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Miese Vorzeichen vor dem Gipfeltreffen

Die Oberligahandballer des TV Cloppenburg tritt mit großen Personalproblemen gegen Fredenbeck an. Die Bitte um eine Spielverlegung wurde abgelehnt.

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Am Kragen gepackt: Der TVC muss im Spitzenspiel der Oberliga am Samstag gegen den VfL Fredenbeck (rechts: Jakob Ritscher) auf Michael Leon Williams verzichten, der im Hinspiel beim 27:25-Sieg fünf Tore erzielte. Foto: Langosch

Am Kragen gepackt: Der TVC muss im Spitzenspiel der Oberliga am Samstag gegen den VfL Fredenbeck (rechts: Jakob Ritscher) auf Michael Leon Williams verzichten, der im Hinspiel beim 27:25-Sieg fünf Tore erzielte. Foto: Langosch

Unter denkbar schlechten Vorausetzungen müssen die Handballer des TV Cloppenburg das Schlagerspiel der Oberliga Nordsee am Samstag bestreiten. Um 19.30 Uhr tritt der Spitzenreiter in der heimischen TVC-Halle gegen den VfL Fredenbeck an, der in der vorigen Woche den 2. Tabellenplatz übernommen hat.

Die ohnehin angespannte Personallage hat sich bei den Cloppenburgern noch einmal verschärft. Schon im ersten Punktspiel des neuen Jahres gegen den TvdH Oldenburg standen Trainer Janik Köhler nur acht fitte Feldspieler zur Verfügung, nun hat sich die Situation weiter verschlimmert. Denn Michael Leon Williams hat sich in der Partie gegen Haarentor eine Schulterverletzung zugezogen und wird sicher ausfallen. Bence Lugosi plagen Adduktorenprobleme. Nachwuchsspieler Johann Westermann schied am vorigen Sonntag in der Partie der Oberliga-A-Jugend des TV Dinklage mit einer Knieverletzung aus, es besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss.

Angesichts dieser miesen Vorzeichen hatte der TVC um eine Spielverlegung gebeten, aber sowohl der Verband als auch der VfL Fredenbeck lehnten ab. Also geht die Begegnung am Samstagabend wie geplant über die Bühne. „Dann ist es so“, sagt Janik Köhler. „Wir werden schon 7 Spieler auf die Platte bekommen. Und nach der bisherigen tollen Serie, die wir absolviert haben, stehen wir auch nicht unter Druck. Egal, wie es gegen Fredenbeck ausgeht, haben wir nachher immer noch alles selbst in der Hand.“ Schließlich hat der TVC aktuell 4 Zähler Vorsprung auf seine einzigen beiden ernsthaften Rivalen, eben jenen VfL Fredenbeck und den ATSV Habenhausen, der nach der überraschenden 24:26-Niederlage am vorigen Sonntag Platz 2 an die nun punktgleichen Fredenbecker abtreten musste.

Fredenbeck ist nach schwachem Start auf Touren gekommen

Die Personalnöte führen dazu, dass Cloppenburgs Cotrainer Lennart Witt auch als Spieler geführt werden wird. Coach Janik Köhler und sein Zwillingsbruder Steffen kommen dafür nicht infrage, weil sich beide kürzlich einer Operation unterziehen mussten. So hofft der Trainer, dass Rückraumshooter Thies Luca Hermann es schafft, ein paar mehr Minuten als gegen Haarentor auf dem Platz zu stehen und auch Spielmacher Mark Steinkamp, der sich mit muskulären Problemen im Oberschenkel herumschlägt, zumindest sporadisch eingreifen kann. Außerdem rückt Matteo Guderle aus der Landesliga-A-Jugend der TVC in den Kader auf. Der Kreisläufer ist mit 82 Treffern in 7 Spielen zwar Toptorjäger seines angestammten Teams, aber ein Einsatz in der Ersten kommt nur im äußersten Fall der Fälle infrage.

Gegner Fredenbeck ist nach schwachem Start inzwischen auf Touren gekommen. Mit 0:4 Punkten war der VfL gestartet (Niederlagen gegen Cloppenburg und beim TuS Haren), hatte er in den folgenden 11 Partien nur noch einmal das Nachsehen (27:28 gegen Habenhausen). Die aktuelle Siegesserie umfasst 6 Begegnungen. „Fredenbeck hat eine richtig gute Mannschaft, die auf allen Positionen doppelt besetzt ist. Außerdem ist das Team weitgehend von Verletzungspech verschont. Zu Beginn der Saison hatte Arne Eschweiler gefehlt. Inzwischen aber ist er zurück, mit ihm hate der VfL gerade in der Abwehr an Stabilität gewonnen.“ Auf der anderen Seite steht Ole Hagedorn nicht mehr zur Verfügung. Der 19-jährige Rückraumakteur, der vom VfL Lübeck-Schwartau ausgeliehen war, gehört nun wieder fest dem Kader des Zweitligisten an.

  • Info: Wegen des zu erwartenden Zuschauerandrangs bittet der TV Cloppenburg, zum Fredenbeck-Spiel rechtzeitig anzureisen. Am vorigen Samstag gegen Oldenburg waren die Tickets frühzeitig vergriffen, so dass eine Reihe von Interessierten unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden musste.

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