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Niedrige Impfquote könnte Jugendfußball-Saison gefährden

Viele Nachwuchskicker starten an diesem Wochenende in die neue Spielzeit. Die Zahl der Mannschaften ist erfreulich hoch, die der Betreuer besorgniserregend gering.

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Auch die Kleinen dürfen loslegen: Der Jugendfußball kehrt in den Spielbetrieb zurück. Foto: Schikora

Auch die Kleinen dürfen loslegen: Der Jugendfußball kehrt in den Spielbetrieb zurück. Foto: Schikora

Jetzt darf auch der Nachwuchs endlich loslegen: Am kommenden Wochenende startet für den Großteil der Kinder und Jugendlichen die neue Fußball-Saison auf Bezirks- und Kreisebene. Man könnte meinen, dass nach der ewigen Corona-Pause gerade im Jugendbereich eine uneingeschränkte Vorfreude darauf herrscht, dass der Nachwuchs wieder seinem Hobby nachgehen und sich dabei mit anderen Team messen darf. Doch ganz so heil ist die Welt leider nicht. Mit dem Herbst beginnen auch die Sorgen wieder größer zu werden. Das liegt vor allem an Corona, aber auch an den Personalproblemen in einigen Vereinen. Und die betreffen nicht die Spielerinnen und Spieler, sondern die ehrenamtlichen Betreuer.

Auch die Vereine im Landkreis Vechta können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, Betreuer für ihre Mannschaften von den A- bis zu den G-Junioren zu finden. Wenn es um eine erste Mannschaft in der Bezirksliga geht, in der der Leistungsgedanke verhältnismäßig stark ausgeprägt ist, sind Trainer in der Regel noch schnell gefunden. Doch auch die Kinder, die sich in der 4. Kreisklasse ihrem Hobby widmen wollen, verdienen eine Betreuung. Und das gestaltet sich zusehends schwierig.

David Lücker ist froh darüber, dass die Zahl der Teams nur marginal gesunken ist (siehe Kasten oben rechts). Der Jugendchef im NFV-Kreis Vechta merkt stattdessen an: „Problematisch war in den Vereinen wohl eher, dass einige Trainer und Betreuer nach der Pause nicht wiedergekommen sind. Das hat diese ohnehin vorhandene Problematik noch weiter verschärft.“

Überregional gab es bereits Coronafälle

Ansonsten hoffen auch die Funktionäre auf eine neue Saison ohne große Corona-Sorgen. David Lücker gibt allerdings zu: „Ganz ohne Bedenken bin ich leider nicht, da wir uns bei den Kindern und Jugendlichen ja wesentlich mehr im ungeimpften Bereich befinden, als das bei den Erwachsenen der Fall ist.“ Überregional habe es auch schon entsprechende Fälle gegeben, beispielsweise in der A-Junioren-Regionalliga.

Daraus schlussfolgert Lücker, dass „mindestens die Hinrunde“ eine höhere Flexibilität bei den Spielansetzungen und Verlegungen erfordern wird; denn es könne zu kurzfristigen Veränderungen kommen. Ein Problem sei das aber nicht. „Ziel muss es einfach sein, dass die Kinder und Jugendlichen wieder auf den Platz kommen und wir nicht noch mal einen totalen Stillstand erleben“, beschreibt der Kreisjugendchef die Hauptaufgabe des Fußballs.

Bei den Spielplänen war jedoch keine große Umstrukturierung vonnöten. Allein ob des späten Beginns der Saison 2021/22 sind die Staffeln verhältnismäßig klein gehalten worden. Mit Rücksicht auf große Vereine mit einer hohen Anzahl an E- und F-Jugendmannschaften gibt es auch diesmal wieder versetzte Anstoßzeiten in den Altersklassen, um den Klubs auf den Sportanlagen eine Entzerrung zu ermöglichen.


Meldungen Herbst 2021

  • Junioren Bezirk: 21
  • Juniorinnen Bezirk: 1
  • Junioren Kreis: 277
  • Juniorinnen Kreis: 40
  • Gesamt: 339

Meldungen Herbst 2020

  • Junioren Bezirk: 22
  • Juniorinnen Bezirk: 5
  • Junioren Kreis: 279
  • Juniorinnen Kreis: 40
  • Gesamt: 346

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