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Nach Coronapause gilt: „Jetzt erst recht“

Auch die Speedwayfahrer des MSC Cloppenburg müssen mit der langen Unterbrechung und den Rennabsagen erst einmal umgehen.

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Keine Drifts und kein Motorenlärm: Auf der Speedwaybahn des MSC Cloppenburg fallen coronabedingt alle Rennen in diesem Jahr aus. Foto: Heidkamp

Keine Drifts und kein Motorenlärm: Auf der Speedwaybahn des MSC Cloppenburg fallen coronabedingt alle Rennen in diesem Jahr aus. Foto: Heidkamp

Was viele Speedway-Fans bereits lange im Voraus befürchtet hatten, wurde vor wenigen Wochen zur Gewissheit – bis zum Ende des Jahres wird es im Emstekerfelder Speedway-Motodrom keinen Motorenlärm und damit auch keine spannenden Rennen mehr geben. Und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr zum 70-Jährigen Bestehen des MSC Cloppenburg. Dabei standen alle Vereinsmitglieder des MSC für die anstehenden Rennen in den Startlöchern und wurden durch die Corona-Pandemie abrupt ausgebremst.

„Die Night of the Fights“ hat sich mittlerweile zu einem Highlight im bundesdeutschen Speedwaykalender entwickelt, auf welches sich nicht nur die Bahnsportfans, sondern auch viele bahnunkundige Fans aufgrund des attraktiven Programms mit vielen Speedway-Stars schon lange im Voraus freuen. Der bundesweite Lockdown kam zu einer Zeit, wo bereits die ersten Rennen gestartet worden wären. „Spätestens da war uns allen klar, dass es in diesem Jahr keine Rennen mehr geben wird. Und eine Night of the Fights unter Coronadedingungen wäre keine Night of the Fights gewesen“, erklärte MSC-Sportleiter Stefan Timme.

Wenn es im Efelder Speedway-Motodrom wieder Rennen geben wird, werden wir alle wieder 100 Prozent geben“. Stefan Timme, Sportleiter des MSC Cloppenburg. Foto: Heidkamp„Wenn es im E`felder Speedway-Motodrom wieder Rennen geben wird, werden wir alle wieder 100 Prozent geben“. Stefan Timme, Sportleiter des MSC Cloppenburg. Foto: Heidkamp

Als besonders bedauerlich für den MSC bezeichnete Timme den Ausfall von zwei Veranstaltungen, für die in Emstekerfeld erstmals das Startband nach oben geschnellt wäre. Mit der FIM-Weltmeisterschaft in der 250er Klasse und dem DMSJ-Paar-Cup Lauf wären erstmals zwei wichtige FIM-Prädikatsrennen beim MSC auf hauseigener Bahn durchgeführt worden. „Eine besondere, auch organisatorische Herausforderung für unsere Mitglieder, da die Uhren bei FIM-Events ein bisschen anders ticken. Aber ich bin mir sicher, dass unsere Mitglieder das ebenso sauber und sicher gewuppt hätten wir alle anderen Veranstaltungen zuvor“, trauert Sportleiter Stefan Timme, der in Wien eigens für die Finalläufe den FIM-Rennleiterschein machen musste, diesen beiden ausgefallenen Events hinterher. Vor allem deswegen, weil mit Jonny Wynant und Marlon Hegener zwei MSC-Eigengewächse an das Startband gerollt wären und aufgrund ihrer fahrerischen Leistungen durchaus Hoffnungen auf das Finale gehabt hätten.

Ebenso fiel die Jugendwoche im April, bei dem sich der Nachwuchs der Öffentlichkeit hätte präsentieren können, dem Virus zum Opfer. „Das ärgert uns schon ein bisschen, denn wir legen sehr viel Wert auf die Jugendarbeit und können stolz sein auf die starken Leistungen und Erfolge, die unsere jungen Fahrer Jahr für Jahr abliefern. Das ist ein großer Verdienst der ausgezeichneten Jugendtrainer und ihrer Arbeit unter der Leitung von Thore Weinert“, betonte der Sportleiter.

Wichtig sei es nach seiner Meinung jetzt, das Vereinsleben aufgrund der langen Pause wieder in Schwung zu bringen und am Laufen zu halten. Auf der Basis eines Restaurantbesuchs unter Corona-Bedingungen treffen sich die Mitglieder immer am ersten Freitag im Monat im Vereinsheim und „stecken die Köpfe“ zusammen. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“, hofft Stefan Timme, dass der MSC die Corona-Krise durch den Zusammenhalt gestärkt überstehen wird.

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