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Nur kurz auf Augenhöhe mit dem Topteam

Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VfL Oythe unterliegen Leverkusen. Für Emma Moorkamp gab's ein Sonderlob vom Trainer - und dieser hatte trotz Niederlage noch eine andere gute Nachricht im Gepäck.

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Wo ist die Lücke? Oythes Jule Nuxoll (links) beim Versuch, den Block von Bayer Leverkusen zu überwinden. Foto: Schikora

Wo ist die Lücke? Oythes Jule Nuxoll (links) beim Versuch, den Block von Bayer Leverkusen zu überwinden. Foto: Schikora

Als die Schiedsrichterin das Spiel am frühen Samstagabend nach nur 86 Minuten abgepfiffen hatte, standen die Volleyballerinnen des Zweitligisten VfL Oythe zum dritten Mal in dieser noch jungen Saison ohne Sieg da.

Gegen die nach wie vor ungeschlagene Mannschaft von Bayer Leverkusen gab's trotz einer engagierten Leistung ein 0:3 (22:25, 18:25, 22:25). Eine Niederlage, durch die Oythe auf den drittletzten Platz der 2. Bundesliga Nord zurückfiel.

„Ich glaube, dass deutlich mehr drin war. Wir hätten mit dieser Leistung mindestens einen Satzgewinn verdient gehabt“, sagte Oythes Trainer Zoran Nikolic. Er ärgerte sich kurz und schob mit einem Grinsen nach: „Meine Mannschaft hat Willen gezeigt.“

Volleyball 2. Bundesliga Damen VfL Oythe - Bayer Leverkusen. Fotos: Elke Schikora

Tatsächlich erwischten die Oytherinnen einen guten Start in den ersten Satz. Die Annahme war solide, die Aufschläge waren sicher, die Angriffe sehenswert – und über ein 5:4 ging es zum 8:7. Allerdings blieb es durchgehend eng, Leverkusen punktete fleißig mit, die Führung wechselte hin und her. Spielstände aus Oyther Sicht: 13:15, 17:16 und 19:17.

In dieser Phase nahm die 18-jährige Emma Moorkamp mehrfach stark an. Zoran Nikolic jubelte lauter und lauter, riss die Arme hoch – und die 135 Zuschauer in der Antonianumhalle mit. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit langen Ballwechseln. Aber dann patzte Oythe.

Zweiter Satz begann mit schwacher Oyther Phase

Unkonzentriertheiten führten erst zum Ausgleich (21:21) und dann zum Satzverlust (22:25). „Wir haben in der entscheidenden Phase dumme Fehler gemacht und uns das Leben selbst erschwert“, ärgerte sich Nikolic. Der zweite Satz begann mit einer schwachen Oyther Phase (1:4, 4:6, 4:10). Das Publikum war verstummt, Nikolic auf der Bank bedient – er fluchte auf Serbisch.

Die Gastgeberinnen kämpften sich zwar auf 7:11 ran, ließen dann aber wieder abreißen (8:15). Oythe gab nicht auf und kam erneut ran (14:16), verlor daraufhin aber den Faden durch einige Unterbrechungen. Zunächst beschwerte sich Leverkusens Trainer Tigin Yaglioglu beim Schiedsrichter-Team über vermeintliche Fehlentscheidungen und sah die Gelbe Karte. Wenig später kassierte auch Nikolic Gelb wegen Meckerns. „Es gab auf beiden Seiten schlechte Entscheidungen“, sagte er.

In der Halle wurde es wieder lauter 

Der dritte Satz, der aufgrund von technischen Problemen mit einer Verzögerung begann, war für die Zuschauer wieder etwas spannender. Oythe führte zunächst mit 2:1 und 4:2. Auf beiden Seiten gab's mehrere Blocks und gute Annahmen. Die Anhänger wurden wieder mitgenommen, in der Halle wurde es lauter.

Die Oytherinnen führten mit 9:7, ließen dann aber erneut nach. Leverkusen glich aus (9:9), ging in Führung (10:9) und brachte das Mini-Polster souverän ins Ziel (15:13, 18:15, 23:20, 25:22).

„Leverkusen ist halt eine absolute Top-Mannschaft in der Liga und deutlich weiter als wir."Zoran Nikolic. 

Positive Nachrichten gab's immerhin von Sandra Hövels. Die Mitte-Spielerin soll am kommenden Wochenende gegen die Stralsunder Wildcats wieder einsatzbereit sein. Zuletzt fehlte sie aufgrund einer Knöchelverletzung. „Sie hat letzte Woche wieder trainiert. Ich bin zuversichtlich“, sagte Nikolic. Zudem freute sich der Coach über die nahezu fehlerfreie Leistung von Libera Emma Moorkamp. Nikolic: „Sie wird von Spiel zu Spiel sicherer und spielt schon fast wie eine erfahrene Spielerin.“

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