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Oltmer rettet Friesoythes Fußballern einen Punkt im Topspiel der Landesliga

Im Gipfeltreffen der Aufstiegsrunde trennt sich Hansa von Tabellenführer Melle mit einem 1:1. Beverns Spiel am Sonntag gegen Holthausen-Biene fällt aus.

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Späte Erlösung: Keven Oltmer (Mitte) feiert mit Sebastian Plog (rechts) und Gerrit Thomes sowie den Friesoyther Fans seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Langosch

Späte Erlösung: Keven Oltmer (Mitte) feiert mit Sebastian Plog (rechts) und Gerrit Thomes sowie den Friesoyther Fans seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Foto: Langosch

Toller Schlussakkord von Keven Oltmer. Mit einem herausragend getretenen Freistoß zum 1:1-Endstand in der 90. Minute rettete der Torjäger den Fußballern von Hansa Friesoythe einen Punkt im Spitzenspiel der Aufstiegsrunde zur Oberliga gegen den SC Melle 03.

Die Gäste aus dem Südkreis Osnabrück waren als Tabellenführer angereist – mit einem Punkt Vorsprung, aber zwei mehr ausgetragenen Partien. Daran sollte sich letztlich nichts ändern, weil Melle den Dreier nur um Haaresbreite verpasste.

Wer von diesem Gipfeltreffen ein Fußballspektakel erwartet hatte, wurde enttäuscht. Dafür lieferten sich die beiden Teams, die ihre jeweilige Vorrundenstaffel als Erster abgeschlossen hatten, einen hochinteressanten taktischen Schlagabtausch. "Man hat gesehen, dass beide Mannschaften großen Respekt voreinander hatten", meinte Hansas Trainer Hammad El-Arab.

Hansa hatte im ersten Durchgang tatsächlich nur 2 gute Chancen

Die erste Gelegenheit bot sich dem SC, als Kapitän Rene Heitkamp seinem Friesoyther "Amtskollegen", Andre Thoben, mit rustikalem Einsatz den Ball abjagte und ohne zu fackeln aus knapp 25 Metern abzog. Wojciech Wilhelm im Hansa-Kasten war auf der Hut und wehrte zur Ecke ab (10.). Eine bezeichnende Szene. Einerseits führten beide Mannschaften die Partie mit hoher Intensität und viel Einsatz, andererseits verfolgte Schiedsrichter Ole Onneken vom TuS Pewsum in der Spielleitung eine großzügige Auslegung.


Hansa Friesoythe - SC Melle 03 1:1 (0:0)

  • Hansa: Wilhelm - Thoben, Thomes, Rießelmann (62. Plog) - Schlangen, Baumeister, Moussa (90.+2 Ruhe), Kaufmann (79. Makangu), Knese (77. Plichta) - Siderkiewicz, Oltmer.

Bei allen Bemühungen hüben wie drüben sprangen aber kaum nennenswerte Torszenen heraus. Dafür spielten sowohl die Platzherren als auch die Meller zu diszipliniert, die Vermeidung von Fehlern und damit das Ermöglichen von Einschussmöglichkeiten genoss oberste Priorität. So hatte Hansa im ersten Durchgang tatsächlich nur 2 gute Chancen. Zunächst wehrte Gästetorwart Radke einen stark geschossenen Freistoß von Oltmer mit toller Parade zur Ecke ab (16.). Kurz vor der Pause gelang es Magnus Schlangen nicht, Oltmers tolle Vorarbeit, bei der er sich gegen drei Meller durchsetzte, zu veredeln. Aus halblinker Position rutschte ihm der Ball über den Spann (43.).

Meller gehen in der 54. Minute nach Tor vom Punkt in Führung

Der SC hatte zwar ein leichtes optisches Übergewicht, Hansa-Keeper Wilhelm kam aber nicht in die Bredouille. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Meller das Spiel zunächst noch besser in den Griff. Bei Rene Heitkamps Vorstoß und dem Eingreifen von Finn Rießelmann erkannte Schiedsrichter Onneken auf Foul und gab Elfmeter. Heitkamp selbst führte aus und traf sicher zum 0:1 (54.). "Der Pfiff passte nicht zur Linie, die der Schiri sonst hatte", ärgerte sich El-Arab.

Der Rückstand indes war der Startschuss zu einer langen Schlussoffensive für seine Elf. "Nach unserer Führung wurde es eine Abwehrschlacht", meinte Melles Coach, der ehemalige Zweitligaprofi Roland Twyrdy. Hansa übernahm eindeutig das Kommando. Allerdings taten sich die Friesoyther schwer, sich gegen die vom spielenden Cotrainer der Gäste, Christoffer von Rekowski, glänzend organisierte Abwehr in Szene zu setzen.

Dennoch lag der Ball in der 68. Minute im Netz, Oltmer hatte eine Ecke mit Unterstützung des Windes direkt ins Tor gezirkelt. Aber Hansa freute sich zu früh. Onneken pfiff eine Torwartbehinderung von Andre Thoben gegen Radke. "Ich hatte beste Sicht auf die Szene, es war eindeutig", sagt Twyrdy. 6 Minuten darauf hätte Heitkamp alles klarmachen können, wenn nicht gar müssen. Völlig freistehend aber scheiterte er an Wojciech Wilhelm, Friesoythes Schlussmann hielt sein Team im Spiel.

Und das steckte nicht auf. Trainer El-Arab brachte alle offensive Power, die er auf der Bank zur Verfügung hatte. Sebastian Plog, Robert Plichta und Kifuta Makangu kamen ins Spiel und erhöhten die Angriffswucht der Gastgeber.

Der Lohn für die Bemühungen folgte spät. Oltmer wurde 18 Meter zentral vor dem Tor gefoult, legte sich mit wilder Entschlossenheit den Ball zum Freistoß zurecht und traf unhaltbar für Radke ins rechte untere Eck (90.). "Die individuelle Qualität, wie Oltmer den Freistoß herausholt und dann verwandelt, ist schon stark", erkannte Twyrdy an. "Schade, dass es für uns nicht zum Dreier gereicht hat, wir waren ganz nahe dran. Aber unter dem Strich ist das Unentschieden schon in Ordnung."

Sein Gegenüber, Hammad El-Arab, nahm den Punkt gerne mit. "Mit dem 1:1 leben wir sehr gut. Es war ein Spiel auf taktisch hohem Niveau. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft waren. Sie hat nach dem Rückstand eine super Mentalität gezeigt und sich diesen Punkt absolut verdient."

Unterdessen fällt das Heimspiel des SV Bevern, Mitkonkurrent von Friesoythe und Melle in der Aufstiegsrunde, gegen den SV Holthausen-Biene aus. Eine Reihe von positiven Coronafällen beim SVB lassen eine Austragung nicht zu.

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