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Oythe gegen Dinklage: Es geht auch um weiße Westen

Die Keeper Lukas Katarius und Jan Rohe sprechen vor dem Landesliga-Derby über ihre Bilanz. Beim TVD ist der Aufwind deutlich zu spüren.

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Augen zu und durch: Die Dinklager Elias Vodde (links) und Steffen Espelage (rechts) im Derby-Hinspiel gegen den Oyther Markus Lübberding. Foto: Wenzel

Augen zu und durch: Die Dinklager Elias Vodde (links) und Steffen Espelage (rechts) im Derby-Hinspiel gegen den Oyther Markus Lübberding. Foto: Wenzel

Zweimal weiße Weste gegen dreimal weiße Weste: So könnte man das Torhüterduell zwischen Lukas Katarius und Jan Rohe beschreiben, das am Sonntag um 15.00 Uhr in Oythe vonstatten geht. Bei diesem für Fußball-Keeper wichtigen Wert trennt beide nicht viel – und doch leben sie aktuell in unterschiedlichen Gefühlswelten: Katarius ist mit dem VfL Vorletzter, während Rohe mit dem TVD durch drei Siege in Folge in der Landesliga-Süd-Staffel auf Rang drei vorgerückt ist.

Der VfL Oythe ist zwar seit vier Spielen ungeschlagen, aber auch seit vier Spielen ohne Sieg. Das jüngste Remis beim FC Schüttorf (0:0) war das sechste in dieser Saison – und das zweite Spiel ohne Gegentor für Lukas Katarius nach dem 0:0 im Hinspiel. Der 22-jährige Schlussmann sagt zur Oyther Lage: „Es ist ein bisschen zwiegespalten. Auf der einen Seite sind wir froh, dass wir so lange nicht verloren haben. Auf der anderen Seite wollen wir unsere Spiele natürlich gewinnen.“

Vor der Saison war die Aufstiegsrunde als Ziel auserkoren worden. Katarius stellt angesichts von acht Punkten Rückstand zu Platz vier fest: „Wir laufen unseren eigenen Ansprüchen hinterher.“ Ein Grund dafür sei neben dem fehlenden Abschlussglück in Schüttorf die Tatsache, dass Oythe davor zu viele Gegentore kassiert habe – die drittmeisten in der Liga (24).

Bremerhavener im Oyther Tor: Lukas Katarius (22). Foto: SchikoraBremerhavener im Oyther Tor: Lukas Katarius (22). Foto: Schikora

„Die Defensivleistung aus dem Spiel gegen Schüttorf müssen wir jetzt bestätigen“, sagt Lukas Katarius, der in dieser Saison als einziger VfLer noch keine Minute verpasst hat. Seit Sommer 2020 spielt der Bremerhavener für Oythe – er studiert in Vechta Germanistik und Sport auf Lehramt. Vorher war er für den Bremerhavener Fünftligisten Leher TS aktiv. Bei den verletzungsgeplagten Oythern steht Niklas Ellmann wieder fest im Kader, da er sein Studium an der Uni Aachen jetzt vermehrt online betreibt. Er stand zuletzt beim Spiel in Schüttorf schon in der Startelf.

Katarius' Torwart-Kollege Jan Rohe blickt verständlicherweise anders auf die bisherige Saison. Der 20-Jährige, der beim ersten Zu-null-Spiel nicht im TVD-Tor stand, sagt: „Die Stimmung ist richtig gut.“ Kein Wunder, zuletzt gab es zwei klare Siege in Lohne (3:0) und gegen Mühlen (4:0). Den Derbysieg hat Jan Rohe besonders genossen. „Das war ein richtig geiles Gefühl. Da hat man schon in der Halbzeit jedem in der Kabine angemerkt: Das lassen wir uns jetzt nicht mehr nehmen.“

Die Zu-null-Serie könnte auch schon bei drei Spielen stehen, hält der Keeper fest – beim 2:1 gegen Bad Rothenfelde hatte er erst in der Nachspielzeit hinter sich greifen müssen. Aber auch so ist zu bemerken, dass der TVD nun stabiler steht. Man habe etwas im Anlaufverhalten verändert und dadurch nun mehr Zugriff, erklärt der Torhüter.

Aufstiegsrunde im Blick: TVD-Torhüter Jan Rohe (20). Foto: BockhorstAufstiegsrunde im Blick: TVD-Torhüter Jan Rohe (20). Foto: Bockhorst

Nun gibt es für ihn die Chance, zum insgesamt vierten Mal ohne Gegentor zu bleiben. In erster Linie hat Jan Rohe, der am 1. November ein FSJ beim Kardinal-von-Galen-Haus beginnt, aber das Erreichen der Aufstiegsrunde im Blick. Das würde dem jungen Team guttun, glaubt er.

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