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Muckers Motto: Eine für alles und alles für Einen

Außen vor: In einer Serie werden Ehrenamtler in den Vordergrund gerückt.  Heute Gabi Mucker, Klubchefin von Fortuna Einen.

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Selbst ist die Frau: Gabi Mucker, Vereinsvorsitzende von Fortuna Einen. 

Selbst ist die Frau: Gabi Mucker, Vereinsvorsitzende von Fortuna Einen. 

Wer kann schon von sich behaupten, zwei Familien zu haben? Klar, Patchwork-Familien oder Personen mit Kindern aus mindestens zwei Beziehungen. Gabi Mucker hat zwar auch Kinder und das auch nur aus einer Beziehung – zwei Familien hat sie trotzdem. Die eine ist jedoch sportlicher Natur. Jedenfalls spricht diese Analyse aus ihr selbst: „Fortuna Einen ist eine große Familie, jeder kennt jeden, das Miteinander und die Gemeinschaft sind einfach toll. Viele sind mit Herzblut dabei.“ So auch Gabi Mucker. Sie ist kreisweit die einzige weibliche Vorsitzende eines Sportvereins. „Es ist eine tolle Bestätigung, als Frau von einem überwiegenden Fußballverein gewählt zu werden“, sagt sie. Und das Herzblut habe ihr mittlerweile verstorbener Vater ihr quasi mit die Wiege gelegt, erklärt die 55-Jährige.

Seit 1986 ist Gabi Mucker Mitglied bei Fortuna. Über die Gründung und Leitung der Volleyball-Abteilung sowie einen Beisitzerposten im Vorstand gelangte sie 2013 an die Vereinsspitze. Und wenn es nach ihr geht, bleibt sie dort auch noch eine Weile. „Solange ich nicht abgewählt werde, würde ich es weitermachen. Es macht mir Spaß“, sagt sie. In der Goldenstedter Bauerschaft werde das Vereinsmotto „Einer für alle, alle für Einen“ gelebt, erklärt Gabi Mucker. Heruntergebrochen auf ihr eigenes Engagement könnte es auch heißen: Eine für alles und alles für Einen.

„Ich bin mehr die Praktische“ Gabi Mucker

Für das Anpacken ist sich die Vereinschefin nicht zu schade. Egal, ob in der vereinseigenen Grillhütte, im Vereinsheim, bei der Laubbeseitigung oder beim Sträucher schneiden am Rande des Sportplatzes. Dazu passt: Auch daheim vertreibt sich die hauptberufliche Tagesmutter ihre Zeit gern im eigenen Garten. „Ich bin mehr die Praktische“, sagt Gabi Mucker. Ein Ansatz, den sie sich auch innerhalb des Vereins noch stärker wünschen würde. „Ein paar mehr Menschen und Mitglieder, die sich zutrauen, Aufgaben zu übernehmen, die sich anbieten, helfen, einbringen“, sagt Gabi Mucker. „Es lastet viel auf wenigen Schultern.“ Sie hofft, dass die jetzige Coronavirus-Krise den ein oder anderen dazu bewegt, sich stärker zu engagieren.

Sie packt überall mit an: Gabi Mucker hilft auch bei der Verpflegung. Sie packt überall mit an: Gabi Mucker hilft auch bei der Verpflegung. 

Und wenn es an der Seitenlinie oder bei Spielereltern mal knatscht, ist die Vorsitzende ebenfalls zur Stelle. „Da sehe ich mich als Ansprechpartnerin“, sagt sie. Selber machen, statt die Aufgaben einfach zu verteilen, sei ihre Maxime. Gabi Mucker gibt aber auch zu, dass ihre Familie daheim sie dann auch hin und wieder mal einbremsen müsse in ihrem Eifer: „Ich hab' einen Hang, alles zu übertreiben“, sagt die Mutter von drei erwachsenen Kindern. Pompös, mit Glanz und Glamour, feierte Fortuna Einen im letzten Jahr dagegen sein 100-jähriges Vereinsbestehen. Ein Ereignis, von dem Gabi Mucker und der Verein auch heute noch schwärmen und zehren. „Das war ein rauschendes Fest, ein Highlight“, erinnert sie sich gern zurück.

Viel Aufmerksamkeit für Resi und Teddy

Neben ihrem Einsatz für Fortuna stehen auch ihre beiden Hunde bei Gabi Mucker hoch im Kurs. Die zwei Mischlinge Resi und Teddy bekommen natürlich jetzt in der Corona-Pause besonders viel Aufmerksamkeit. In ihrem Job bei der Großtagespflege passiert aufgrund der Corona-Krise bis auf Notbetreuungen im Moment nicht viel. Somit verbringt die Goldenstedterin viel Zeit zu Hause. „Das kommt den Hunden natürlich zugute“, erklärt sie. Ausgiebige Spaziergänge sind an der Tagesordnung.

Hier soll es bald weitergehen: Gabi Mucker wünscht sich den Sport-Alltag zurück. Hier soll es bald weitergehen: Gabi Mucker wünscht sich den Sport-Alltag zurück.

Und wenn der Niedersächsische Fußballverband den Spielbetrieb im Spätsommer oder Herbst wieder aufnehmen sollte, wird Gabi Mucker auch den Weg zum Einer Sportplatz wieder öfter bestreiten. Von Familie zu Familie.

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