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Mit Mut und ohne Fans: Rastas Neuanfang

Vechtas Basketballer starten am Samstag gegen die Gießen 46ers in den BBL-Pokal. Kapitän Josh Young versichert: „Wir sind bereit."

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Instruktionen vom Coach: Thomas Päch (3. von links) stimmt sein Team beim Testspiel gegen Hagen ein. Foto: Schikora

Instruktionen vom Coach: Thomas Päch (3. von links) stimmt sein Team beim Testspiel gegen Hagen ein. Foto: Schikora

Die große Aufregung spielte nach einigen Stunden keine Rolle mehr. Knapp 60 Kommentare hatte die ursprüngliche Nachricht, dass Basketball-Bundesligist Rasta Vechta vor 500 Zuschauern spielen werde, auf der Facebookseite von OM online ausgelöst. Fast alle waren negativ, es gab viel Kritik. Seit Donnerstag steht nun aber fest: Die Pokalpartie gegen die Gießen 46ers am Samstag um 18.00 Uhr im Rasta-Dome wird doch ein Geisterspiel. Der Landkreis Vechta hatte ein generelles Zuschauerverbot für den gesamten Sport beschlossen.

Stefan Niemeyer äußerte umgehend sein Verständnis für die Entscheidung. „Die negative Dynamik des Pandemiegeschehens ist für alle Menschen in der Region und darüber hinaus alles andere als erfreulich. Und auch wenn wir ein sehr gutes Hygienekonzept für unsere geplanten Veranstaltungen haben, so haben wir vollstes Verständnis für die Entscheidung des Landkreises“, sagte Rastas Klubchef und ergänzte: „Wenn die lokalen Behörden unter Berücksichtigung der Experten-Meinungen zu dem Entschluss kommen, dass auch am 2. und 3. Spieltag keine Fans in den Rasta-Dome dürfen, dann stehen wir als Klub zu 100 Prozent hinter einer solchen Entscheidung.“

Fest steht: Am Samstag steigt die erste von sechs Begegnungen der Pokalgruppe B in Vechta. Ziemlich genau vier Monate nach dem letzten Auftritt beim BBL-Finalturnier in München beginnt Rasta mit der neuen Pflichtspielsaison. Und startet einen sportlichen Neuanfang.

Rasta rechnet sich Chancen auf Top-4-Turnier aus

Personell sieht es bei den Vechtaern nicht optimal aus: Jean Salumu ist in dieser Woche erst ins Mannschaftstraining eingestiegen, dazu ist Dennis Clifford angeschlagen. Und auch Philipp Herkenhoff musste zwischenzeitlich pausieren. Für Kapitän Josh Young gelten aber keine Ausreden. Er sagt: „Ja, sicher fehlt immer mal wieder jemand. Aber wir sind trotzdem bereit.“

Das Team um den Ex-Gießener Jordan Barnett rechnet sich auch Chancen auf das Top-4-Turnier in München (1./2. November) aus, für das sich die vier Gruppensieger qualifizieren. Neu-Coach Thomas Päch weiß, dass dafür vieles stimmen muss. „Jedes dieser drei Spiele ist extrem wichtig, schon zwei Siege können zum Weiterkommen reichen. In so einer kleinen Gruppe zählt aufgrund der möglichen direkten Vergleiche jeder Ballbesitz, jeder Punkt“, erklärt der 38-Jährige.

Gäste-Trainer Ingo Freyer muss auf Spielmacher Jonathan Stark und Eigengewächs Alen Pjanic verzichten; Ex-Rastaner Brandon Bowman ist dabei. Freyer brachte die Gemengelage gegenüber der Gießener Allgemeinen gut auf den Punkt: „Die ganze Situation ist spannend – nach so einer langen Zeit wieder das erste offizielle Spiel zu haben. Man weiß nicht, wie es laufen wird, wie der Gegner ist. Aber alle sind heiß darauf.“


Pokal in Vechta

  • Vechta - Gießen (Sa. 18.00)
  • Göttingen - Frankfurt (So. 15.00)
  • Frankfurt - Gießen (24.10., 15.00)
  • Vechta - Göttingen (24.10., 20.30)
  • Vechta - Frankfurt (25.10., 15.00)
  • Gießen - Göttingen (25.10., 20.30)

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