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Nach nur 80 Minuten ist alles vorbei

Tennisspielerin Julia Middendorf (18) aus Dinklage verliert ihr Auftaktmatch bei den „Roland Garros Junior Championships“ in Paris.

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Premiere in Paris: Julia Middendorf am Sonntag in Aktion. Foto: Jürgen Hasenkopf

Premiere in Paris: Julia Middendorf am Sonntag in Aktion. Foto: Jürgen Hasenkopf

Es war ihr erster Auftritt auf der großen Grand-Slam-Bühne – und er endete mit einer Enttäuschung: Tennisspielerin Julia Middendorf ist bei den „Roland Garros Junior Championships“ in Paris in der ersten Runde ausgeschieden. Die 18-Jährige aus Dinklage verlor am Sonntagnachmittag ihr Auftaktmatch gegen die 16 Jahre alte Belgierin Sofia Costoulas mit 2:6 und 5:7.

Nach einer Stunde und 20 Minuten war die Partie auf Court 5 im Stade Roland Garros vorbei. Sofia Costoulas, die Nummer 14 der U-18-Weltrangliste und bei den French Open an Position zwölf gesetzt, verwandelte ihren ersten Matchball und zerstörte damit Julia Middendorfs Traum von einem längeren Aufenthalt im Wettbewerb „Girls' Singles“.

Julia Middendorf hatte sich im Frühjahr mit drei Erfolgen auf der „Juniors Tour“ des Weltverbandes ITF (Turniersiege in Benicarlo und Ricany sowie Halbfinale in Villena) auf den 25. Platz der U-18-Weltrangliste vorgearbeitet und damit den Sprung ins Hauptfeld von Paris geschafft.

Während die Dinklagerin, die ungesetzt war und im Vorfeld auf „etwas Glück bei der Auslosung“ gehofft hatte, am Sonntag ihr Grand-Slam-Debüt feierte, verfügte ihre Widersacherin bereits über Erfahrung bei den wichtigsten Tennisturnieren. Sie nahm 2020 an den Australian Open und an den French Open teil – das Aus kam jeweils in Runde eins, nun klappte es im dritten Anlauf mit dem Einzug in die zweite Runde.

Julia Middendorf erwischte klassischen Fehlstart

Julia Middendorf erwischte im vierten Spiel des Tages auf Nebenplatz 5, der zwischen dem größten Stadion „Court Philippe Chatrier“, dem TV-Zentrum und dem „Place des Mousquetaires“ liegt, einen klassischen Fehlstart. Sie agierte sehr nervös, gab ihre ersten drei Aufschlagspiele ab und ließ beim Stand von 1:4 vier Breakchancen ungenutzt. Nach 36 Minuten hieß es 2:6.

Der zweite Durchgang lief zunächst viel besser für Julia Middendorf, sie führte mit 5:1 und schickte sich an, erneut ein Spiel nach einem verlorenen ersten Satz zu drehen – so wie im Finale in Benicarlo und in den beiden Qualifikationspartien beim WTA-Turnier in Stuttgart. Aber: Sie machte den Sack nicht zu. Sofia Costoulas witterte ihre Chance: Die Belgierin verkürzte, glich aus, zog vorbei und ließ kein Comeback ihrer Gegnerin mehr zu. Entscheidend war am Ende, dass Costoulas bei Breakbällen deutlich effektiver war (6/7) als Middendorf (3/9).

Für Julia Middendorf gab's am Wochenende jedoch auch eine gute Nachricht. Der Weltverband ITF veröffentlichte die „Acceptance List“ für „The Junior Championships“ in Wimbledon (5. bis 11. Juli) – und Julia Middendorf ist im Rasen-Mekka an der Church Road dabei, sie hat einen Platz im Hauptfeld sicher.

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