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Mühlen fertigt den Spitzenreiter ab

Klarer Erfolg gegen Melle lässt Meisterrunde näher kommen. In Dinklage und Steinfeld läuft's hingegen nicht so gut.

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Jubel im Münsterland-Stadion: GW Mühlen feiert eines seiner vier Tore gegen den SC Melle. Foto: Wenzel

Jubel im Münsterland-Stadion: GW Mühlen feiert eines seiner vier Tore gegen den SC Melle. Foto: Wenzel

GW Mühlen - SC Melle 4:0

Die Landesliga-Fußballer von GW Mühlen haben sich auf eindrucksvolle Art und Weise eine perfekte Ausgangslage für die Teilnahme an der Meisterrunde und den damit verbundenen vorzeitigen Klassenerhalt gesichert.

Eine Woche nach dem 2:0-Erfolg beim Tabellenzweiten SV Holthausen setzten die Grün-Weißen noch einen drauf und schlugen den Tabellenführer SC Melle überraschend deutlich mit 4:0 (1:0). Durch den achten Saisonsieg schoben sich die Mühlener am TV Dinklage vorbei auf Platz drei und können nun mit einem Sieg am letzten Spieltag im Derby bei Falke Steinfeld den Einzug in die Meisterrunde fix machen.

Mühlens Trainer Andreas Hinrichs war nach dem Abpfiff entsprechend hoch zufrieden: „Das war ein überragender Auftritt und eine wirklich geschlossene Teamleistung. Wenn man bedenkt, dass wir das Hinspiel noch mit 0:7 verloren haben und Melle zuvor erst insgesamt zehn Gegentore kassiert hat, ist die heutige Leistung unserer Mannschaft noch höher zu bewerten“, lobte Hinrichs.

Führung fällt kurz vor der Pause

In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit vergab Mühlen durch eine Doppelchance von Constantin Westermann und Leo Westermann die erste Gelegenheit zum 1:0 (7.), auf der Gegenseite hatten die Hausherren jedoch auch Glück, dass Schlussmann Phil-Leon Wilhelm einen Schuss von Melles Robin Flechsig gut parierte (27.). Kurz vor der Pause sorgte dann Benjamin Willenbrink nach Vorarbeit von Leo Westermann für die Mühlener 1:0-Führung (41.).

Nach dem gleichen Muster fiel nach dem Seitenwechsel auch das 2:0: Wieder legte Leo Westermann für Benjamin Willenbrink vor, der mit seinem zehnten Saisontreffer vollstreckte (56.). In der Folgezeit spielte sich Mühlen in einen wahren Rausch. „Wir hatten das Spiel komplett unter Kontrolle. Es passte einfach eine Menge“, berichtete Andreas Hinrichs. So legte der auffällige Jonas Pöhlking das 3:0 nach (74.), ehe Tom Ungemach einen Elfmeter nach Foul an Pöhlking zum 4:0-Endstand verwandelte (78.).

TV Dinklage - FC Schüttorf 0:2

Das war kein schöner 1. Advent für die Fußballer des TV Dinklage. Während die Konkurrenz von GW Mühlen den nächsten Sieg einfuhr, verloren die Dinklager ihr Landesliga-Heimspiel gegen den direkten Rivalen FC Schüttorf mit 0:2 (0:1). Im Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde war das ein empfindlicher Rückschlag für den TVD. Sowohl Mühlen als auch Schüttorf zogen in der Tabelle vorbei.

„Die Enttäuschung ist riesig, auch wenn man die anderen Ergebnisse hört“, sagte TVD-Betreuer Michael Ostermann, versprach aber zugleich: „Wir werden am letzten Spieltag noch mal alles geben. Wir geben nicht auf.“ Zum Abschluss der Hauptrunde tritt Dinklage am kommenden Sonntag (5. Dezember) beim SV Bad Rothenfelde an. Doch selbst bei einem eigenen Sieg bräuchte der TVD noch Schützenhilfe, um unter die ersten vier zu kommen und so doch noch die Meisterrunde zu erreichen.

Die Hände am Ball: Schüttorfs Keeper Shirin Namoyan (rechts) klärt vor dem Dinklager Steffen Buddelmeyer. Foto: WenzelDie Hände am Ball: Schüttorfs Keeper Shirin Namoyan (rechts) klärt vor dem Dinklager Steffen Buddelmeyer. Foto: Wenzel

„Einen Punkt hätten wir definitiv verdient gehabt“, sagte Ostermann zu der Partie gegen Schüttorf. Die rund 180 Zuschauer sahen von Beginn an eine umkämpfte Partie. „Man konnte merken, dass es für beide um alles ging“, sagte Ostermann: „Es war ein faires Spiel, aber zweikampfintensiv.“

Über weite Strecken hielt das Team von Trainer Stefan Arlinghaus gut mit – mit Ausnahme einer rund 15-minütigen Phase in der ersten Halbzeit, in die auch das 0:1 durch Daniel Befort fiel (33.). Nach einer Freistoßflanke traf er aus etwa 14 Metern. Zuvor hatte Schüttorfs Jesko Bühring die Latte getroffen (22.). Helge Pollmann scheiterte erst an TVD-Keeper Jan Rohe (31.) und dann am Innenpfosten (35.).

Doch auch Dinklage besaß gute Chancen durch Wilke Weßling (14.), Steffe Espelage (36.) und Thomas Wulfing (37.). Letzterer war es auch, der in der 65. Minute die beste Gelegenheit ausließ, als er zwei besser postierte Mitspieler übersah. Nachdem Rohe noch einmal gerettet hatte (75.), machte Pollmann in der Nachspielzeit nach einem Konter den Deckel drauf (90.+4).

Union Lohne - Falke Steinfeld 1:0

Die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld haben eine deutlich bessere Ausgangslage für die im Frühjahr beginnende Abstiegsrunde fahrlässig liegen gelassen. Beim Tabellenletzten Union Lohne unterlagen die Falken mit 0:1 (0:0) und verpassten damit drei wichtige Zähler mit in die Abstiegsrunde mitzunehmen. „Das ist schon sehr ärgerlich, zumal hier deutlich was drin gewesen wäre“, sagte Steinfelds Trainer Artur Zimmermann nach der Partie enttäuscht.

Der Falke-Coach machte dabei vor allem die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive für die Niederlage verantwortlich. „Wir hatten viel Ballbesitz, aber kaum Chancen. In den entscheidenden Situationen können wir uns einfach nicht richtig durchsetzen“, monierte Zimmermann. Da auch Union Lohne nicht sonderlich viel Interesse am Spiel nach vorne hatte, plätscherte die Partie lange Zeit vor sich hin. In der 61. Minute gingen die Gastgeber dann aber durch Lukas Niehof mit 1:0 in Führung. Doch auch jetzt fehlte es den Steinfeldern an gefährlichen Szenen in Strafraumnähe

Artur Zimmermann fordert eine gewaltige Steigerung

Erst als Trainer Artur Zimmermann mit Jan Schockemöhle und Halil Ablak zwei Mitglieder der Viererkette mit nach vorne beorderte, kam etwas mehr Gefahr ins Steinfelder Offensivspiel. „Wenn unsere einzige guten Chancen durch einen Innenverteidiger und einen Außenverteidiger herausgespielt werden, kann man daran sehen, dass wir vorne einfach Probleme haben“, meinte Zimmermann. So vergaben Lukas Themann nach starker Vorarbeit von Ablak (79.) sowie Schockemöhle (90.+5) die einzigen Ausgleichschancen der Gäste.

„Wir müssen uns vor dem letzten Spiel gegen Mühlen und dann besonders in der Winterpause im Spiel nach vorne gewaltig verbessern. Ansonsten wird es mit dem Klassenerhalt richtig schwer“, so Zimmermann abschließend.

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