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Niederlagen für Essen und Bevern

Die Landesliga-Fußballer des BVE verloren mit 0:6 beim TuS Bersenbrück. Auch der SVB blieb bei einem Oberligisten ohne Erfolgserlebnis und unterlag 1:4.

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Autsch, das tat weh: Bersenbrücks Santiago Aloi stürzt über Lucas Abel und verletzt den Essener dabei. Abel konnte jedoch weiterspielen. Allerdings verlor er mit seinem Team beim Oberligisten TuS mit 0:6.Foto: Langosch

Autsch, das tat weh: Bersenbrücks Santiago Aloi stürzt über Lucas Abel und verletzt den Essener dabei. Abel konnte jedoch weiterspielen. Allerdings verlor er mit seinem Team beim Oberligisten TuS mit 0:6.Foto: Langosch

Mit einer deftigen 0:6-Niederlage (0:2) sind die Landesligafußballer des BV Essen vom Testspiel beim Oberligisten TuS Bersenbrück zurückgekehrt. Auch der Ligakonkurrent SV Bevern ging beim VfL Oldenburg (ebenfalls Oberliga) leer aus. Das Team unterlag mit 1:4. 

TuS Bersenbrück - BV Essen 6:0 (2:0). Nach einer derartigen Abreibung hatte es indes in der Anfangsphase nicht ausgesehen. Essen hielt gut mit und forderte nach einer Attacke gegen Bekim Erkoceviq im Strafraum vergebens einen Elfmeter (12.). Im Gegenzug war BVE-Keeper bei Henry Uchtmanns Schuss aus spitzem Winkel auf dem Posten. Wenig später bekamen die Gäste doch ihren Strafstoß. Nach Foul an Michael Lohe schoss Erkoceviq aber viel zu unplatziert und scheiterte so an TuS-Torhüter Cabrera Martinez (21.). Dieser Fehlschuss wirkte bei den Essenern nach. Sie verloren etwas den Faden, leisteten sich ein paar leichte Fehler, die die klassenhöheren Platzherren kühl ausnutzten. Erik Kirchkesner kam nach flotter Kombination frei zum Abschluss und traf zum 1:0 (24.). Zwölf Minuten später legte er das 2:0 nach. Einen Freistoß von Qerim Avdijaj, dem Bruder des ehemaliger Schalker Profis Donis Avdijaj, köpfte er unbedrängt ein.

Der Vorsprung ging völlig in Ordnung, bis zur Pause versäumten es die Bersenbrücker allerdings, die Führung weiter auszubauen. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. TuS-Coach Farhat Dahech wechselte mit Ausnahme vom Torhüter komplett durch, Essens Trainer, Mohammad Nasari, tauschte sechsmal. Das frische Personal fand auf Gastgeberseite schneller zueinander. Per Doppelschlag erhöhte der Oberligist rasch auf 4:0 (50., 51.). Zunächst war Max Tolischus erfolgreich, keine 60 Sekunden später war Niklas Oswald zur Stelle. Beiden Treffern waren leichtfertige Essener Ballverluste im Spielaufbau vorangegangen.

Die Partie war damit natürlich entschieden, aber es sollte noch dicker für die Gäste kommen. Ivan Buzynnikov lenkte eine Bersenbrücker Hereingabe ins eigene Tor (64.). Zur Ehrenrettung des BVE-Verteidigers sei gesagt, dass direkt hinter ihm Tolischus einschussbereit gelauert hatte. Einen weiteren Patzer im Essener Passspiel nutzte der TuS zu einem weiteren schnellen Konter, den der Argentinier Santiago Aloi zum 6:0 abschloss (65.). Schlimmeres sollte dem Landesligisten erspart bleiben. Die Bersenbrücker nahmen angesichts des klaren Vorsprungs den Fuß vom Gas. So kam es, dass sich die Essener in der Schlussphase nicht nur mehr Spielanteile erarbeiteten, sondern auch noch die eine oder andere Tormöglichkeiten herauskombinierten. BVE-Gastspieler Williams Nyarko verfehlte den Kasten per Kopfball nach Freistoßflanke (82.), zudem traf in bester Position Kemal Salihagic zweimal den Ball nicht (86., 89.). Zum Ehrentreffer reichte nicht mehr, am Ende hatte das 0:6 Bestand. Neben Nyarko wirkte beim BV Essen mit Henry Odia noch ein zweiter Gastspieler mit, der BVE wird wohl beide verpflichten.

"Die Anfangsphase war ordentlich, aber dann haben wir viele leichte Fehler gemacht. Das kann man sich gegen einen cleveren Oberligisten wie Bersenbrück nicht erlauben."Mohammad Nasari, Trainer vom BV Essen

"Die Klatsche kam vielleicht zur rechten Zeit", meinte Mohammad Nasari. "Die Anfangsphase war ordentlich, aber dann haben wir viele leichte Fehler gemacht. Das kann man sich gegen einen cleveren Oberligisten wie Bersenbrück nicht erlauben. Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Endstation Torwart: Beverns Angreifer Julius Liegmann (links) scheitert an Oldenburgs Keeper Thilo Pöpken. Foto: WulfersEndstation Torwart: Beverns Angreifer Julius Liegmann (links) scheitert an Oldenburgs Keeper Thilo Pöpken. Foto: Wulfers

VfL Oldenburg - SV Bevern 4:1 (2:1). Nach zuvor drei Testspielsiegen (6:1 in Peheim, 4:2 gegen Jeddeloh und 6:1 in Mühlen) hat es nun auch Fußball-Landesligist SV Bevern erwischt: Beim VfL Oldenburg kassierte das Team von Trainer Olaf Blancke eine 1:4 (1:2)-Niederlage. Trotz des Resultats war der SVB-Coach mit der Vorstellung seines Teams keineswegs unzufrieden. „In unserem ohnehin nur schmalen Kader fehlten fünf Spieler. Vor allem offensiv hatten wir gute Ansätze, auch wenn hin und wieder der letzte Pass noch nicht funktionierte.“ Gerade einmal drei Ergänzungsspieler saßen auf der Beverner Bank und die wurden gleich einmal gefordert. Bereits nach wenigen Minuten zog sich Kristen Bramscher eine Verletzung zu (Verdacht auf Bänderriss) und auch der für ihn eingewechselte Henning gr. Macke musste kurz darauf passen. Der wiederum wurde durch Paul Tepe ersetzt, sodass Bevern die verbleibenden 75 Minuten ohne Wechselmöglichkeiten zu Ende spielen musste. „Ich hatte mich angeboten, aber mein Einsatz wurde dankend abgelehnt“, schmunzelte Cotrainer Peter Hölzen.

Zum Spiel: Die klassenhöheren Oldenburger, die tags zuvor mit 2:4 beim Regionalligisten SSV Jeddeloh unterlegen waren, besaßen im ersten Durchgang ein optisches Übergewicht, ein Chancenplus lag indes auf Seiten der Gäste. Julius Liegmann (3.) und Kapitän Sascha Thale (30.) hatten den Führungstreffer auf dem Fuß. Der aber gelang den Hausherren, als Simon Brinkmann einen perfekten Konter zum 1:1 abschloss (31.). Der Ausgleich ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Neuzugang Nico Thoben traf mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern zum 1:1 (40.). Dann war aber wieder der VfL an der Reihe und kam durch Moritz Brinkmann zur 2:1-Halbzeitführung (43.).

Kalte Dusche für den SVB gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Mathias Comes mit einem direkt verwandelten Freistoß das 3:1 markierte (49.). In der Folge wurden die Gäste zunehmend überlegen, ein Anschlusstreffer war ihnen indes nicht vergönnt. Die größte Möglichkeit besaß der emsige Sascha Thale, dessen Schuss nach überragendem Solo an der Latte landete (59.). Da auch Julius Liegmann und Bast Dosti nicht zum Torerfolg kamen, setzten die Hausherren einen finalen Schlussakkord. Mit der letzten Aktion der Partie stellte Julian Dwertmann das Resultat auf 4:1. Unterm Strich ein verdienter, aber zu hoch ausgefallener Sieg des Oberligisten.

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