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Nächstes Kellerduell: Rasta will Serie in Göttingen ausbauen

Der Tabellenvorletzte der Basketball-Bundesliga gastiert am Freitag um 19.00 Uhr beim Drittletzten. Alles Wichtige zum Schlüsselspiel im Abstiegskampf.

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Gute Laune bei Rasta: Von links Jordan Barnett, Stefan Peno und Jean Salumu. Foto: Schikora

Gute Laune bei Rasta: Von links Jordan Barnett, Stefan Peno und Jean Salumu. Foto: Schikora

Es geht voran. Langsam, aber immerhin. Rasta Vechta ist seit ein paar Tagen nicht mehr Tabellenletzter der 1. Basketball-Bundesliga. Das Team um Kapitän Josh Young hat damit begonnen, die Hypothek des kapitalen Fehlstarts mit elf Niederlagen abzuarbeiten. Die beiden Heimsiege gegen Bamberg und Gießen brachten Erleichterung, aber natürlich noch keine Entwarnung. „Wir haben jetzt die Chance, dass wir nachlegen können. Wir wollen den Anschluss herstellen an die Teams, die drei, vier Siege haben“, sagt Trainer Thomas Päch. Eine Woche nach dem 97:84 gegen das neue BBL-Schlusslicht Gießen steht Rasta das nächste Kellerduell bevor. Der Tabellenvorletzte gastiert am Freitag um 19.00 Uhr beim Drittletzten BG Göttingen – verbunden mit der Möglichkeit, nach Pluspunkten mit den „Veilchen“ gleichziehen zu können.

„Wir wollen den Schwung der letzten zwei Spiele mitnehmen“, so Päch. Jean Salumu, nach auskurierten Rücken- und Knieblessuren immer besser in Form und bei den zwei Siegen mit 25 bzw. 26 Punkten Rastas Topscorer, ergänzt: „Wir wollen diese kleine Serie ausbauen.“ Rasta ist das einzige Team ohne Auswärtssieg, das soll sich nun ändern. Das Selbstvertrauen ist groß. „Am Anfang der Saison haben wir noch viele Chancen liegen gelassen. Jetzt wissen wir besser, wie wir unsere Möglichkeiten nutzen können – vor allem in solchen wichtigen Spielen“, sagt Tim Hasbargen, der seit Wochen in Sachen Einsatz voranmarschiert. Päch mahnt: „Natürlich ist Ballast abgefallen, der Ballast war auch immens. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Am Fokus und an der Intensität darf sich nichts ändern.“

An der Personalsituation hat sich derweil etwas geändert. Ohne Ikenna Iroegbu, dessen auslaufender Vier-Wochen-Vertrag nicht verlängert wurde, sind es nur noch sieben ausländische Profis, von denen nur noch einer pausieren muss. Der Konkurrenzkampf ist aber weiter hoch. Päch ist darüber froh, zumal Philipp Herkenhoff weiter auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Göttingen hat acht der letzten neun Spiele verloren

Gegner Göttingen steckt in einer schwierigen Phase und sehnt sich nach einem Erfolgserlebnis. „Das kennen wir. Wir wissen, wie sich die Göttinger gerade fühlen“, so Päch. Nach einem guten Saisonstart mit drei Pokalerfolgen beim Turnier in Vechta (u.a. 99:87 gegen Rasta) und zwei Siegen in den ersten drei Liga-Spielen ging's bergab. In den letzten neun Spielen verbuchte die BG nur einen Sieg (92:90 in Gießen) und acht Niederlagen.

„Wir dürfen nicht in Panik geraten, das wird uns nicht weiterhelfen. Die Saison ist noch lang“, sagte Trainer Roel Moors im Göttinger Tageblatt. Mit Blick auf das Duell gegen Rasta ergänzte der zuvor in Bamberg tätige Belgier: „Natürlich wollen – und vielleicht auch müssen – wir dieses Spiel gewinnen, aber es wird unsere Saison nicht allein entscheiden.“

Ein Grund für die Schieflage ist die fehlende Konstanz beim Personal. Bei der BG gab's ein munteres Heuern und Feuern. Benedikt Turudic? Seit Mitte November nicht mehr im Kader. Ron Jackson? Nicht gut genug für die Power-Forward-Position, seit 11. Dezember nicht mehr da. Galen Robinson? Überfordert als Anführer, seit 10. Januar weg. Jorge Gutierrez? Der Mexikaner, Neuzugang aus Hamburg und geholt als Denker und Lenker, löste seinen Vertrag vor einer Woche auf und ging zu Peristeri Athen. „Jorge war nicht verantwortlich für all’ unsere Probleme. Das habe ich nie gesagt. Aber er konnte nicht bringen, was er hätte bringen müssen. Er hat mit zu wenig Energie gespielt. Und körperlich hat er zu viele Probleme. Ich habe dafür Verständnis. Aber das Team braucht eine andere Körpersprache“, so Moors.

Gesucht wird nun ein neuer Guard. Es wäre nach Rückkehrer Harper Kamp, Will Rayman und Deishuan Booker die vierte und letzte Nachverpflichtung. Dazu Moors: „Ich darf dabei keinen Fehler machen.“ Zaubert die BG, die bereits sechs Ausländer im Kader hat, am Freitagabend einen neuen Anführer aus dem Hut? Päch sieht's eher gelassen: „Darüber mache ich mir nicht so viele Gedanken. Ich glaube nicht, dass sie jetzt einen Schnellschuss machen.“

Schlechte Erinnerungen an das Pokal-Spiel

Mit der Spielweise der BG ist er vertraut. „Sie fackeln nicht lange, das haben wir im Pokal erlebt“, sagt Päch. 62 Punkte kassierte Rasta damals in der ersten Halbzeit – so viele wie noch nie in einem Spiel auf BBL-Ebene. „Wir müssen besser starten“, fordert auch Hasbargen. Tragende Säulen im BG-Spiel sind Tai Odiase (16,4 Punkte im Schnitt), Luke Nelson (15,3) und Aubrey Dawkins (14,5). „Sie sind offensiv klar strukturiert“, so Päch.

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