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Meistertitel für Henrike Ostermann „der absolute Wahnsinn“

Die Springreiterin vom RV Löningen-Böen-Bunnen hat bei den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter gewonnen.

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Ganz oben: Henrike Ostermann mit dem Siegerpokal. Links der zweitplatzierte Hannes Ahlmann, rechts Tobias Kuhlage, der auf Rang drei landete. Foto: Ostermann

Ganz oben: Henrike Ostermann mit dem Siegerpokal. Links der zweitplatzierte Hannes Ahlmann, rechts Tobias Kuhlage, der auf Rang drei landete. Foto: Ostermann

Im packenden Finale behielt Henrike Ostermann die Nerven. Die 19-jährige Springreiterin vom RV Löningen-Böen-Bunnen sicherte sich auf Air Force One in Darmstadt-Kranichstein bei den Deutschen Meisterschaften den Titel bei den Jungen Reitern. Nach Silber beim Preis der Besten, der Teilnahme an den Europameisterschaften und dem Nationenpreis-Sieg mit dem Team in Hagen, lief es bei den „Deutschen“ noch einmal richtig gut für das Paar. „Henrike hat hier souverän ihre Leistung abgerufen und hatte dann auch Glück, dass die anderen Fehler machten“, sagte der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, Peter Teeuwen.

Ostermann hatte zwei Zeitfehler aus der ersten Wertung und einen Springfehler im ersten Umlauf vor der dritten Wertung auf dem Konto. Das reichte am Ende aber doch für Gold (6,02). Im packenden Finale behielt Henrike Ostermann die Nerven. Die 19-jährige Springreiterin vom RV Löningen-Böen-Bunnen sicherte sich auf Air Force One in Darmstadt-Kranichstein bei den Deutschen Meisterschaften den Titel bei den Jungen Reitern. Nach Silber beim Preis der Besten, der Teilnahme an den Europameisterschaften und dem Nationenpreis-Sieg mit dem Team in Hagen, lief es bei den „Deutschen“ noch einmal richtig gut für das Paar. „Henrike hat hier souverän ihre Leistung abgerufen und hatte dann auch Glück, dass die anderen Fehler machten“, sagte der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, Peter Teeuwen. Ostermann hatte zwei Zeitfehler aus der ersten Wertung und einen Springfehler im ersten Umlauf vor der dritten Wertung auf dem Konto. Das reichte am Ende aber doch für Gold (6,02).

Die „Deutschen“ ließen sich für die Löningerin und ihren zehnjährigen Air Force One ziemlich gut an. Die erste der vier Prüfungen beendete sie als Zweite. Für ihren fehlerfreien Ritt benötigte sie rund vier Sekunden mehr als der Schnellste. Diese Differenz wurde halbiert und kam als Fehlerpunkte aufs Tableau. „Das war schon ein klasse Start. Ein guter Auftakt ist fast schon die halbe Miete“, meint Henrike Ostermann. Die folgenden Umläufe wurden nach Fehlern bewertet. Ostermann absolvierte den zweiten Durchgang fehlerfrei und ein Abwurf in der dritten Prüfung sollte nicht allzu schwer ins Gewicht fallen, weil auch die Konkurrenz patzte.

"Meine Mutter hatte mein Handy, es ist vor Nachrichten und Anrufen förmlich explodiert."Henrike Ostermann

Somit ging die 19-Jährige als Zweite in den finalen Durchgang. „Der Druck war schon ganz schön groß“, gibt Ostermann zu. Aber sie hielt ihm stand, legte eine weitere fehlerfreie Runde hin. Nur noch der bis dahin Führende, Johann Greve auf Caressina aus dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, hätte ihr noch den Titel streitig machen können. Aber Greve misslang sein Ritt. Er handelte sich gleich neun Fehlerpunkte ein und fiel mit einem Gesamtergebnis von 13,68 Zählern noch auf den achten Platz zurück. Was nach ihrem Triumph dann losbrach, war für Henrike Ostermann kaum zu fassen. „Meine Mutter hatte mein Handy, es ist vor Nachrichten und Anrufen förmlich explodiert. Auch auf Instagram war die Hölle los. Ich brauche wohl noch einige Zeit, bis ich mich da durchgearbeitet habe“, meinte Ostermann mit einem Lachen.

Die ganz großen Turniere stehen für sie in nächster Zeit nicht an. Erst vom 2. bis 5. Dezember hat sie das Salut-Festival in Aachen in ihrem Terminkalender stehen. Es bleibt also Zeit, sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Und da hofft sie, dass sie in rund 14 Tagen ihre Ausbilderin, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, nach Spanien begleiten darf.

Auch aus dem Landkreis Vechta waren einige Reiterinnen in Darmstadt-Kranichstein dabei. Die Dammerin Frieda Raupach hat in der Klasse „Children“ im Springen das Podest haarscharf verpasst. Am Ende stand für die 13-Jährige ein starker vierter Platz. Genau wie zehn weitere der insgesamt 49 Teilnehmer blieb Frieda Raupach auf ihrem Pferd Stakkata in den ersten beiden Wertungen ohne Fehler. Auch in den beiden Parcours der 3. Wertung blieb sie fehlerlos und qualifizierte sich damit fürs Stechen um die Deutsche Meisterschaft. Hier erhielt sie dann allerdings als einzige Reiterin aus dem Quartett vier Strafpunkte und blieb dadurch ohne Medaille. Die Meisterschaft ging an Emma Bachl aus Bayern.

Auch die Lutter Springreiterin Lisa Maria Funke (16) war bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am Start. Für sie reichte es bei den Junioren auf Coeur de Lion nur zu Platz 53. In der Pony-Dressur schaffte die 14-jährige Greta Kotschofsky aus Visbek zudem einen 15. Platz. Aus dem Landkreis Vechta waren außerdem Birte Bunte, Philippa Hodes und Martha Raupach in Darmstadt-Kranichstein vertreten – sie tauchen aber nicht in der Endwertung der Jugend-DM auf.

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