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Nach tristen Wochen lockt das Viertelfinale

Die Amasyaspor-Fußballer treffen am Samstag um 16.00 Uhr im Pokal auf den Landesligisten Frisia Wilhelmshaven. Zuletzt gab es in Lohne Gesprächsbedarf.

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Im Moment nicht voll zufrieden: Amasyaspor-Coach Thomas Schmunkamp. Foto: Wenzel

Im Moment nicht voll zufrieden: Amasyaspor-Coach Thomas Schmunkamp. Foto: Wenzel

Der Termin war schon ein paar Tage vor dem Spiel anberaumt worden, aber „das passte ganz gut“, sagt Thomas Schmunkamp mit einem Grinsen. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den TuS Emstekerfeld stand beim Fußball-Bezirksligisten Amasyaspor Lohne eine Mannschaftssitzung an. Und es gab auch reichlich Redebedarf. Erst ein 1:5 bei GW Brockdorf, dann „nur“ ein 3:3 gegen BW Lüsche und schließlich die Nullrunde gegen Emstekerfeld – das gefiel dem Coach nicht; auch wenn die Hinrunde insgesamt voll im Rahmen verlief. Nach dem zuletzt etwas tristen Liga-Alltag steht für Amasyaspor nun die Bezirkspokal-Abwechslung an: Am Samstag steigt um 16.00 Uhr daheim das Achtelfinale gegen den Landesligisten Frisia Wilhelmshaven.

Der Liga räumt Thomas Schmunkamp die maximale Priorität ein, daraus macht er keinen Hehl. Die jüngsten Ergebnisse bezeichnet er als „nicht zufriedenstellend“. Im engen Zusammenhang mit den Resultaten steht auch, dass die Trainingsbeteiligung zuletzt um etwa zehn Prozent gesunken ist. Schmunkamp will zwar keine Schwarzmalerei betreiben – die aktuelle Tabellensituation sei in Ordnung –, aber die jüngste Entwicklung sei eben nicht gut gewesen. „In den letzten Wochen war eine gewisse Zufriedenheit bei allen da“, erklärt der Lohner. Diese habe ein paar Nachlässigkeiten zur Folge gehabt.

Die Zufriedenheit war zeitweise aber auch gut begründet: Amasyaspor lag lange auf Top-5-Kurs – und auch jetzt können die Gelb-Schwarzen mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den SV Thüle (18. November, 19.30 Uhr) noch aufschließen. „Es war viel mehr möglich“, urteilt Thomas Schmunkamp.

Schon der dritte Landesligist als Pokal-Gegner

Wie viele Teams hat Amasyaspor nach der Corona-Pause auch mit Verletzungen zu kämpfen. Angreifer Dennis Bart (muskuläre Probleme) kam nur auf vier Einsätze und fehlt schon länger. Er sei ein „ganz, ganz wichtiger Spieler“, so Schmunkamp, weil er die anderen Offensivkräfte Tobias Mählmann, Ahmet und Alper Yilmaz unterstütze. Abwehrchef Henning Tönnies ist wieder fit, stattdessen fehlen Ali Önder, Cem Önder und Elias Schmunkamp. Dafür sind laut dem Trainer junge Akteure wie Jannik Gerdesmeyer, Kevin Kempel und Bayram Koc „ins Rampenlicht gerückt“. Ihnen attestiert er gute Leistungen.

Zu den positiven Aspekten der Saison zählt definitiv auch die Lohner Pokalreise. Leicht hatte Amasyaspor es bislang nicht: In der vierten Runde geht es zum dritten Mal gegen einen Landesligisten. Die vorherigen Stationen: 4:2 gegen GW Mühlen (nach Elfmeterschießen), 3:2 bei GW Brockdorf und 1:0 gegen den VfL Wildeshausen. Nun kommt Wildeshausens letzter Landesliga-Gegener Frisia Wilhelmshaven (2:2) nach Lohne.

Die Frisia liegt derzeit auf Meisterrunden-Kurs und ist laut Schmunkamp eine „Top-Mannschaft mit einem sehr, sehr guten Trainer“: Jürgen Hahn. Ihn kennt Schmunkamp noch aus seiner Landesliga-Zeit bei BW Lohne – Hahn coachte lange Atlas Delmenhorst. Amasya will erneut alles versuchen. „Wir haben ja nichts zu verlieren“, sagt der Coach. Aber etwas zu gewinnen – und zwar ein Ticket fürs Viertelfinale, das beim Kreisligisten Borussia Neuenhaus steigen würde.

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