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Oythe freut sich über den ersten „richtigen“ Sieg

Die VfL-Volleyballdamen ließen mit dem 3:1 die Stralsunder Wildcats in der Tabelle hinter sich. Trainer Zoran Nikolic half seiner Mannschaft mit einem einfachen Appell auf die Sprünge.

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Jubel im Oyther Lager: Von links Marian Mischo, Emma Moorkamp, Franka Poniewaz, Sina Albers, Luisa Fabek (verdeckt) und Paulina Brys gegen Stralsund. Foto: Schikora

Jubel im Oyther Lager: Von links Marian Mischo, Emma Moorkamp, Franka Poniewaz, Sina Albers, Luisa Fabek (verdeckt) und Paulina Brys gegen Stralsund. Foto: Schikora

Kontinuierliche Steigerungen – das ist das Zauberwort beim VfL Oythe seit Beginn der Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Damen. Im fünften Spiel gegen die Stralsunder Wildcats konnten sich die 150 Zuschauer in der Vechtaer Antonianumhalle davon ein Bild machen – und sie sparten nicht mit Beifall: Oythe gewann gegen den „Corona-Meister“ der Saison 2019/20 und Vorjahressechsten mit 3:1 (25:22, 18:25, 25:14, 25:21) und überholte den Gast damit in der Tabelle. Es war der erste „Dreier“ für den VfL, der zuvor für den bis dato einzigen Sieg gegen den SCU Emlichheim (3:2 im Tiebreak) zwei Zähler bekommen hatte.

Oythes Team und Trainer Zoran Nikolic feierten am Ende der 107 Spielminuten ausgelassen auf dem Feld. Der Coach resümierte anschließend: „Wenn die nötige Konstanz und das Selbstvertrauen fehlen, haben wir Probleme – wenn sie da sind, können wir jeden Gegner schlagen.“ Nikolic sagte, seine Spielerinnen seien anfangs aufgetreten „wie Angsthasen. Ich habe der Mannschaft nach dem zweiten Satz gesagt: ‚Bitte spielt Volleyball – mit dem Kopf!‘“ Nikolic, der am Ende jeden gewonnenen Punkt enthusiastisch mitfeierte, merkte an: „Das war heute ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, heute haben wir auch mehr Druck mit dem Service gemacht.“

Sina Albers und Franka Poniewaz im Blickpunkt

Vor der Partie hatte Zoran Nikolic seine Damen in diesem Punkt noch mal in die Pflicht genommen und eine höhere Risikobereitschaft gefordert. Die Umsetzung dauerte ein bisschen, aber nach dem 1:1 und dem folgenden 5:9-Rückstand im dritten Durchgang arbeitete sein Team konzentriert an der Wende. Der Richtungswechsel stellte sich mit einer Aufschlagserie von Sina Albers zum 14:9 ein. Die frühere VfL-Kapitänin kam von der Bank und zählte dann zu den Stabilisatoren im Team. Auch der Coach lobte sie für ihren couragierten Auftritt, der Sicherheit gab.

Auffälligste Akteurin im Angriff war Franka Poniewaz; die Oyther Mannschaftsführerin kam auf über 20 direkte Punktgewinne. Die 24-Jährige wurde immer wieder von Zuspielerin Paulina Brys gesucht; letztlich war aber auch das variabler gewordene Spiel im dritten und vierten Satz mitverantwortlich für den Sieg. Auch Marian Mischo punktete gegen die sukzessive abbauende Stralsunder Abwehr sehr effektiv.

Die Gäste, die nach dem Trainerwechsel vom „ewigen“ Andre Thiel auf Robert Hinz noch ihren Rhythmus suchen und zudem Verletzungssorgen haben, spielten immer wieder ihren Fixpunkt Anne Krohn (37) an. Aber auf Dauer reichte das gegen den Oyther Block nicht.

Der VfL tritt am übernächsten Samstag bei Schlusslicht Fortuna Bonn an. Bis dahin, so Zoran Nikolic, soll auch Mitte-Spielerin Sandra Hövels wieder fit sein. Volleyball-Obmann Matthias Schumacher kündigte zudem einen bevorstehenden Neuzugang aus Übersee an. Oythe arbeitet also weiter an einer kontinuierlichen Steigerung.

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