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Mühlener Triumph nach TVD-Horrorstart

Fußball-Landesligist GW Mühlen hat das Derby im Dinklager Jahnstadion mit 3:1 (1:1) gewonnen. Dem TVD wurde ein früher Platzverweis zum Verhängnis.

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Frust und Freude: Constantin Westermann (rechts) feiert mit Patrick Albers sein Tor zum 2:1. Kevin Dahlmann schimpft. Foto: Schikora

Frust und Freude: Constantin Westermann (rechts) feiert mit Patrick Albers sein Tor zum 2:1. Kevin Dahlmann schimpft. Foto: Schikora

Die Mühlener sprangen noch singend im Kreis – da stapften die Dinklager schon enttäuscht in die Kabine. Im Jahnstadion prallten am Sonntagnachmittag nach dem Schlusspfiff zwei Gefühlswelten aufeinander. Der Grund: GW Mühlen hatte das Derby beim TV Dinklage zum Saisonauftakt in der Fußball-Landesliga mit 3:1 (1:1) gewonnen. Der TVD spielte allerdings auch über 90 Minuten lang in Unterzahl: Schon in der 3. Minute hatte der Dinklager Benedikt Blömer wegen einer Notbremse Rot gesehen.

Stefan Arlinghaus war ob des Spielverlaufs ziemlich gefrustet. „Das stellt natürlich alles auf den Kopf, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der neue Dinklager Trainer zum frühen Platzverweis. Hinten raus hat dann angesichts der Unterzahl auch die Kraft gefehlt.

Zum Dinklager Katastrophenstart gehörte neben der Roten Karte auch noch der Mühlener Führungstreffer durch Kevin Steinfeld (10.). Dinklages Neuling Wilke Weßling konnte mit einem schönen Freistoß aber wenig später ausgleichen (20.) – da sah GWM-Keeper Maurice Planteur nicht gut aus. Lange blieb es beim 1:1, aber in der Schlussphase sorgten Constantin Westermann (81., nach Pass von Patrick Albers) und Hubertus Blömer (89., nach Westermann-Vorlage) für den Erfolg. Und der war auch gerechtfertigt. Die Dinklager protestierten nach dem zweiten Mühlener Treffer allerdings gewaltig. „Das war ein Geschenk. Der steht zwei Meter im Abseits. Wenn das Tor nicht fällt, bleibt es hier vielleicht beim 1:1“, ärgerte sich Arlinghaus. In der Tat war der Treffer aus abseitsverdächtiger Position gefallen. Doch das änderte nichts daran, dass sich GWM die drei Punkte verdient hatte.

Ungemach und Albers bei Mühlen bärenstark

„Ich bin insgesamt zufrieden“, resümierte Mühlens Coach Ingo Soremba nach dem Schlusspfiff. „Der einzige Vorwurf, den wir uns gefallen lassen müssen, ist, dass wir zu viele unnötige Fouls gemacht haben.“ Eines davon hatte gegen die nach Standards gefährlichen Dinklager zum Gegentreffer geführt. Soremba fand besonders für Mittelfeldantreiber Tom Ungemach und Sturmspitze Patrick Albers lobende Worte. „Schade, dass er sich nicht mit einem Tor belohnt hat“, sagte er über Albers. Die Chancen dafür waren da: Albers hatte sich gleich fünf gute Gelegenheiten erarbeitet – drei in der ersten (19./33./39.), zwei in der zweiten Hälfte (51./80.).

Nach der starken Mühlener Anfangsphase konnten sich die Platzherren etwas Luft verschaffen und die Partie bis zur Pause ausgeglichen gestalten. Sie hatten auch eine gute Führungschance: Nach einer schicken Außenristflanke von Thomas Wulfing scheiterte Felix Schmiederer per Kopfball (38.).

Die etwa 450 Zuschauer, die auf Holzstühlen und -Bänken vor der Bande Platz fanden, sahen ein Spiel mit vielen Torraumszenen. Sie bereuten ihr Kommen allenfalls, als kurz vor der Halbzeitpause übler Regen einsetzte. Mit Wiederbeginn war der Schauer vorbei. Jetzt machte vor allem Mühlen Wind und erspielte sich einige Möglichkeiten. Der TVD wurde noch zweimal gefährlich: Ein Schuss von Lasse Barz wurde geblockt (86.), ein Schmiederer-Kopfball geklärt (87.). Der Einsatz blieb unbelohnt. Und auf der Gegenseite vollendete Blömer, der zuvor noch den Außenpfosten getroffen hatte (62.), einen Bilderbuch-Konter zum 3:1.

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