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Oythe feiert Heimsieg-Premiere gegen Köln

Die Volleyballerinnen gewinnen in der 2. Bundesliga-Nord verdient mit 3:0 gegen DSHS Köln. Besonders eine Spielerin setzte ein starkes Zeichen.

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Überragend: Franka Poniewaz (links) holte mit ihren kräftigen Angriffsschlägen mehrere Punkte für den VfL Oythe.

Überragend: Franka Poniewaz (links) holte mit ihren kräftigen Angriffsschlägen mehrere Punkte für den VfL Oythe.

Als der Schiedsrichter um 19.26 Uhr die Partie in der Antonianum-Halle abgepfiffen hatte, rannten die Auswechselspielerinnen des VfL Oythe jubelnd zu ihren Kolleginnen auf dem Feld. Im Kollektiv feierten die Volleyballerinnen das 3:0 (25:22, 25:19, 25:20) gegen die DSHS Köln. Es war der erste Heimsieg für den VfL in der laufenden Saison und der erste Sieg überhaupt seit dem 24. September – gleichbedeutend mit dem Ende der Negativserie von fünf Niederlagen am Stück.

Der VfL Oythe hatte keine einfachen Wochen hinter sich: Vor dem Spiel stand das Team auf dem letzten Tabellenplatz und außerhalb des Spielfeldes beantragte der Verein keine Lizenz für die ab 2023/24 neu eingeführte eingleisige 2. Bundesliga Pro, was einem Abstieg in die Drittklassigkeit gleichkommt. „Wir kommen von ganz unten und hatten nichts zu verlieren“, sagte Kapitänin Franka Poniewaz im Anschluss an die Partie zur Ausgangslage. Trainer Zoran Nikolic fand ähnliche Worte: „Wenn man durch den Regen geht, muss man auch wieder rauskommen.“ Dabei sah es zu Beginn des ersten Satzes so aus, als würde Oythe in altbekannte Muster zurückfallen: Fehler und Unkonzentriertheiten schlichen sich in das Spiel des VfL ein, sodass die Kölnerinnen bereits früh mit sechs Punkten Vorsprung im Satz führten.

Beim Stand von 5:11 wechselte Nikolic die Angreiferin Marian Mischo für die etwas nervös agierende Sonja Radulovic ein. Für Mischo war es nach ihrer Schienbeinverletzung der erste Einsatz seit dem Auftaktspiel gegen Stralsund – und die Außenspielerin meldete sich furios zurück. „Mit Marian haben wir eine leistungsstarke Angreiferin auf dem Feld“, lobte Poniewaz ihre Mitspielerin, mit der sie schon seit drei Jahren gemeinsam beim VfL spielt: „Wir wissen, wie wir mit ihr zu spielen haben“, fügte sie hinzu. „Sie war eine Granate im Angriff“, schwärmte ihr Coach Nikolic und bezeichnete sie als eine „wichtige Figur im Spiel“.

Das Duo Mischo/Poniewaz feuerte einen druckvollen Schlag nach dem anderen in die Spielhälfte der Kölnerinnen. Die Folge: Oythe drehte den Satz und holte sich den ersten Punkt. Nach einem erneut nervösen Beginn im zweiten Satz fanden die VfL-Frauen zurück ins Spiel und im Angriff die Lücken in der Kölner Aufstellung. Mit viel Power und Energie entschieden sie mit 25:19 auch den zweiten Satz für sich.

Im dritten Satz ließ Oythe nichts anbrennen, punktete auch dank einer starken Kseniia Ratii am Netz munter weiter und entschied die Partie verdientermaßen für sich. „Das war ein wichtiger Sieg für uns“, sagte Nikolic. Oythe gab durch das 3:0 die rote Laterne an den Schweriner SC II ab. „Wir sind mit anderen Erwartungen in die Saison gestartet“, gestand sich Franka Poniewaz, zum sechsten Mal zur "MVP" gewählt, ein: „Dieses 3:0 gibt uns mehr Selbstvertrauen.“ Bis Weihnachten spielt Oythe nur gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. „Das sind die Gegner, die wir schlagen wollen“, verriet Poniewaz.

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