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Martha Raupach: Zwei Goldmedaillen und eine Abkühlung

Die Dammerin hat bei der Dressur-EM der U-14-Jährigen im ungarischen Pilisjàszfallu dominiert. Zwischen den Triumphen gab es ein spontanes Bad.

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Ein schöner Empfang: Martha Raupach mit Nachbar Helmut Wolf (links) und Dr. Aloys Brandt vom RuFV Holdorf. Foto: Röttgers

Ein schöner Empfang: Martha Raupach mit Nachbar Helmut Wolf (links) und Dr. Aloys Brandt vom RuFV Holdorf. Foto: Röttgers

Die ersten Freudentränen flossen schon, da waren die beiden Goldmedaillen noch nicht ansatzweise im Koffer. Kurz nachdem Martha Raupach zum Start der Dressur-Europameisterschaften der U-14-Jährigen die Einlaufprüfung dominiert hatte, wurde sie zum ersten Mal richtig emotional. Sie hat gemerkt: Die Arbeit mit ihrem Pferd Jack Sparrow zahlt sich aus. Was dann in den folgenden Tagen passierte, wird die junge Dammerin nie mehr vergessen. Erst Mannschaftsgold am vergangenen Samstag, dann Einzelgold am Sonntag – Martha Raupach war die Hauptdarstellerin der EM im ungarischen Pilisjàszfallu im Raum Budapest.

Danach war die 14-Jährige im absoluten Rausch der Gefühle. „Ich habe sie noch nie so emotional gesehen wie in diesem Moment“, beschreibt es ihre Mutter Maria Raupach. Sie war live dabei. Wie eigentlich immer – es sei denn, sie ist mit Marthas Zwillingsschwester Frieda auf Reisen, die im Springreiten ebenfalls erfolgreich unterwegs ist. Wenn es zu Turnier-Überschneidungen kommt, dann ist Martha bei ihrer Trainerin Sandra Kötter in guten Händen. „Sie liebt mein Kind als wäre es ihres“, sagt Maria Raupach. Martha, die die 9. Klasse des Dammer Gymnasiums besucht, trainiert mittlerweile bei Sandra Kötter in Malgarten (Bramsche) und reitet weiterhin für den RuFV Holdorf.

Völlig überraschend kam der Erfolg in Ungarn nicht. Nach vorherigen Erfolgen – wie etwa beim Preis der Besten und bei den Future Champions – war sie in einer Favoritenrolle. Nach einer viermonatigen Verletzungspause für den achtjährigen Jack Sparrow hatte sich das Duo vor einem Jahr schnell auf ein Top-Niveau zurückgearbeitet.

Ein großes Lob vom Bundestrainer

Das Abenteuer Ungarn begann schon vor zwei Wochen mit der Vorbereitung am Bundesstützpunkt in Warendorf. Anschließend stand die mehrtägige Anreise nach Pilisjàszfallu an. Dort richteten sich Reiter und Begleiter im großen Camp ein. „Die Atmosphäre war einmalig“, schwärmt Maria Raupach. Nachdem Martha das deutsche Team mit dem besten Ergebnis (83,509 %) zu Gold geführt hatte, wurde sie bei der launigen Feier am Samstagabend von den Niederländern in den Pool geschmissen. Einen Tag nach dieser Abkühlung triumphierte sie mit 83,596 % im Einzelwettbewerb, mit fast fünf Prozentpunkten Vorsprung bewegte sie sich in eigenen Sphären. Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen lobte: „Martha hat hier toll abgeliefert.“

Am Montag wurde Martha von Nachbarn und Vereinskollegen in Damme gebührend empfangen. Auch da strahlte sie noch.

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