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Oldenburg steigt aus Ausrichter-Rennen aus

München, Berlin und Frankfurt bleiben als Kandidaten übrig. Klubchef Niemeyer erklärt Rastas Entscheidung.

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Verzicht auf Bewerbung: Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller. Foto: dpa / Jaspersen

Verzicht auf Bewerbung: Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller. Foto: dpa / Jaspersen

Da waren es nur noch drei: Die EWE Baskets Oldenburg werden sich nun doch nicht um die Ausrichtung des Zehner-Turniers bewerben, mit dem die Basketball-Bundesliga ihre Saison an einem Standort ohne Zuschauer beenden will. Zwar traue man sich die Organisation grundsätzlich zu, sagte Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller: „Allerdings sollte man diesen Schritt nur gehen, wenn man zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass wirklich alles passt.“ Es sei jetzt nicht die Zeit für irgendwelche „Kraftvergleiche“ mit anderen Bewerbern, sagte Schüller. Die Bewerbungsfrist endete am Donnerstagabend. Übrig sind jetzt noch drei Kandidaten: Bayern München, Alba Berlin und die Skyliners Frankfurt. Am Montag will die Liga den Standort des Turniers bekanntgeben.

Schüller hatte nach der Videokonferenz, auf der die BBL-Fortsetzung im Turnier-Format auf den Weg gebracht wurde, das Oldenburger Interesse an einer Ausrichtung bekundet. „Wir haben mit den beiden Hallen hier eigentlich perfekte Bedingungen“, sagte er. Auch die Unterbringung der zehn Teams sei leistbar, „mit dem Ammerland haben wir ein herrliches Naherholungsgebiet um die Ecke.“ Nun folgte der Rückzieher.

München, Berlin und Frankfurt bestätigen Bewerbung

Ludwigsburg und Ulm erklärten am Donnerstag ebenfalls, nicht zur Verfügung zu stehen. Göttingen, Vechta, Bamberg und Crailsheim hatten schon zuvor gesagt, dass sie die Veranstaltung nicht organisieren wollen bzw. können. Titelverteidiger FC Bayern, Pokalsieger Alba Berlin und Frankfurt bestätigten unterdessen ihre Bewerbung. „Jetzt wünschen wir der BBL ein glückliches Händchen, den besten Standort auszuwählen“, hieß es in München. „Ja, wir haben uns beworben“, sagte Albas Mediendirektor Justus Strauven. Das gilt auch für Frankfurt. „Wir haben unsere Unterlagen eingereicht“, so Geschäftsführer Gunnar Wöbke: „Ich denke, die Stadt Frankfurt bringt alles mit, um das Ding zu stemmen. Wenn es aber einen anderen Ort gibt, der noch bessere Bedingungen hat, gehen wir dahin. Es geht darum, den besten Ort zu finden.“

Die beiden Rasta-Macher: Klubchef Stefan Niemeyer (links) und Coach Pedro Calles. Foto: nph  StraubmeierDie beiden Rasta-Macher: Klubchef Stefan Niemeyer (links) und Coach Pedro Calles. Foto: nph / Straubmeier

Rasta Vechtas Klubchef Stefan Niemeyer hat unterdessen noch mal aufgezeigt, warum man zu den zehn Teams gehört, die weiterspielen wollen. Man habe dem BBL-Plan der Saisonfortsetzung in einem Turnierformat vor allem wegen drohender Regressforderungen zugestimmt. „Hätte es keine zehn Teams gegeben, die dieses Turnier spielen wollen, dann flögen allen Klubs Rechnungen um die Ohren, bei denen dem ein oder anderen Hören und Sehen vergeht“, sagte Niemeyer in einem Interview auf der Klubhomepage. Durch den Kompromiss gehe es für Rasta darum, „kurz-, mittel- und langfristig gedacht, das durch diese über uns alle völlig unvorhersehbar eingebrochene Krise finanzielle Übel so klein wie möglich zu halten“, so Niemeyer.

"Auch die Sponsoren der Bundesliga müssen von uns Klubs bedient werden – da geht es um richtig viel Geld, um es mal ganz deutlich zu sagen"Rastas Klubchef Stefan Niemeyer

Rasta sei in den letzten Wochen zweimal an dem Punkt gewesen, „dass wir uns eine Fortsetzung nicht vorstellen konnten, weil es für uns finanziell nicht darstellbar gewesen wäre“. Nun habe man seine Meinung geändert. „Auch die Sponsoren der Bundesliga müssen von uns Klubs bedient werden – da geht es um richtig viel Geld, um es mal ganz deutlich zu sagen“, erklärte Niemeyer: „Durch die neuen Informationen bezüglich der Höhe möglicher Rückforderungen und weiterer Konsequenzen mussten wir unsere zuvor geäußerte Absicht also noch einmal überdenken.“ Rasta habe die Entscheidung getroffen, „um die Chance größer werden zu lassen, unseren Klub vor zu erwartenden sehr, sehr hohen Regressforderungen zu schützen“. Und er versprach: „Wir schmeißen das durch die Verzichtserklärungen einbehaltende Geld ganz sicher nicht zum Fenster raus, sondern drehen weiter jeden Euro zweimal um.“

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