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Oythe gegen Leverkusen - ein bisschen wie Bielefeld gegen Bayern

Der heimische Volleyball-Zweitligist empfängt am Samstag den amtierenden Meister. VfL-Trainer Zoran Nikolic setzt klare Prioritäten. Er wünscht sich vor allem eine besondere Stärke.

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Ansage von der Linie: VfL-Trainer Zoran Nikolic und Zuspielerin Paulina Brys im Spiel gegen Emlichheim. Foto: Schikora

Ansage von der Linie: VfL-Trainer Zoran Nikolic und Zuspielerin Paulina Brys im Spiel gegen Emlichheim. Foto: Schikora

Zoran Nikolic lässt keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft am Samstag alles geben soll. Wenn die Volleyballdamen vom VfL Oythe gegen den amtierenden Zweitliga-Meister Bayer Leverkusen antreten (17.00 Uhr, Halle Antonianum), sieht er sie allerdings in einer eindeutigen Außenseiterrolle. „Klar ist: Wir müssen andere Spiele gewinnen. Oythe gegen Leverkusen, das ist ein bisschen wie Bielefeld gegen Bayern im Fußball“, vergleicht der VfL-Coach die Ausgangslage vor dem vierten Saisonauftritt für beide Mannschaften.

Deshalb wünscht sich Zoran Nikolic auch eher, dass seine Schützlinge in den beiden noch folgenden Partien des Monats gegen Stralsund (16. Oktober) und in Bonn (30. Oktober) Siege feiern, ohne dabei einen Außenseitererfolg gegen das Werksteam komplett auszuschließen.

Zoran Nikolic wertet die Daten der absolvierten Spiele immer akribisch aus. Einen Schlüssel zum Erfolg auch gegen Leverkusen, das weiter von Tigin Yaglioglu gecoacht wird, liegt für den VfL-Trainer im Aufschlag. Grundsätzlich serviere seine Mannschaft schon sehr gut. Nikolic versucht aber, im Training noch mehr herauszuholen. „Ohne volles Risiko haben wir keine Chance“, schaut er auf die Qualitäten des Gegners, und er weiß auch: „Service mit Risiko ist wie Roulette – da gibt es nur Rot oder Schwarz.“

Eine Steigerung in diesem Bereich kann der VfL-Trainer, der seit August im Amt ist, auch mit Zahlen unterstreichen. Im ersten Spiel gegen den BBSC Berlin (0:3) gab es nur fünf direkte Punkte mit dem Service, beim 1:3 in Borken waren es schon acht. Beim 3:2-Sieg vor zwei Wochen gegen den SCU Emlichheim gelangen schon 16 Punkte bei zehn Aufschlagfehlern, was Nikolic als sehr gute Quote bezeichnet.

Erkältungen stören Oyther Trainingsrhythmus

Nur wenn man Leverkusen mit guten Aufschlägen unter Druck setzen könne, dürfe man sich etwas ausrechnen. Kommt das Bayer-Team um Kapitänin Laurine Vinkesteijn aus den Niederlanden erst mal zu einem geregelten Aufbau- und Angriffsspiel, wird es schwierig.
Leverkusen hat in der vergangenen Saison 24 von 25 Spielen gewonnen, in der aktuellen Serie drei von drei. Das letzte Direktduell gab es am 28. November 2020 in Leverkusen, es endete 3:0 (25:18, 25:11, 25:19). Das Rückspiel fand wegen des vorzeitigen Oyther Corona-Saisonausstiegs nicht mehr statt.

In den beiden vergangenen Wochen seit dem Emlichheim-Spiel hatte der VfL immer wieder mit erkältungsbedingten Einschränkungen bei einigen Spielerinnen zu kämpfen. „Es war keine optimale Vorbereitung“, sagt Zoran Nikolic, der aber keine Entschuldigung sucht. „Ich gehe davon aus, dass alle Spielerinnen am Samstag im Kader sind – und dass sie alles geben.“ Ausnahme ist Mittelblockerin Sandra Hövels, die noch wegen einer Bänderverletzung pausiert. Nach dem einmaligen Comeback von Christine Aulenbrock gegen Emlichheim muss der VfL gegen Leverkusen wieder selbst die Mitte stärken. Das ist neben dem Aufschlag eine zweite große Herausforderung.

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