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Oythe beim Saisonstart chancenlos

Das Debüt von Zoran Nikolic misslingt: Die Zweitliga-Volleyballerinnen unterliegen BBSC Berlin mit 0:3.

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Bereit für den Block: Oythes Kapitänin Franka Poniewaz (Nr. 9) im Zweitliga-Auftaktspiel gegen BBSC Berlin. Im Hintergrund lauert VfL-Zuspielerin Paulina Brys (5). Auch Luisa Fabek (8) ist in Alarmbereitschaft.  Foto: Schikora

Bereit für den Block: Oythes Kapitänin Franka Poniewaz (Nr. 9) im Zweitliga-Auftaktspiel gegen BBSC Berlin. Im Hintergrund lauert VfL-Zuspielerin Paulina Brys (5). Auch Luisa Fabek (8) ist in Alarmbereitschaft.  Foto: Schikora

Das hatte sich Zoran Nikolic ganz anders vorgestellt. Bei seinem Pflichtspieldebüt als neuer Trainer der Zweitliga-Volleyballerinnen des VfL Oythe gab's am Samstag eine herbe 0:3-Packung (15:25, 17:25, 19:25) gegen den BBSC Berlin. „Das war eine schlechte Leistung von uns“, ärgerte sich Nikolic über den Fehlstart. Denn: Die Berlinerinnen waren in allen Sätzen überlegen und ließen nichts anbrennen. Oythe hatte unterdessen noch viel Luft nach oben – und das sah auch Nikolic so: „Wir hatten in allen Mannschaftsteilen Probleme. Im Aufbau, im Block, es lief einfach nicht gut.“

Der 56 Jahre alte Serbe, der die Nachfolge von Ali Hobst angetreten hat, versuchte an der Seitenlinie alles: Gekleidet im weißen Hemd, schwarzen Sakko und Jeans, gab er viele Anweisungen. Er versuchte, seine Spielerinnen immer wieder zu motivieren. Nikolic hatte vor der Partie angekündigt, das erste Heimspiel unbedingt gewinnen zu wollen. Davon war sein Team allerdings weit entfernt.

Gleich im ersten Durchgang zeigten die Berlinerinnen vor 100 Zuschauern in der Antonianum-Sporthalle (300 waren laut Hygienekonzept zugelassen), dass auch sie sich viel für die Auftaktpartie vorgenommen hatten. Die Gäste waren das tonangebende Team. Mit mehreren kleinen Punkteläufen zogen sie dem VfL Oythe früh den Zahn. Die Stationen aus Oyther Sicht: 2:5, 5:5, 5:11, 10:17 und 15:24. Berlin nutzte gleich den ersten Satzball, Oythes Damen lagen mit 0:1 zurück. „Wir hatten keine Chance“, gab Nikolic zu.

Nikolic kassiert die gelbe Karte

Satz zwei verlief enger. Oythe erwischte diesmal einen besseren Start und lag beim 3:2 erstmals in Führung, wenig später erhöhten die VfL-Damen auf 7:5. Es entwickelte sich ein wildes Spiel mit langen Ballwechseln, guten Abwehraktionen und mehreren starken Blocks von Rückkehrerin Paulina Brys sowie Neuzugang Luisa Fabek. Trainer Nikolic wurde die Angelegenheit zu heiß. Erst bekam er die Gelbe Karte wegen Meckerns, dann zog er sein Sakko aus und setzte sich erstmals zum Coachen auf seinen Stuhl. In dieser hektischen Phase verlor Oythe ein wenig den Faden. Berlin erzielte sechs Punkte in Folge zur 16:10-Führung. Der VfL kam nicht mehr zurück (13:17, 14:19, 17:24) und musste sich auch im zweiten Satz geschlagen geben. „Wir haben im Angriff zu viele Fehler gemacht“, haderte Nikolic.

Der dritte Abschnitt begann mit einem Schock für den VfL Oythe: Mittelblockerin Sandra Hövels kam nach einem Block falsch auf und verletzte sich am linken Knöchel. Erste Hilfe gab's vom Gegner: BBSC-Physiotherapeut Kay Noack behandelte Hövels am Spielfeldrand, sie konnte aber nicht weiterspielen. Die Verletzung sei „sehr großes Pech“ für Oythe gewesen, ärgerte sich Nikolic, der auf die ohnehin angespannte Personalsituation auf dieser Position hinwies.

Bei den Neuzugängen wird's konkreter 

Sportlich war der Satz ebenfalls zum Vergessen: Die Oytherinnen kämpften zwar für ihre verletzte Mitspielerin und gingen sogar mit 3:2 in Führung, aber danach war die Luft raus. Berlin setzte sich per 5:0-Serie auf 14:9 ab. Oythe versuchte alles, glich sogar beim 18:18 noch mal aus, doch Berlin zeigte sich eiskalt, machte keine Fehler mehr und entschied den dritten Satz mit 25:19 für sich.

Immerhin gab's noch eine positive Nachricht: In Sachen Neuzugänge wird's konkreter. Oythe sucht für die Positionen Mitte und Annahme/Außen. Nikolic verriet: „Wir haben Spielerinnen im Visier. In den nächsten zwei Wochen wissen wir mehr.“ Bis zum nächsten Spiel wird's aber nichts. Am Samstag (18. September) tritt Oythe in Borken an. „Da müssen wir in unserem Spiel mehr Flexibilität zeigen“, sagte Nikolic, nahm sein Sakko und ging in Richtung Kabine.

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