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Malte Schlömer stürmt beim Ironman Frankfurt zur neuen Bestzeit

Der Langfördener Triathlet blieb zum zweiten Mal unter der magischen Grenze von 10 Stunden. Vor allem auf dem Rad erreichte er beeindruckende Werte.

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Überglücklich im Ziel: Malte Schlömer beim Schlussspurt auf dem Römer. Foto: Sportfotograf

Überglücklich im Ziel: Malte Schlömer beim Schlussspurt auf dem Römer. Foto: Sportfotograf

Hinter ihm lagen 3,8 Kilometer Schwimmen, 182 Kilometer Radfahren und fast ein kompletter Marathon, doch am Ende reichten Malte Schlömers Reserven sogar noch für einen richtigen Schlussspurt. Auf dem letzten Kilometer des Ironman Frankfurt gab der Triathlet aus Langförden noch einmal alles, was Beine, Kopf und Lunge hergaben, und lief „im Vollsprint“ über den roten Teppich ins Ziel auf dem Frankfurter Römer.

„Einen Kilometer vor Schluss rief mir mein Trainer Nico Irmler zu, dass ich jetzt noch mal ‚Vollgas geben‘ soll, um mir eine gute Zeit zu holen“, berichtete Malte Schlömer hinterher. Der Plan ging auf. In 9:43:01 Stunden erzielte der 27-Jährige bei seinem vierten Einsatz auf der Langdistanz eine neue persönliche Bestzeit und blieb zum zweiten Mal nach Thun 2021 (9:57) unter der magischen Grenze von zehn Stunden.

Unter 1988 Männern belegte Malte Schlömer damit den 151. Platz. Unter allen 2245 Starterinnen und Startern wurde er 155. Und bei der gleichzeitig ausgetragenen Europameisterschaft belegte er in seiner Altersklasse 25-29 den 23. Platz unter 114 Männern. „Alles in allem war es meine erste Langdistanz ohne besondere Probleme. Es lief fast alles genauso, wie ich es im Kopf geplant hatte“, berichtete Malte Schlömer.

Auf dem Rad fuhr er durch die "Hölle" - und mit 73 km/h bergab

Beim Schwimmen im 24,3 Grad warmen Langener Waldsee verzichtete der Langfördener, der für BW Lohne startet, als einer von wenigen Startern auf einen Neoprenanzug. Mit dem wäre er zwar schneller gewesen, hätte aber auch mehr geschwitzt. „Und die Nährstoffe wollte ich in mir behalten“, sagte er. Nach 57:45 Minuten stieg er aus dem Wasser.

Von der schnellen 182-km-Radstrecke mit 1600 Höhenmetern blieb ihm vor allem „The Hell“ in Erinnerung: ein 400 Meter langer Anstieg in Maintal-Hochstadt „über Kopfsteinpflaster, wie man es aus Vestrup kennt“. Dafür ging es auch zügig bergab: „Mein Topspeed lag bei einer Abfahrt bei 73,76 km/h“, berichtete Malte Schlömer. Nach 5:02:52 Stunden stieg er vom Rad, mit einem Schnitt von 36,25 km/h – und das ohne Windschatten. Durchschnittliche Leistung: 237 Watt.

Den Marathon lief der BWL-Athlet dann in 3:31:34 Stunden mit einem konstanten Kilometerschnitt von 5:01 Minuten. „Im Vergleich zu den meisten der 22 Herren, die in meiner Altersklasse vor mir lagen, ist dies meine größte Schwäche“, gab Malte Schlömer zu.

Die Qualifikation für die WM auf Hawaii verpasste der Langfördener nur um drei Plätze. „Ich hätte aber auch abgelehnt“, sagte er: „Der Trip kostet aktuell rund 20.000 Euro, weil viele Hotels auf Big Island in der Coronazeit pleite gegangen sind. Das ist zu teuer. Vor Corona musste man mit rund 10.000 Euro kalkulieren.“

Hinzu kommt, dass er als Referendar an den Handelslehranstalten Lohne nicht mehr so viel Zeit hat: „Es wird schwierig, die bis zu 18 Trainingsstunden pro Woche aufzubringen.“

Seinen nächsten Start auf der Langdistanz plant er erst für 2024. Dennoch ist er überzeugt: „Die 9:30-Stunden-Marke wird noch mal fallen.“

Geblitzt: Malte Schlömer auf der Radstrecke. An einem anderen Abschnitt war er noch etwas schneller. Foto: SportfotografGeblitzt: Malte Schlömer auf der Radstrecke. An einem anderen Abschnitt war er noch etwas schneller. Foto: Sportfotograf

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