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"Maximal ärgerlich": VfL Oythe kassiert gegen SV Bevern späten K.o.

Trainer Daniel Roth haderte nach der Niederlage gegen das ambitionierte CLP-Team. Der Grund: Die Gäste schlugen gleich dreimal spät zu.

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Mit dem Auftritt zufrieden, mit dem Ergebnis nicht: Oythes Coach Daniel Roth. Foto: Schikora

Mit dem Auftritt zufrieden, mit dem Ergebnis nicht: Oythes Coach Daniel Roth. Foto: Schikora

Premiere am Oyther Berg: Das OM-Derby in der Fußball-Landesliga zwischen dem VfL Oythe und dem SV Bevern fand nicht nahe der Umkleidekabinen auf „Platz 2“ oder auf dem Kunstrasenplatz statt. Nein, „Platz 5“, unter der Woche die Trainingsstätte der Roth-Elf, war am Mittwochabend erstmals Schauplatz für ein Liga-Spiel im Weser-Ems-Oberhaus. Und die 250 Zuschauer bekamen bei perfekten Bedingungen ein überaus kurzweiliges Match geboten. Ein Match, das einer Achterbahnfahrt glich, an deren Ende die Oyther mit hängenden Köpfen vom Rasen schlichen. Trotz einer mehr als ordentlichen Leistung und zweimaliger Führung unterlag der Außenseiter dem amtierenden Vizemeister mit 3:5 (1:1).

„Das ist maximal ärgerlich für uns“, sagte Oythes Coach Daniel Roth nach dem späten K.o. Und er ergänzte: „Wir haben's gut gemacht, die Leistung war absolut okay. Wir hatten zweimal das Momentum auf unserer Seite, aber dann fehlte uns die Zielstrebigkeit.“ Bevern hatte diese Zielstrebigkeit, diese Gier in den entscheidenden Momenten, diese individuelle Klasse, die nötig ist, um Spiele zu entscheiden.

Kapitän Sascha Thale (34./88.), der spielende Co-Trainer Frank Placke (50.), Innenverteidiger Matthis Hennig (83.) und Joker Fynn Dauny (90.+4) trafen für den SV Bevern, der im dritten Versuch den ersten Saisonsieg landete. Für Oythe, das nach vier Spielen zwei Punkte auf dem Konto hat und am Sonntag in Mühlen sein erstes VEC-Derby absolviert, trafen Lie Sillah (17.), Markus Lübberding (54.) und Niklas Ellmann (70.). Neben dem Spiel verlor Oythe auch noch Luka Luniku. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler, im Sommer von Bevern nach Oythe gekommen, wurde mit Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Oythe kommt nach einem Schock erst stark zurück

Im Vergleich zur turbulenten zweiten Halbzeit waren die ersten 45 Minuten nicht so spektakulär, aber durchaus unterhaltsam – auf jeden Fall unterhaltsamer als die jüngste Nullnummer gegen den SC Melle. Nach ersten Möglichkeiten für Placke (8.) und Oythes Janek Jacobs, der völlig freistehend an Till Puncak scheiterte (10.), gingen die gut sortierten Gastgeber durch Sillah in Führung (17.) – der Mittelstürmer war nach einer Freistoß-Flanke von Lukas Büssing und einer Kopfball-Vorlage von Lübberding ebenfalls per Kopf zur Stelle. Bevern hatte mit Ausnahme einer Chance für Thale (23., Keeper Kai Winkler hält stark) nichts zu bieten – es war bis dato ein mäßiger Auftritt des Top-3-Anwärters. Der Bezirkspokalsieger kam dann aus dem Nichts zum 1:1. Winkler vertändelte den Ball im Strafraum, Thale drehte sich nach der Eroberung kurz und traf ins leere Tor (34.). Ein Schock für Oythe.

Und der nächste Dämpfer folgte direkt nach der Pause: Placke brachte die Gäste in Führung, nach Vorarbeit von Nico Thoben schloss der Ex-Lohner ein kurzes Solo eiskalt ab (50.). Aber Oythe meldete sich stark zurück: Neben den schönen Toren von Lübberding (54., Volleyschuss) und Ellmann (70., nach feinem Steilpass von Sebastian von Merveldt) gab's noch zwei Hochkaräter für von Merveldt (53.) und Ellmann (60.), die aber beide an Puncak scheiterten. Bevern zeigte dann in der Schlussphase, wie es geht: Hennig, Thale mit einem überragenden Solo und Dauny ließen sich nicht zweimal bitten.

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