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Mario Neumann: Sein Abschied beim SV Meppen naht

Fußball: Der langjährige Spieler und Coach des BV Cloppenburg muss den Drittligisten im Sommer verlassen. Die Fans feierten den Co-Trainer bereits mit Sprechchören.

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Emotional: Vor und nach dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden wurde Mario Neumann von den Meppener Fans mit Sprechchören gefeiert. Foto: Werner Scholz

Emotional: Vor und nach dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden wurde Mario Neumann von den Meppener Fans mit Sprechchören gefeiert. Foto: Werner Scholz

Dass Fußballfans einen Co-Trainer vor und nach einer Partie lautstark mit Sprechchören feiern, passiert eher selten. Mario Neumann, der diese Position beim SV Meppen seit 2015 bekleidet, hätte seinen Namen beim Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (0:4) allerdings lieber nicht gehört. Schließlich jubelten die SVM-Anhänger dem 55-Jährigen zu, weil er 48 Stunden vor dem Spiel erfahren hatte, dass er den Drittligisten nach dieser Saison verlassen muss. „Die Reaktion der Fans hat mich sehr, sehr gefreut. Sie zeigt, dass sie meine Arbeit schätzen. Das waren emotionale Momente – auch Männer dürfen mal eine Träne verdrücken“, sagt der langjährige BVC-Spieler und -Trainer.

Mario Neumann verhehlt nicht, dass er überrascht war, als ihm Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann mitteilte, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. „Mein Bauchgefühl sagte mir eigentlich, dass es für mich weitergeht.“ Begründet habe Beckmann die Entscheidung vor allem damit, dass sich der SV Meppen auf der Position des Co-Trainers strategisch neu ausrichten wolle.

Neumann wäre gerne bei dem Kultklub aus dem Emsland geblieben. „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe im Laufe der Jahre zu vielen Leuten eine Bindung aufgebaut. Insofern tut es schon weh, dass ich nicht bleiben kann.“ Auch das Verhältnis zu Chef-Coach Rico Schmitt, der seinen Kontrakt beim SVM jüngst um eine Saison verlängerte, sei intakt, so Neumann.

"Wir werden sehen, wohin meine Reise führt."Mario Neumann, Co-Trainer SV Meppen

Vor sieben Jahren war der frühere Profi-Torwart (FC Carl-Zeiss Jena) nach Meppen gekommen. Zwei Spielzeiten später feierte er gemeinsam mit seinen Trainerkollegen Christian Neidhart den größten Erfolg, als der SVM den Sprung von der Regionalliga in die dritthöchste Spielklasse feierte, wo er noch immer aufläuft. Als der frühere Nationalspieler Torsten Frings 2020 Nachfolger von Neidhart wurde (zu RW Essen), blieb Mario Neumann im Trainerstab.

Nach dieser Serie wird sich für den 55-Jährigen nun ein neues Kapitel öffnen. Wohin es ihn verschlägt, vermag der A-Lizenzinhaber noch nicht zu sagen. „Mir ist bewusst, welch ein Privileg es ist, einen Trainerjob bei einem der 58 Profivereine in Deutschland zu haben. Wir werden sehen, wohin meine Reise führt.“ Es gebe auch im unterklassigen Fußball viele interessante Projekte. „Ich war auch schon Jugendtrainer, habe 2. Mannschaften betreut und denke, dass ich weiß, dass der Fußball viele Facetten hat.“

Bis zum 14. Mai – dann endet die Saison in der 3. Liga – wird sich Mario Neumann allerdings voll auf seine Arbeit beim SV Meppen konzentrieren. Er geht davon aus, dass insbesondere die drei Heimspiele gegen Dortmund II, Würzburg und Eintracht Braunschweig „emotional hart für mich werden“. Schließlich ist davon auszugehen, dass die SVM-Fans in der Hänsch-Arena erneut seinen Namen skandieren.

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