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Mühlens Vorbereitung läuft – mit einem ganz speziellen Ziel

Die Grün-Weißen sind für die Rückrunde in der Fußball-Landesliga gerüstet. In personeller Hinsicht wurden bereits Weichen für 2022/23 gestellt.

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Durchsetzungskraft gefragt: Mühlens Leo Westermann (Mitte) beim 4:0-Sieg Ende November gegen Liga-Primus SC Melle. Foto: Wenzel

Durchsetzungskraft gefragt: Mühlens Leo Westermann (Mitte) beim 4:0-Sieg Ende November gegen Liga-Primus SC Melle. Foto: Wenzel

Die Hinrunde in der Fußball-Landesliga ist für GW Mühlen nach sehr holprigem Beginn nahezu perfekt gelaufen. Nur das i-Tüpfelchen hat gefehlt: die Qualifikation für die Meisterrunde. Noch immer wurmt es sie in Mühlen, dass das Derby bei Falke Steinfeld am letzten Spieltag 2021 vom Bezirksverband wegen Corona-Sorgen abgesagt worden ist – vor allem, wenn sie sehen, wie vergleichsweise entspannt sich die Lage damals im Gegensatz zur Gegenwart darstellte.

Mühlen braucht also noch diesen einen Sieg am 20. März für das vorzeitige Erreichen des Saisonziels – den Klassenerhalt. Was dann käme, wäre Zugabe. „Ich glaube, dass wir in dem Spiel die Favoritenrolle annehmen müssen“, sagt Trainer Andreas Hinrichs, der nicht dafür bekannt ist, sich mit Spielprognosen allzu weit aus dem Fernster zu lehnen.

Das Thema Oberliga-Lizenz hat die Mühlener demzufolge auch schon beschäftigt. Allerdings wurde die Frist für die Antragsstellung auf den 31. März verschoben, sodass man die sportliche Entscheidung am 20. März abwarten kann. Wenn man sich vorher hätte bewerben müssen – GW Mühlen hätte es getan, auch im Wissen darum, vielleicht in der Abstiegsrunde zu landen. Für Hinrichs wäre der formale Antrag das richtige Zeichen gewesen, um dem Überraschungsteam der Hinrunde auch eine entsprechende Wertschätzung zu geben. In der Rückrundentabelle dieser Hinrunde ist Mühlen sogar Erster.

Erst seit dem 10. Januar wissen die Landesligisten, wie es mit den Nachholspielen weitergeht. Seit dem 15. Januar befindet sich Mühlen im Training, personell etwas verändert. Finn Plümer (St. Hülfe-Heede) und Alexander Landwehr (SV Kroge) haben den Verein verlassen, Jan Leiber und Peter Sieve (beide BW Lohne) sind neu dabei. Von seinen Zugängen erhofft sich Andreas Hinrichs natürlich weitere Impulse in der Offensive: „Sie sind eine absolute Bereicherung.“

Nachdem die Startschwierigkeiten überwunden waren, trat GW Mühlen als jüngstes Liga-Team immer gefestigter auf und will sich zur Rückrunde taktisch noch weiterentwickeln. „Wir wollen grundsätzlich mutig Fußball spielen. Die Jungs dürfen dabei Fehler machen“, sagt Andreas Hinrichs. Dass man auf ein fixes Ziel – das Steinfeld-Spiel – zusteuern könne, sieht der Coach im Vorbereitungsablauf positiv. Auch das erste Testspiel (3:2 beim SV Holdorf) passte da hinein. Weitere Spiele folgen am Samstag bei Viktoria Georgsmarienhütte sowie beim Blitzturnier in Neuenkirchen (12. Februar), gegen GW Brockdorf, Amasyaspor Lohne, FC Schüttorf, TV Dinklage und Staffel-I-Landesligist TuRa Westrhauderfehn mit Trainer Erhan Colak, einem früheren Weggefährten von Andreas Hinrichs.

Ein kleines Problem ist nach wie vor, dass mehrere Spieler aus beruflichen oder studentischen Gründen öfter beim Training fehlen. Deswegen, so Hinrichs, würde die ständige Präsenz der Neuzugänge Leiber/Sieve an dieser Stelle schon guttun.

Andreas Hinrichs hat die Zahlen im Kopf

Aus beruflichen Gründen wird auch Routinier Andre Balster zum Saisonende erst mal aussteigen. Sonst würde die Mannschaft überwiegend zusammenbleiben, erklärt Andreas Hinrichs. Das Funktionsteam macht derweil 2022/23 komplett weiter: Hinrichs selbst, sein Co-Trainer Ben Wobbeler, Teammanager Jonas Varwig, Fitnesscoach Jan Zerhusen, Torwarttrainer Frank Heyden, Physiotherapeutin Sarah Kröger und Alfred Pundsack als gute Team-Seele. Andreas Hinrichs betont zudem: „Das Mannschaftsgefüge ist sehr intakt“, das erhöhe den Spaß noch deutlich.

Gerechnet hat Andreas Hinrichs natürlich auch. In die Abstiegsrunde würde man je nach Ausgang der letzten Spiele 18 oder 19 Punkte mitnehmen, in die Meisterrunde neun oder zehn. In der Vorbereitung will das Team alles dafür tun, dass am 20. März Variante 2 zur Anwendung kommt.

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