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Neue Herausforderung, neue Zeit und neue Rolle für BW Lohne

Die Regionalliga-Fußballer starten am Sonntag gegen Phönix Lübeck. Henning Rießelmann hat die Qual der Wahl. Im Training hat er einige eifrige Spieler gesehen - welche, verrät er hier

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DFB-Pokal war gestern – jetzt kommt die Regionalliga: Für Felix Oevermann und Malte Beermann von BW Lohne, hier vor voller Tribüne gegen den Augsburger Angreifer Andre Hahn, geht es am Sonntag gegen Phönix Lübeck los. Foto: Wenzel

DFB-Pokal war gestern – jetzt kommt die Regionalliga: Für Felix Oevermann und Malte Beermann von BW Lohne, hier vor voller Tribüne gegen den Augsburger Angreifer Andre Hahn, geht es am Sonntag gegen Phönix Lübeck los. Foto: Wenzel

36 Etappen auf dem langen Weg zum Ziel: Für BW Lohne beginnt am Sonntag um 13.00 Uhr mit dem Heimspiel gegen Phönix Lübeck die neue Zeitrechnung in der Fußball-Regionalliga Nord. Zur ungewohnten Anstoßzeit, die in der Saison 22/23 zumindest bei Heimspielen an Sonntagen künftig die Regel sein wird, möchte die Crew von Trainer Henning Rießelmann gleich Fahrt aufnehmen. BWL ist eines von fünf Liga-Teams, das nach dem DFB-Pokal erst an diesem Wochenende sein Punktspiel-Debüt feiert.

Die Mannschaft freut sich, dass es jetzt losgeht – mit einem neuen Rollenverständnis. Henning Rießelmann hält fest: „Die Faktenlage ist, dass wir Aufsteiger sind und als Außenseiter ins Spiel gehen. Das ist auch mal schön, wenn ich ehrlich bin. Denn wir waren jetzt drei Jahre gefühlt in jedem Spiel der Favorit. Und das sind wir ab sofort nicht mehr.“ Auch nicht in den Duellen gegen die Mitaufsteiger Kickers Emden und Bremer SV, da sieht der BWL-Coach eine 50:50-Ausgangslage.

Die Lohner hoffen, von der in der Endphase der vergangenen Saison entfachten Fußball-Euphorie noch etwas in die neue Serie mitnehmen zu können. „Es ist Ferienzeit, trotzdem hoffen wir auf 600 bis 800 Zuschauer“, sagt Rießelmann. Der Eintrittspreise wurden um zwei Euro auf zehn erhöht (ermäßigt: acht Euro). Es gibt freie Platzwahl auf der Sitztribüne, für Besucher bis 14 Jahre ist der Eintritt frei. Phönix Lübeck ist 2020 nach 21-jähriger Abwesenheit und zwischenzeitlichem Neustart in die Viertklassigkeit zurückgekehrt. BW Lohne hatte sich 2001 als Tabellenvorletzter aus der Oberliga verabschieden müssen und kehrte ebenfalls 21 Jahre später in die neue Viertklassigkeit mit dem Namen Regionalliga Nord zurück.

Die vergangene Regionalliga-Abstiegsrunde beendeten die die Schleswig-Holsteiner als Meister mit neun Siegen und einem Remis. Henning Rießelmann hat sich den Gast zweimal angesehen. Phönix trainiere unter Profibedingungen, sei körperlich sehr präsent und komme in seinem 4-3-3-System vorne mit großer Wucht. Und mit dem Ex-Regensburger Haris Hyseni (29) verfügen die Lübecker über einen Toptorjäger.

Zum Auftakt unterlag Phönix der U 23 des FC St. Pauli allerdings mit 1:3. Lübecks Trainer Oliver Zapel kritisierte anschließend den Auftritt: „Ich habe im Mannschaftskreis gesagt, dass ich mit der individuellen Leistung einiger Spieler überhaupt nicht einverstanden war und dementsprechend diese Woche genau hingucke, wie diese Spieler ihre Leistung verdauen und andere möglicherweise ihre Chance nutzen.“

Im Lohner Lager hat Rießelmann die Trainingsintensität nach dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (0:4) noch mal erhöht: „Wir gehen als Mannschaft gefestigt da rein und sind eingespielt.“ Der Kader ist nach Rießelmanns Meinung nun noch breiter geworden, „wir können Ausfälle jetzt besser kompensieren – nahezu eins zu eins“.

Gute Arbeit im Training - und großes Gedränge

Im Training haben sich Rilind Neziri und Phil Sarrasch besonders hervorgetan. Beide Oberliga-Stammspieler hatten im Pokalduell zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. „Auch Christopher Schepp hat super trainiert, Niki Oswald ist nah dran an der Startelf, auch Bennet van den Berg ist eine Option – das waren so die Auffälligkeiten“, berichtet Rießelmann. Er weiß, dass es in seinem 27 Spieler umfassenden Kader ein großes Gedränge um die elf Plätze geben wird: „Meine Aufgabe ist es jetzt auch, viel mit den Spielern zu sprechen, die noch ein bisschen hinten dran sind. Es sind immer auch knappe Entscheidungen.“

Bei Malte Beermann, der sich nach über einjähriger Verletzungspause wieder in die Mannschaft gespielt und zuletzt als zentraler Abwehrspieler in der Dreierkette überzeugt hat, sind unter der Woche muskuläre Probleme aufgetreten. Im Tor wird in den ersten drei Spielen Marko Dedovic stehen. Christoph Bollmann hat trotz einer Fingerverletzung in der Augsburg-Partie gespielt, soll seine Blessur jetzt aber erst mal richtig auskurieren. Fehlen werden auch die verletzten Thorsten Tönnies, Jonas Burke, Leonard Bredol und Gerrit Menkhaus.

„Natürlich wollen wir versuchen, drei Punkte zu holen – es wären die ersten für den Klassenerhalt“, sagt Henning Rießelmann, der am Freitag zum Abschlusstraining bat und sich dann auf den Weg zum Spiel von Atlas Delmenhorst gegen Holstein Kiel II machte.

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