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Neidhart: „Ich erwarte kuriose Ergebnisse“

Der Coach des Fußball-Drittligisten SV Meppen freut sich auf den Neustart. Am kommenden Samstag sind die Würzburger Kickers zu Gast.

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Ende der Coronapause: Am kommenden Samstag darf Meppens Trainer Christian Neidhart seinen Schützlingen endlich wieder Anweisungen geben. Archivfoto: Hermes

Ende der Coronapause: Am kommenden Samstag darf Meppens Trainer Christian Neidhart seinen Schützlingen endlich wieder Anweisungen geben. Archivfoto: Hermes

Als beim außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montagnachmittag um genau 15.18 Uhr verkündet wurde, dass die Saison in der 3. Liga fortgesetzt wird, war Christian Neidhart live dabei. „Ich habe die Sitzung im Internet verfolgt. Es war zwar zu erwarten, dass die Delegierten für eine Fortsetzung stimmen, das deutliche Ergebnis war dann aber doch etwas überraschend“, sagt der Trainer des SV Meppen. Und tatsächlich: Obwohl es im Vorfeld zum Teil heftige Diskussionen gegeben hatte, stimmten satte 94,87 Prozent mit Ja. „Wir sind froh, dass es jetzt weitergeht. Für uns Fußballer ist es eine Katastrophe, wenn wir unserem Job nicht nachgehen können.“

Bevor das Team des ehemaligen Spielers und Co-Trainers des BV Cloppenburg am Samstag gegen die Würzburger Kickers nach der Corona-Zwangspause erstmals seit dem 7. März wieder auf Punktejagd gehen darf, werden er und sein Assistent Mario Neumann – ebenfalls ein langjähriger BVCer – noch intensiv mit ihrer Elf arbeiten. Bis zum Spieltag hat sich der SVM zur Vorbereitung im Hotel Aselager Mühle in Herzlake einquartiert.

„Seit gut einer Woche dürfen wir wieder Einheiten mit der gesamten Mannschaft absolvieren, davor nur in Kleingruppen“, sagt Christian Neidhart. Mit den bislang gezeigten Trainingsleistungen ist der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer sehr zufrieden. „Es ist jede Menge Feuer drin. Die Jungs sind froh, dass sie endlich wieder loslegen dürfen.“

Auf die Unterstützung der Fans muss der SV Meppen verzichten. Auch die Spiele der 3.Liga werden vor leeren Rängen ausgetragen. Foto: dpaSeidelAuf die Unterstützung der Fans muss der SV Meppen verzichten. Auch die Spiele der 3.Liga werden vor leeren Rängen ausgetragen. Foto: dpa/Seidel

Vor der ersten von elf angesetzten Partien in nur 36 Tagen weiß allerdings auch er nicht genau, wo sein Team steht. „Auch für uns wird es natürlich völlig ungewohnt sein, in einem leeren Stadion aufzulaufen. Keiner wird uns zum Beispiel pushen, wenn es mal eine Phase gibt, in der es nicht so gut läuft. Ohne Zuschauer fehlt eigentlich alles, was ein Fußballspiel ausmacht“, sagt Neidhart. „Deswegen erwarte ich, dass es kuriose Ergebnisse geben wird.“

Das Trainerduo bat die Mannschaft zum „Geister-Testspiel“

Um ihr Team an die noch nie dagewesene Atmosphäre zu gewöhnen, baten er und Mario Neumann in der heimischen Hänsch-Arena am Samstag zu einem „Geister-Testspiel“. Neidhart: „Das war sicher sehr hilfreich, aber erst am Samstag wissen wir mehr.“

Eines ist für den Coach und seinen SV Meppen vor der Fortsetzung der Drittliga-Saison aber klar: „Wir werden Vollgas geben und alles versuchen, um weiter erfolgreich Fußball zu spielen. Schließlich hatten wir uns eine tolle Ausgangsposition erarbeitet, als Corona kam“, so Christian Neidhart.

Tatsächlich darf der SV Meppen als Tabellenvierter bei nur zwei Punkten Rückstand auf Waldhof Mannheim und einen direkten Aufstiegsplatz vom Sprung in die 2. Liga träumen. „Davon zu sprechen, wäre auch angesichts der noch nie dagewesenen Umstände vermessen. Wir wissen aber auch, dass du im Fußball immer träumen darfst“, sagt der SVM-Trainer.

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