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Oythe in Berlin zwar ohne Sieg, aber mit Courage

Die Volleyballdamen verlieren 1:3 beim BBSC und 2:3 beim VCO.

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Attacke! Franka Poniewaz (Nr. 9) beim Angriff gegen den BBSC-Block. Foto: Hylinski 

Attacke! Franka Poniewaz (Nr. 9) beim Angriff gegen den BBSC-Block. Foto: Hylinski 

Rund zweieinhalb Monate nach dem letzten Punktspiel ist der VfL Oythe auf die Bühne der 2. Volleyball-Bundesliga-Nord der Damen zurückgekehrt. Zum Auftakt 2021 gab es am Samstagabend eine 1:3 (26:24, 14:25, 16:25, 13:25)-Niederlage beim BBSC Berlin; am Sonntag schloss sich ein 2:3 (26:28, 25:23, 30:28, 15:25, 6:15) beim VCO Berlin an. Am kommenden Wochenende steht ein weiterer Doppelpack ohne Zuschauer gegen den Eimsbütteler TV und BW Dingden bevor. Noch ist offen, wo die Spiele stattfinden. Ob die Antonianumhalle zur Verfügung steht, ist noch zu klären. Unterdessen hat Oythe in Sachen Saisonwertung aufgrund der von der Volleyball Bundesliga (VBL) angekündigten Anwendung der Corona-Härtefallregelung in Sachen Abstieg nichts zu befürchten.

Oythes Coach Ali Hobst zeigte sich angesichts der Umstände mit der coronabedingt langen Spiel- und Trainingspause durchaus zufrieden: „Im Großen und Ganzen passt es. Der Sonntag hat aber insgesamt mehr Spaß gemacht.“ Beide Gegner hätten eben den großen Vorteil gehabt, jeweils durchgängig aktiv gewesen zu sein.

Auf der Anreise hatte es einen unerwünschten Stopp gegeben: Ein brennender Lkw am Autobahnkreuz Schöneberg bei Berlin sorgte für große Verkehrsprobleme. Oythe traf verspätet ein. Man einigte sich mit dem BBSC auf 18.15 Uhr als Startzeit. Trotz dieser Turbulenzen war die Mannschaft dann sehr gut im Spiel. „Wir hatten einen guten Einstieg, emotional war das sogar sehr gut“, sagte Ali Hobst. Der erste Satz ging mit 26:24 an die Gäste. Gute Aufschläge und Angriffsdruck sorgten für die Führung. Doch anschließend zeigte das routinierte BBSC-Team den Oytherinnen die Grenzen auf. Im Feldzuspiel hätten sich die Berlinerinnen klare Vorteile verschafft, erklärte Ali Hobst, vor allem auch bei den zweiten Kontakten. „Außerdem hat der BBSC besser verteidigt“, sagte der VfL-Trainer, der nach drei klaren Verlustsätzen mit einem Rückstand von durchschnittlich zehn Punkten die Niederlage akzeptieren musste.

Albers verletzt sich vor dem Spiel 

Beim Warmmachen vor dem zweiten Spiel am Sonntag in der Halle des VCO Berlin verletzte sich dann VfL-Kapitänin Sina Albers am Rücken, so dass eine Umstellung notwendig wurde. Carina Mählmann, die Sina Albers schon gegen den BBSC phasenweise ersetzt hatte, begann für die Mannschaftsführerin; zudem wurde Emma Moorkamp für Johanna Fragge auf der Liberaposition aufgeboten. Dagegen blieb Christine Aulenbrock ganz draußen. Sie hatte bei der German Beach Trophy in Düsseldorf noch am Samstag beim Finaltag gemeinsam mit Sandra Ferger gespielt und war anschließend erst zum zweiten Spiel nach Berlin angereist.

Jubel zwischendurch: Das Oyther Team beim BBSC nach einer gelungenen Aktion. Foto: HylinskiJubel zwischendurch: Das Oyther Team beim BBSC nach einer gelungenen Aktion. Foto: Hylinski

Oythe führte im ersten Durchgang mit 2:1 und 5:4, musste aber ansonsten meistens dem VCO nachsetzen. Bei 24:22 hatten die Berlinerinnen zwei Satzbälle, die beide abgewehrt wurden. Bei 25:24 gab es den dritten Satzball, dann hatte der VfL bei 26:25 selbst die Chance zum 1:0. Doch auch der VCO wehrte ab und machte anschließend via 28:26 die 1:0-Führung klar. Anschließend führte das Nachwuchsteam mit 5:3, 8:5, 14:10 und 17:13, ehe Oythe kam und sich am Ende mit 25:23 durchsetzte. Satz drei war ähnlich eng. Nach drei abgewehrten VCO-Satzbällen und einem 27:28-Rückstand verwandelte der VfL seinen dritten Satzball zum 30:28. Auf der vierten Etappe setzten sich die Führungswechsel fort. Aber dann zog der VCO davon. Über 12:9 und 19:14 ging es zum klaren 25:15. Also musste der Tiebreak her. Und der wurde ebenso zu einer deutlichen Angelegenheit für Berlin: 3:4 – und dann 15:6.

Ali Hobst resümierte: „Am Ende haben wir abgebaut.“ Aber sicher habe seinen Spielerinnen auch das Samstagsspiel in den Knochen gesteckt.

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