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Oyther Kaltstart gegen Lohnes „brutale Qualität“

Jubiläumspartie am Mittwochabend um 19.00 Uhr an der Hasenweide: Die VfL-Fußballer freuen sich gut drei Wochen nach dem letzten Punktspiel auf den enteilten Nachbarn.

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Mittwoch gegen Lohne: Oythes Stürmer Lennart Feldhus (rechts). Foto: Schikora

Mittwoch gegen Lohne: Oythes Stürmer Lennart Feldhus (rechts). Foto: Schikora

Es ist eigentlich wie beim 75. Geburtstag von Oma oder Opa: Zum Jubiläum kommt die lokale Prominenz. Die Fußballer des VfL Oythe, die in diesen Tagen zusammen mit den anderen Abteilungen des Klubs das 75-jährige Bestehen des Vereins feiern, bekommen am Mittwoch Besuch vom ambitionierten Primus der VEC-Fußballszene. Regionalliga-Aufsteiger BW Lohne macht auf seiner „Road to DFB-Pokal“ Station beim Jubilar. Der sportliche Höhepunkt der neuntägigen Jubiläumsprozedur wird um 19.00 Uhr im Stadion an der Hasenweide angepfiffen.

„Wir freuen uns alle auf ein schönes Spiel, auf einen schönen Abend“, sagt Oythes Trainer Daniel Roth. Im November 2019 standen sich beide Teams letztmals im Landesliga-Alltag gegenüber (3:0 für Lohne), inzwischen ist BWL enteilt. „Lohne hat eine brutale Qualität im Kader“, erklärt Roth: „Ich hoffe, dass wir uns am Mittwoch halbwegs gut verkaufen können.“

Der Lohner Qualität begegnet Oythe mit einem Kaltstart. Der Landesliga-Dauerbrenner, der in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt zittern musste und erst am 12. Juni das Ticket für seine 18. Spielzeit im Weser-Ems-Oberhaus buchte, startet nach der kräftezehrenden Abstiegsrunde erst am kommenden Dienstag mit der Vorbereitung auf die neue Serie. „Wir haben diese kleine Pause gebraucht“, sagt Roth und ergänzt mit Blick auf das Lohne-Match: „Unser letztes Spiel ist erst gut drei Wochen her. Da ist ja nicht alles weg. Und es ist ja auch nicht so, dass wir drei Wochen auf Malle waren.“

Roth hatte seinen Spielern nahegelegt, den einen oder anderen Lauf zu absolvieren – alles in Eigenregie und ohne Zwang oder Kontrolle („Die Jungs sind alt genug“). Eine gewisse Leidensfähigkeit beim Spiel gegen den Ball werde am Mittwoch nötig sein, so Roth: „Wir wollen kompakt stehen, aber im Spiel nach vorne auch mutig sein.“ Markus Kohls, Nico Emich, Janek Jacobs (alle verletzt) und Felix Schneppe (Urlaub) fehlen beim Jubi-Spiel, Roth hat dennoch 22 Akteure zur Verfügung.

Für BW Lohne ist der Auftritt in Oythe der vierte Probelauf nach den Testspielen bei PSV Eindhoven (0:6), beim TuS Bersenbrück (4:0) und gegen den FC Schalke 04 (0:7). Das Kräftemessen mit dem Ex-Weggefährten ist zugleich die erste Etappe eines eng getakteten Testspiel-Dreierpacks mit den weiteren Stationen Heerenveen (Freitag) und Spelle-Venhaus (Sonntag).

Lohnes Trainer Henning Rießelmann hat „nicht alle Mann an Bord“, wie er betonte. Der Coach beklagte „zwei, drei weitere Ausfälle“ und schickte das Stichwort Corona hinterher. Seinen ursprünglichen Plan für eine möglichst sinnvolle Spielzeitverteilung in den drei Tests binnen fünf Tagen hat er zur Seite gelegt. „Wir müssen da jetzt reagieren“, sagte Rießelmann. Er sei „noch relativ entspannt“, man werde „fleißig rotieren“.

Rießelmann kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Erfreulich: Die zuletzt verletzten Phil Sarrasch und Max Falldorf nähern sich einem Comeback, und Thorsten Tönnies steigt wieder ins Training ein. „Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, so Rießelmann mit Blick auf den BWL-Motor. Lohne fahre „mit Lust nach Oythe“, die Teilnahme am Jubiläumsspiel sei „selbstverständlich“. Man freue sich auf die „altehrwürdige Hasenweide“ und eine „gute Atmosphäre“, so Rießelmann, der in der Saison 2005/06 selbst für Oythe in der Landesliga gespielt hat (22 Spiele, fünf Tore, fünf Torvorlagen).

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