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Oythe spürt erhöhten Erfolgsdruck

Die Landesliga-Fußballer wollen gegen VfR Voxtrup ihre Durststrecke beenden. Der SV Holdorf strebt gegen GW Firrel den nächsten Erfolg an.

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Alarm im Oyther Strafraum: Eine Szene vom Spiel gegen BW Hollage. Foto: Schikora

Alarm im Oyther Strafraum: Eine Szene vom Spiel gegen BW Hollage. Foto: Schikora

VfL Oythe - VfR Voxtrup. Drei Niederlagen in Serie, dazu ein Spielausfall – die Fußballer des VfL Oythe haben in der Landesliga schon lange nicht mehr gepunktet. In der Tabelle ging's aber nicht bergab, das Team von Coach Daniel Roth ist irgendwie auf Platz 13 festgetackert. Zugegeben, der SV Holdorf, Bad Rothenfelde und BW Hollage haben zu Oythe aufgeschlossen bzw. den Rückstand verkürzt, aber keiner ist in den letzten vier Wochen vorbeigezogen. Und der Rückstand auf Frisia Wilhelmshaven und VfR Voxtrup ist auch gleich geblieben, nur GW Firrel konnte ein wenig enteilen. „Es hätte uns schlechter treffen können“, gibt Roth zu.

Klar ist allerdings auch: Nach den schweren Wochen gegen die Top-4-Teams steigt wieder der Erfolgsdruck. „Wir müssen am Sonntag drei Punkte holen, sonst ist der Gegner zu weit weg“, sagt Roth vor dem letzten Heimspiel des Jahres (14.00 Uhr). Der Gegner – das ist der VfR Voxtrup, dessen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Oythe die Roth-Crew gerne auf vier Zähler reduzieren würde.

Das Hinspiel in Voxtrup endete mit einem 1:1. Damals war man im Oyther Lager mit dem Remis durchaus einverstanden, zumal die Rahmenbedingungen am Stoppelmarkt-Sonntag alles andere als optimal waren. Dreieinhalb Monate später sind die Voraussetzungen auch nicht gerade günstig, aber ein Sieg muss trotzdem her. Roth: „Wir müssen noch zweimal auf die Zähne beißen und alles reinhauen, was wir haben. Anders geht's ja nicht.“

Janek Jacobs fällt am Sonntag mit einem lädierten Syndesmoseband aus, er dürfte auch das Jahresfinale in Melle am 4. Dezember verpassen. Markus Lübberding und Sebastian von Merveldt sind nach wie vor im Urlaub, Justus Stärk muss derweil nach dem Ausfall der Holthausen-Partie den letzten Teil seiner Rot-Sperre gegen Voxtrup absitzen. Jacob Büssing ist zudem angeschlagen.

Aber es gibt auch ein paar gute Nachrichten aus dem VfL-Lager: Torwart Kai Winkler ist wieder fit. Gleiches gilt für Felix Schneppe, für den der jüngste Spielausfall auch günstig kam. Nils Heseding, der zuletzt studienbedingt fehlte, ist wieder im Kader und damit eine Option für Markus Lübberdings Platz in der Innenverteidigung. Markus Kohls, der vor zwei Wochen in Wilhelmshaven ein 13-Minuten-Comeback nach langer Verletzungspause feierte, kommt inzwischen auch für einen längeren Einsatz in Frage. „Er tut unserem Spiel gut“, sagt Roth.

SV Holdorf - GW Firrel. Der Besuch der Fußballer vom SV Holdorf in der Soccerhalle vor dem Landesliga-Spiel bei Frisia Wilhelmshaven hat Früchte getragen: An der Nordseeküste hat der Aufsteiger einen klaren 4:1-Erfolg gefeiert und somit die Negativserie von acht Spielen ohne Sieg, darunter fünf Niederlagen am Stück, beendet. Gibt es vor dem Heimspiel am Sonntag gegen GW Firrel (14.00 Uhr) eine Wiederholung des Spaßevents? „Diese Woche nicht“, verneint Trainer Jan Kreymborg mit einem Lachen. Trotzdem soll es wieder was zu feiern geben.

„Die Truppe war heiß“, sagt Kreymborg über die letzte Leistung. Vor allem ein Aspekt des letzten Spiels hat dem HSV-Coach positiv zugesagt. „Wir haben mehr miteinander gesprochen. Die Spieler haben sich verbal unterstützt“, freut sich Kreymborg. Die Kommunikation untereinander sei ein Fakt, der laut dem Trainer manchmal unterbewertet wird. „Gegen Frisia war direkt zu Beginn ein Flow drinnen, wir waren besser in der Entscheidungsfindung“, fügt Kreymborg hinzu. Die Spieler haben laut dem Coach das Hoch aus dem Spiel in die aktuelle Trainingswoche mitgenommen: „Da haben alle gut mitgezogen.“ Gegen Firrel soll diese Einstellung nicht abreißen.

Die Gäste – derzeit mit acht Punkten vor dem HSV auf Tabellenplatz zehn stehend – reisen mit breiter Brust nach Holdorf. Die letzten drei Spiele konnte Firrel allesamt für sich entscheiden. „Sie sind körperlich extrem stark und haben gute Einzelspieler“, warnt Kreymborg. Mit Steef Borgman besitzt Firrel einen der besten Torschützen in der Liga (11 Tore). Der Stürmer besiegelte im Hinspiel mit seinem Tor zum 0:3 die Niederlage der Holdorfer.

Kreymborg, dem der etwas überhebliche Ton der Firreler im Hinspiel missfiel, möchte jetzt den Spieß umdrehen. „Wir hoffen, dass wir das positive Gefühl aus dem letzten Spiel mitnehmen können“, sagt der Trainer. Gegen Firrel und im nächsten Spiel gegen Hansa Friesoythe (4. Dezember) will Kreymborg mindestens „einen bis drei Punkte holen“, um mit einem Hoch in die Winterpause zu gehen.

SV Bad Rothenfelde - Falke Steinfeld. Der Dämpfer tat weh, das kann man nicht anders sagen. „Wenn du gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf mit 2:0 führst und am Ende nur 2:2 spielst, dann fühlt sich das natürlich schlecht an“, sagt Stefan Ehrenborg, Fußball-Obmann beim Landesliga-Schlusslicht Falke Steinfeld, mit etwas Abstand zum jüngsten Remis gegen BW Hollage. Die zwei Punkte, die Falke liegen ließ, bekommt der Tabellenletzte nicht wieder, das ist klar. Aber: Steinfeld bekommt eine neue Chance auf drei Zähler. Am Sonntag um 14.00 Uhr gastiert die Mannschaft von Coach Artur Zimmermann beim Kellerrivalen SV Bad Rothenfelde. Es ist das vorletzte Spiel des Jahres, eine Woche später folgt das Heimfinale gegen den FC Schüttorf.

Zu zweit zum Kopfball: Falkes Claas Langhorst (re.) und Nils Meyer (2.v.r.) in Aktion. Foto: WenzelZu zweit zum Kopfball: Falkes Claas Langhorst (re.) und Nils Meyer (2.v.r.) in Aktion. Foto: Wenzel

„Vier Punkte aus den beiden Partien wären natürlich super“, erklärt Ehrenborg und ergänzt: „Wenn's klappt, wären wir wieder halbwegs im Rennen.“ Auf Bad Rothenfelde, das auch nur zwei seiner 18 Spiele gewonnen hat, haben die Falken gerade fünf Punkte Rückstand. Kontakt zur Konkurrenz halten, das ist seit Wochen Steinfelds Motto. „Die Truppe lebt, und die Hoffnung lebt auch“, versichert Ehrenborg und verweist auf die Fakten. Von den letzten sieben Partien verlor Falke nur zwei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass vier Remis dabei waren. „Die Ergebnisse sind besser geworden, aber es fehlen die Siege“, gibt auch Zimmermann zu. Auf der anderen Seite hatte der 1:1-Dreierpack gegen Melle, Mühlen und Fries-oythe auch Positives. „Das sind kleine Erfolgserlebnisse, die dabei helfen, die Motivation hochzuhalten“, so Ehrenborg. Zimmermann betont: „Wir können der Truppe nichts vorwerfen.“

Bad Rothenfelde ist seit zehn Spielen sieglos, den letzten Erfolg gab's Mitte September beim 5:4 gegen Holdorf. Logisch, dass Zimmermann nun sagt: „Wir rechnen uns etwas aus.“ Fehlen werden allerdings die verletzten Oleksii Mazur, Sebastian Deike, Johannes Kuhlmann (alle Knie) und Omar Ceesay (Fuß).

FC Schüttorf - GW Mühlen: Die letzten zwei Heimsiege gegen den VfL Wildeshausen (3:0) und SV Bad Rothenfelde (1:0) haben Ruhe bei den Landesliga-Fußballern von GW Mühlen reingebracht. „Wir haben reifer, erwachsener gespielt als zuletzt“, sagt Trainer Andreas Hinrichs und betont: „Das war wichtig, dass wir da die Punkte geholt haben, dadurch konnten wir uns absetzen.“ Denn zum Abschluss des Kalenderjahres haben die Mühlener noch zwei harte Brocken zu bewältigen: Am Sonntag geht es zum Tabellenvierten FC Schüttorf (14.00 Uhr), eine Woche später empfängt GWM den Dritten SV Meppen II im Münsterland-Stadion.

„Das sind schwere Spiele“, ist sich Hinrichs bewusst: „Die beiden zählen zu den stärksten Mannschaften der Liga.“ Anders als in den Partien zuvor sieht der Trainer sein Team diesmal in der Außenseiterrolle. Gegen Schüttorf erwartet Hinrichs „ein völlig anderes Spiel“. Die zahlreichen guten Einzelspieler nannte der Coach als Schüttorfs größte Stärke, allen voran Angreifer Helge Pollmann, der wie Mühlens Benjamin Willenbrink bereits elf Saisontore erzielte. „Ein Ausnahmespieler“, sagt Hinrichs mit warnendem Ton.

Mühlen war gegen die zuletzt tief stehenden Gegner dazu gezwungen, das Spiel zu machen. „Diesmal erwartet uns ein offener Schlagabtausch“, prognostiziert Hinrichs. Den gab es bereits im Hinspiel: Beim 2:1-Sieg der Mühlener gab es pro Team einen Platzverweis – und ein Last-Minute-Tor von Nico Files. „Wir benötigen eine gute, disziplinierte Leistung“, so Hinrichs, der für das Spiel auf Philipp Selke (verhindert) verzichten muss.

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