dass die Torlosigkeit und das Bankdrücker-Dasein an ihm genagt haben. „Es war schwer, ruhig und geduldig zu bleiben. So eine lange Phase ohne Tor hatte ich noch nicht“, sagt der 28-Jährige, der im vergangenen Sommer vom Liga-Mitstreiter VfL Wildeshausen nach Oythe gekommen war und mit seiner Freundin Franka Kohl (Kapitänin des Landesligisten TuS Lutten) in Lutten lebt.

In der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde habe er dann das Vertrauen von Roth gespürt, so Feldhus: „Ich hab' gemerkt, dass er auf mich setzt.“ Im Hinspiel gegen Werlte platzte dann der Knoten. Der Zufall half ein bisschen nach. Eine Verletzung des gerade erst eingewechselten Lie Sillah bescherte Feldhus noch einen Kurzeinsatz in der Schlussphase, und er traf dann in der Nachspielzeit zum finalen 4:2. „Die Erleichterung danach war echt groß“, erinnert sich der studierte Betriebswirt, der bei der Firma Bike Mobility Services GmbH in Cloppenburg im Vertrieb tätig ist. Seither steht er in der Oyther Startelf, beim 2:3 gegen Frisia Wilhelmshaven traf er zum Endstand, ehe seine Tore wieder Zählbares brachten.

Feldhus setzt seine 1,98 Meter im Strafraum ein

Und warum läuft's jetzt wie am Schnürchen? „Wir spielen strukturierter nach vorne, und auch die Flanken kommen jetzt in den Strafraum“, sagt Feldhus. In der Tat: Der 1,98 m große Mittelstürmer ist inzwischen viel besser eingebunden in das Angriffsspiel der Oyther – als Anspielstation in der gegnerischen Hälfte und dann als Zielspieler im Strafraum. „Ich bin halt kein Stürmer, der sich den Ball an der Mittellinie oder auf dem Flügel abholt und dann mal locker vier Gegenspieler ausspielt. In der Box fühle ich mich am wohlsten“, so Feldhus. In der Box, im Strafraum, traf der gebürtige Wardenburger zuletzt gegen GW Firrel zweimal; erst wuchtig per Kopf zum 1:1, dann technisch versiert nach dem Umkurven des Torwarts zum 2:1.

Feldhus, der in der B- und A-Jugend für den VfL Oldenburg spielte und über die Stationen Munderloh, Ahlhorn, Wildeshausen (2x) und SV Ramlingen (anderthalb Jahre während des Studiums) nach Oythe kam, musste sich in dieser Saison (und auch zuletzt noch) einiges an Gemecker einiger VfL-Zuschauer anhören. „Klar hab' ich die Kritik vernommen, aber das ist ja nicht neu für mich. Ich versuche, auf Durchzug zu stellen. Mit meinen zwei Metern bin ich nun mal nicht der Schnellste, nicht der Beweglichste“, sagt er und ergänzt: „Ich gebe mein Bestes.“ Ein Satz, den Roth sofort unterschreibt: „Lennart arbeitet sehr viel für die Mannschaft. Und jetzt wird er dafür belohnt.“

Mit Blick auf den Endspurt in der Abstiegsrunde sagt Feldhus: „Nach zwei Spielen hatten wir ja kaum noch Chancen, alle haben uns abgeschrieben. Aber wir sind dran geblieben, und jetzt wollen wir es auch zu Ende bringen. Sechs Punkte sind das Ziel.“

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Oythes Lennart Feldhus: Und plötzlich läuft's wie am Schnürchen - OM online