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Malea Sprehe mischt in der 2. Liga mit

Die Vördener Basketballerin spielt per Doppellizenz für den Osnabrücker SC.  Als Fünfjährige hat sie mit dem Sport angefangen.

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Für die Panthers am Ball: Die 17-jährige Vördenerin Malea Sprehe. Foto: Paetzel

Für die Panthers am Ball: Die 17-jährige Vördenerin Malea Sprehe. Foto: Paetzel

Den 31. Januar 2021 wird Basketballerin Malea Sprehe wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Nach langer und harter Arbeit hatte die 17-Jährige den nächsten Schritt geschafft und ihr Debüt für die Panthers Academy Osnabrück – die zweite Mannschaft des Osnabrücker SC – in der 2. Bundesliga-Nord (2. DBBL) gefeiert. Im Spiel gegen die BG 89 Avides Hurricanes aus Rotenburg kam Malea Sprehe für 27:52 Minuten zum Einsatz, schaffte fünf Punkte und acht Rebounds. „Ich habe diesen Einsatz null erwartet und ich bin natürlich stolz drauf, mein Debüt gegeben zu haben“, sagt sie. Stolz – das kann sie gewiss sein. Denn dem Zweitliga-Debüt geht ein langer und anstrengender Weg voraus.

Im Alter von fünf Jahren hat Malea Sprehe mit dem Basketballspielen beim heimischen TV Vörden angefangen. Inspiriert wurde sie von ihrer Mutter Karin Sprehe, die damals in der ersten TVV-Mannschaft aktiv war. „Ich war schon immer in der Halle“, erzählt sie. Doch eine lange Zeit galt nicht dem Basketball, sondern dem Voltigieren der Fokus. Aber irgendwann hörte sie damit auf und widmete sich dann voll und ganz dem Hallensport.

In den folgenden Jahren spielte sich Malea Sprehe durch die Jugendmannschaften des TVV bis hoch in die 1. Frauenmannschaft, die in der 2. Regionalliga Nord an den Start geht. In der Mannschaft spielt sie gemeinsam mit ihren Schwestern Jana (19) und Pia (15). Schon seit drei Jahren ist Malea Sprehe, die auf der Center-Position spielt, im Damenbereich aktiv. Mit 14 war sie also bereits bei den Frauen. Am Anfang fiel ihr der Sprung aus dem Jugendbereich deshalb schwer. „Die haben mich dann teilweise ganz schön abgezogen“, schmunzelt Malea Sprehe, die mittlerweile im Frauenbereich angekommen ist und in Vörden zu den Leistungsträgerinnen zählt. Co-Trainer Horst Maronn lobt: „Sie setzt sich für die Mannschaft ein, jedes Team kann sie gut gebrauchen.“

Das sind die Unterschiede zwischen U18-Bundesliga und Frauen-Regionalliga

Seit 2019 spielt die 1,80 m große Malea Sprehe per Doppellizenz zusätzlich bei den Junior Panthers Osnabrück in der U-18-Bundesliga WNBL. Die größten Unterschiede zwischen der Frauen-Regionalliga und der U-18-Bundesliga? Sie erklärt: „Die Damen lesen jedes Spielsystem unheimlich gut und sind sehr erfahren. In Osnabrück in der U 18 wird sehr viel Wert auf eine ausgereifte Technik gelegt.“

Allerdings ist auch in Vörden die Technik ein wichtiger Trainingsinhalt. Der langjährige TVV-Coach Maronn bot für junge Nachwuchsspielerinnen Extraschichten an – Malea Sprehe war immer dabei. „Das hat mir sehr viel gebracht und ich bin ihm dafür wirklich dankbar“, sagt sie. Auch Maronn ist voll des Lobes: „Sie ist sehr ehrgeizig.“

Sport als Abwechslung zur Schule

Stichwort Ehrgeiz. Vor Corona absolvierte sie meistens vier Trainingseinheiten pro Woche. Zwei davon bei den Vördenerinnen, zwei weitere bei den Osnabrücker Panthers in der U 18. Zusätzlich kamen am Wochenende durch ihr Doppelspielrecht meistens zwei Punktspiele dazu – oftmals mehr. In der Saison 2019/2020 spielte sie nicht nur für die TVV-Damen und in Osnabrück, sondern half auch immer wieder mal bei der zweiten Vördener Frauenmannschaft und in der U 18 aus. „Das war natürlich anstrengend und zeitintensiv“, sagt Malea Sprehe und berichtet, dass andere Aktivitäten wie Freunde treffen oder für die Schule lernen teilweise auf der Strecke geblieben seien. „Aber ich kann auch nicht den ganzen Tag lernen und brauche Abwechslung“, erklärt sie.

Derzeit trainiert sie coronabedingt seit mehreren Wochen „nur“ bei den Osnabrücker Zweitliga-Damen – erst in Corona-Zeiten hat sie dort erstmals mitgemacht. Während viele junge Sporttalente aktuell auf der Strecke bleiben, hat sie den Schritt in der Pandemie gemacht. „Das war alles zuletzt sehr spontan. Ich freue mich alleine darüber, dass ich bei ihnen mittrainieren und lernen darf.“ Dreimal die Woche pendelt sie dafür rund 30 Kilometer.

So nervt sie ihre Gegenspielerinnen 

Für die Sportskanone ist das aber längst nicht alles: Oftmals macht sie noch zu Hause Workouts und guckt sich beispielsweise Trainingseinheiten von der Fitnessinfluencerin Pamela Reif an. „Das Training ist anstrengend. In der 2. Bundesliga ist die Erfahrung der Spielerinnen gepaart mit einer starken Technik. Es ist nicht einfach“, sagt Malea Sprehe, die als ihre Schwächen das Dribbling, das Ballhandling und Dreierwürfe ausmacht. „Daran arbeite ich aktuell“, berichtet sie: „Zu meinen Stärken zählen meine schnellen Füße und die Antizipation. Zudem bin ich eine Spielerin, die ihre Gegnerinnen nervt, da ich meistens gut stehe und viele Würfe verhindere.“ Um am Spielbetrieb teilnehmen zu können, steht freitags ein Corona-Test an, der negativ ausfallen muss.

Wie ihre beruflichen und sportlichen Zukunftsplanungen aussehen, weiß Malea Sprehe noch nicht. Gedanken an die 1. Basketball-Bundesliga der Frauen, in der die erste Mannschaft der Panthers Osnabrück spielt, hat sie aktuell noch nicht. „Ich halte mir meine Zukunft noch offen. Ich möchte aber sehr gerne weiter Basketball spielen und natürlich auch sehr gerne in der 2. Liga“, sagt Malea Sprehe: „Ob es dann irgendwann für die 1. Liga reicht, kann ich aktuell wirklich noch nicht einschätzen.“

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