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Mühlen braucht im „Spitzenspiel“ vor allem Mut

Mühlens Landesliga-Fußballer gehen als Außenseiter ins  Duell mit dem SC Melle. Aber Trainer Ingo Soremba sagt: „Wir sind nicht chancenlos.“

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Jubel im Jahnstadion: Der Mühlener Hubertus Blömer nach seinem Tor zum 3:1 am vergangenen Sonntag. Foto: Schikora

Jubel im Jahnstadion: Der Mühlener Hubertus Blömer nach seinem Tor zum 3:1 am vergangenen Sonntag. Foto: Schikora

Spitzenspiel in der Südstaffel der Fußball-Landesliga: Verfolger gegen Primus. Der Tabellenzweite empfängt den punktgleichen Spitzenreiter und will ihn vom Thron stürzen. Spannung pur. Auf diese Weise könnte man die Vorzeichen vor GW Mühlens Heimspiel gegen den SC Melle am Sonntag um 15.00 Uhr überdramatisieren. Aber es ist ja erst der 2. Spieltag.

Fakt ist: Die Mühlener sind mit einem 3:1-Derbysieg beim TV Dinklage am vergangenen Sonntag hervorragend in die neue Saison gestartet. Und die Meller sind noch besser gestartet: mit einem 8:0-Kantersieg im Osnabrücker Derby gegen den Aufsteiger SV Bad Rothenfelde.

„Schöne Momentaufnahme“, kommentiert Ingo Soremba die Konstellation. „Ich hab' den Jungs gesagt: Rahmt euch die Tabelle ein.“ Die Mannschaft habe in Dinklage das Vertrauen gerechtfertigt und eine gute Reaktion auf das Bezirkspokal-Aus bei Amasyaspor Lohne (1:4) gezeigt. Doch nun komme „ein komplett anderer Gegner“. Der SC Melle, der durch den vorzeitigen Saisonabbruch daran gehindert wurde, BW Lohne noch Platz eins streitig zu machen, ist für Soremba auch in diesem Jahr eine Spitzenmannschaft. Das Team von Trainer Ronald Twyrdy, der am Sonntag auf Malte Moß und Dennis Greiff verzichten muss, sei „durch die Bank weg überragend besetzt“.

„Wir sind nicht chancenlos.“Mühlens Trainer Ingo Soremba

GW Mühlen baut indes auf den Überraschungsfaktor. „Wir sind nicht chancenlos“, weiß Soremba. Neben dem länger verletzten Jan Bünnemeyer fehlt ihm Torsten Stukenborg (Platzwunde) – sonst kann er aus dem Vollen schöpfen. Auch Leistungsträger Nico Files wird eine Alternative sein; unklar ist nur, ob es schon für die Startelf reicht. Die Erfolgsformel formuliert Soremba so: „Wir müssen einfach Mut zeigen und nach vorne spielen.“

Der Rückenwind ist da, der Coach musste nach dem Derbysieg die Euphorie gar ein wenig bremsen. Er hätte aber wohl nichts dagegen, wenn ihm diese Aufgabe auch in der kommenden Woche zufallen würde. Dafür bräuchte es die nächste schöne Momentaufnahme.

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