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Oythe gegen Steinfeld: Ein Derby mit doppeltem Druck

Das dritte VEC-interne Spiel in der Fußball-Landesliga ist ein Kellerduell. Bei beiden Teams ist der Druck zuletzt gestiegen.

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Rein ins Kopfball-Duell: Oythes Sebastian von Merveldt (rechts) am vergangenen Sonntag im Derby in Mühlen. Foto: Wenzel

Rein ins Kopfball-Duell: Oythes Sebastian von Merveldt (rechts) am vergangenen Sonntag im Derby in Mühlen. Foto: Wenzel

Ein gewisser Druck ist da, das ist nicht von der Hand zu weisen. Und die Hauptdarsteller wissen ganz genau, was die Stunde geschlagen hat. „Ein Sieg ist Pflicht, das ist uns allen klar“, sagt Sebastian von Merveldt, Kapitän des Fußball-Landesligisten VfL Oythe, vor dem Kellerduell am Sonntag gegen Falke Steinfeld. Artur Zimmermann, Coach der Falken, sieht's ähnlich: „Wir müssen punkten, das ist ja kein Geheimnis.“ Es ist also reichlich Druck auf dem Kessel, wenn um 15.00 Uhr das dritte VEC-Derby der laufenden Landesliga-Saison an der Hasenweide angepfiffen wird.

Nach Dinklages Sieg unter der Woche gegen Meppen II bilden Oythe und Steinfeld das Schlusslicht der Liga. Beide Teams sind noch sieglos, in fünf Partien gab's nur zwei Remis. „Wir müssen es jetzt endlich mal schaffen, dass wir unseren Aufwand, den wir betreiben, in drei Punkte umwandeln“, sagt von Merveldt und spielt damit auf die jüngsten Niederlagen gegen Bevern (3:5) und Mühlen (2:3) an. Oythe war in beiden Spielen lange auf Augenhöhe, phasenweise sogar besser, am Ende jubelten aber die anderen. Das nervt gewaltig, drückt allerdings noch nicht auf die Stimmung. „Die ist nach wie vor echt gut“, versichert von Merveldt: „Wir wussten ja, dass die ersten vier, fünf Spiele sauschwer sein werden.“ Oythe hat aus den Erfahrungen der Abstiegsrunde 21/22 gelernt: Positiv bleiben ist der Schlüssel für eine Wende zum Guten.

Sebastian von Merveldt, seit 2012 eine Stammkraft im VfL-I-Aufgebot und aktuell in Abwesenheit des verletzten Stephan Stukenborg auch Kapitän des Teams, sagt mit Blick auf sein 217. Liga-Spiel für Oythe I: „Gegen Steinfeld müssen wir etwas mehr offensiven Druck erzeugen, ohne dabei die Ordnung zu verlieren. Ich hoffe, dass uns das gelingt.“ Angesprochen auf die Personalsituation, sagt der 29-jährige Defensiv-Allrounder: „Zum Glück gibt's keine neuen Verletzten, das ist schon mal ein Fortschritt.“ Erfreulich für die Oyther: Neuzugang Jakob Kühn ist wieder voll im Training, und auch Nico Emich konnte das Pensum deutlich steigern.

Zimmermann denkt besonders an die jungen Spieler

Falke Steinfeld, nach zwei Unentschieden zum Start zuletzt dreimal unterlegen (1:7, 0:4, 0:3), sehnt einen Erfolg ebenfalls herbei. „Das wäre so wichtig. Gerade die jungen Leute brauchen dieses Gefühl, dass etwas geht“, erklärt Coach Zimmermann. Er sieht Oythe „ein bisschen mehr unter Druck, weil sie zu Hause spielen“, ergänzt mit Blick auf seine Mannschaft aber auch: „Irgendwann müssen wir mal gewinnen.“ An den Problemen in der anfälligen Defensive (schon 15 Gegentore) und in der harmlosen Offensive (erst zwei Treffer) werde intensiv gearbeitet. Die Überzeugung, es besser zu können, ist da. „Das ist auch ganz wichtig“, so Zimmermann.

Verzichten muss er am Sonntag auf Offensivspieler Julian Rudi (Zerrung) und Torwart Lars Goebel (Hochzeit des Bruders). Ob Michael Michaelis (Grippe) und Neuzugang Omar Ceesay (Leiste) im Derby mitwirken können, ist dagegen noch offen.

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