Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neuer Rekord: Ein Silvester der Superlative

Überragendes Ergebnis: Das Digitalevent "Silvesterlauf meets Coronathon" hat mit 37.314,60 Euro den größten Einzelerlös in der Geschichte von "Sportler gegen Hunger" erzielt.

Artikel teilen:
Coronakonforme Collage: Matthias Fortmann, Ralf Kröger, Kathi Stark, Sebastian Stukenborg und Antonius Schröer (von links). Fotos: GW Mühlen / Coronathon

Coronakonforme Collage: Matthias Fortmann, Ralf Kröger, Kathi Stark, Sebastian Stukenborg und Antonius Schröer (von links). Fotos: GW Mühlen / Coronathon

Auch im neuen Jahr war das Social-Media-Dreigestirn noch damit beschäftigt, die unzähligen Nachrichten abzuarbeiten. Besonders beeindruckend war die aufgezeichnete Route einer Familie, die sich in Quarantäne befand. Es hinderte sie nicht an der Teilnahme an „Silvesterlauf meets Coronathon“ für „Sportler gegen Hunger“ – die Familienmitglieder liefen einfach ums eigene Haus. Es ist nur eine von vielen kleinen Geschichten rund um den Ersatz für den Mühlener Silvesterlauf. Für ein weiteres Kapitel in der langen SgH-Historie sorgte auch der Kassensturz: Unglaubliche 37.314,60 Euro brachte die digitale Veranstaltung. Das Motto „das Beste kommt zum Schluss“ galt erneut.

Damit hat „Silvesterlauf meets Coronathon“ einen neuen SgH-Rekord für den höchsten Erlös einer Veranstaltung aufgestellt. Den hielt bis hierhin die Langfördener Ortsmeisterschaft mit Showprogramm, die im vergangenen Jahr sagenhafte 37.000 Euro gebracht hatte. Die Präsentation des Ergebnisses von „Silvesterlauf meets Coronathon“ erfolgte passenderweise wie das gesamte Event digital und coronakonform.

Kathi Stark aus dem Orga-Team sprach verständlicherweise von einem „überragenden Ergebnis“ und richtete einen „großen Dank an alle, die mitgemacht haben“. Nicht nur die Summe, sondern auch die vielen Fotos, die auf Facebook, Instagram und per Mail eingingen, erfüllten die Coronathon-Macher Antonius Schröer, Kathi Stark, Matthias Fortmann und die Silvesterlauf-Crew von GW Mühlen mit Freude. Kathi Stark nannte die Beteiligung „überwältigend“ und sagte: „Es sind so viele Menschen, die sich verbunden fühlen.“

Das Motto – präsentiert von David Nieuwenhuizen, Elsbeth Rolfes und Stephan Gerberding (von links).Das Motto – präsentiert von David Nieuwenhuizen, Elsbeth Rolfes und Stephan Gerberding (von links).

Sebastian Stukenborg bedankte sich im Namen des GWM-Vorstands herzlich beim Coronathon-Team. Die Kontaktaufnahme im September habe sich als Glücksgriff erwiesen. Man sei „super stolz darauf, dass wir sowas erreichen konnten“. Mit Blick auf Silvester 2021 sagte er: „Wir hoffen natürlich unabhängig von diesem überragenden Erfolg, dass wir dann wieder den Silvesterlauf in Mühlen ausrichten können.“

Die Foto-Zählung ergab am Ende die Zahl 390. Sponsor Sport Böckmann hatte zusätzlich zu seiner großzügigen Spende pro Foto einen Euro versprochen; er rundete diesen Betrag noch auf 500 Euro auf. Apropos großzügig: Diese Eigenschaft war rund um den Silvestertag sehr vielen Menschen zuzuschreiben. Es erfolgten etliche Einzahlungen via Paypal, auf das Sonderkonto bei der Volksbank Vechta sowie auf die anderen SgH-Konten. Von der kleinen Fünf-Euro-Spende bis zur großen Spende vom Lohner Crossfit-Studio mPower, das pro gespendetem Euro seiner Mitglieder noch mal 50 Cent draufgelegt hatte und am Ende stattliche 4425 Euro überwies.

Besonders erfreulich war für die Organisatoren neben der Einhaltung der Corona-Regeln auch, dass nicht nur klassische Silvesterlauf-Teilnehmer an den virtuellen Start gingen, sondern die Reichweite noch etwas größer war. Das lag sicherlich auch an den digitalen Kanälen: Kurz nach dem Jahreswechsel lag die Facebook-Reichweite bei 26 000 Nutzern; über 17 000 Mal wurden allein bei Facebook die Fotos angesehen – plus Instagram.

Das Trio betreute nonstop das Online-Geschehen. Das zeigte sich auch an den Bildschirmzeiten ihrer Smartphones: Matthias Fortmann war an Silvester satte 17 Stunden lang am Apparat, Kathi Stark kam auf 13,5 Stunden. Die Läuferin hielt angesichts der Beteiligung fest: „Wir wussten: Auf die Leute ist Verlass. Aber das haben sie noch mal getoppt.“ Die Aktion habe nicht nur für einen schönen Abschluss des coronageplagten Jahres gesorgt, sondern auch noch den Jahresanfang versüßt. Das Orga-Team betonte, dass der Erlös allen Beteiligten zu verdanken ist, die in Vielzahl gespendet haben. So startete auch das Jahr 2021 mit tollen Spendenmeldungen für SgH. Und mit der Hoffnung, dass die Sportler im nächsten Winter nicht mehr um ihre Häuser laufen müssen.


Hier geht's zum Kommentar von Carsten Boning.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neuer Rekord: Ein Silvester der Superlative - OM online