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Lukasz Zielonka erfüllt sich seinen Traum

Der 30-Jährige betreibt in Cloppenburg ein Studio mit verschiedenen Kampfsportarten. Dazu gehören auch  Brazilian Jiu-Jitsu und Luta Livre, zudem ist er als Mixed-Martial-Arts-Kämpfer aktiv.

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Lukasz Zielonka. Foto: Hermes

Lukasz Zielonka. Foto: Hermes

Vom kleinen Zimmer im Elternhaus über einen Schweinestall als Trainingsort bis hin zum eigenen Sportstudio: Lukasz Zielonka hat sich mit 30 Jahren seinen Traum erfüllt. In seiner "Armbar Akadamie“ an der Borsigstraße bietet er seit Oktober 2020 Kurse für verschiedene Kampfsportarten an, selbst ist er als Profi im Mixed Martial Arts (MMA) aktiv.

„Man muss dabei verschiedene Techniken beherrschen und sich aus verschiedenen Richtungen bedienen“, erklärt Zielonka. Den ersten Amateurkampf 2010 verlor er nach nur wenigen Sekunden. Er merkte schnell, dass Technik am wichtigsten ist: Ringen, Werfen, Hebeln, Würgen und Schlagen.

Wegen Bruce Lee: Alles begann mit Karate

Angefangen hat er als Jugendlicher mit Karate. „Ich fand die Bruce-Lee-Filme gut“, erzählt er mit einem Lächeln. Kurz nachdem er 2004 mit seiner Familie von Polen nach Deutschland zog, kam er zum Boxen in Emstek. Sein Trainer damals war Vitali Höfling, den er nun nach vielen Jahren als Coach für seine Boxkurse gewinnen konnte. Später kamen unter anderem noch Judo, Brazilian Jiu-Jitsu und Luta Livre hinzu, die er allesamt anbietet. „Es ist hier ein super Gefühl und genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Eigentlich wollte Zielonka selbst gar nicht mehr so aktiv in den Ring steigen, sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Studio und den Kursen. Bis kürzlich eine polnische Organisation auf ihn zukam und ihm einen Profivertrag angeboten hat. Vor einem Kampf stehen in der Woche fünf Tage Training mit je zwei Einheiten und zusätzlich ein Sparring auf dem Programm. Drei bis vier Kämpfe pro Jahr seien realistisch.

Beim Boxtraining: Alexander Wesner (links) beim Aufwärmen in der Armbar Akadamie“. Foto: HermesBeim Boxtraining: Alexander Wesner (links) beim Aufwärmen in der "Armbar Akadamie“. Foto: Hermes

Einer seiner langjährigen Weggefährten, mit dem er sich schon Wunden beim Kampf auf dem Teppichboden der Eltern geholt hat, ist nun sein Auszubildender: Alexander Wesner wird Sport- und Fitnesskaufmann. Der 24-Jährige war mit Zielonka schon bei den „Fighter Emstek“ aktiv, aktuell ist er ebenfalls im Profibereich unterwegs. Für ihn steht die Freude an der Arbeit im Vordergrund: „Ich komme gerne her“, sagt Wesner.

Gemeinsam reisen die beiden zu ihren Wettkämpfen, sie standen bereits in Dänemark oder den Niederlanden im Ring und unterstützen sich. Wesner hat sein Profidebüt in England gegeben: „Beim MMA muss man alles aufsaugen wie ein Schwamm.“ Wichtig bei der Sportart ist der gegenseitige Respekt vor und nach dem Kampf, auch wenn es währenddessen hart zur Sache geht.

Diese Werte möchte Zielonka ebenfalls an seine Kursteilnehmer vermitteln. „Ich habe das auch so gelernt. Hier sind wir nett zueinander, egal wo man herkommt. Es müssen sich aber auch alle an die Regeln halten“, so der 30-Jährige. Das mache den Klub aber aus, es herrscht eine gute Gemeinschaft.

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