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Lukas Fienhage beim WM-Heimspiel im Angriffsmodus

Am Samstagabend steigt im Reiterwaldstadion Vechta der fünfte Grand-Prix-Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft. Hier gibt's alles Wichtige zum Bahnsport-Spektakel.

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Gleich geht's los: Eine Szene vom Flutlichtrennen 2021 – damals war's die DM, am Samstag geht's um WM-Punkte. Foto: Schikora

Gleich geht's los: Eine Szene vom Flutlichtrennen 2021 – damals war's die DM, am Samstag geht's um WM-Punkte. Foto: Schikora

Es regnete in Strömen, und das ließ Uwe Fienhage strahlen, als er am Donnerstagmittag über das bevorstehende Spektakel im Reiterwaldstadion sprach. „Der Regen tut der Bahn unheimlich gut, das ist perfekt. Wir sind froh, dass es jetzt im Vorfeld des Rennens regnet“, sagte der Sportleiter des AC Vechta und versprach für den Samstagabend „optimale Bedingungen“. Ab 19.00 Uhr steigt im Oval am Bergkeller der fünfte Grand-Prix-Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft 2022. Vechta ist Schauplatz für das letzte Kräftemessen vor dem WM-Finale im niederländischen Roden (25.9.).

„Es wird spannend“, sagt Uwe Fienhage – verbunden mit der Hoffnung, dass sein Sohn Lukas Teil dieser Spannung ist. Lukas Fienhage, 22 Jahre alt und 2020 selbst WM-Champion auf der Langbahn, nimmt das Heimrennen als Vierter der Gesamtwertung in Angriff. WM-Bronze ist greifbar nahe, Silber nicht utopisch.

Mit drei Top-5-Platzierungen in Serie (5. in Mühldorf, 4. in Scheeßel, 3. in Morizes) hat sich der junge Brockdorfer, der zwei Tage nach dem Event in Vechta 23 Jahre alt wird, im Kampf um das WM-Podium in Position gebracht. In Vechta will er nun „voll auf Angriff fahren“, so Lukas Fienhage, der mit seinen 50 WM-Punkten vor allem Titelverteidiger Romano Hummel aus den Niederlanden (52 Punkte) sowie den Briten Chris Harris (57) im Visier hat.

AC Vechta richtet zum 14. Mal ein WM-Prädikat aus

Der Franzose Mathieu Tresarrieu (78), Sieger der Grand-Prix-Läufe in Mühldorf, Scheeßel und Morizes, ist dagegen enteilt – selbst Harris dürfte es unter normalen Umständen nicht schaffen, Tresarrieus zweiten WM-Titel nach 2017 noch zu verhindern.

Der AC Vechta, der bereits zum 14. Mal seit 2004 ein WM-Prädikat ausrichtet, freut sich riesig auf den Samstagabend. Denn: Die WM der Solisten war letztmals 2016 in Vechta zu Gast, damals war's sogar das Finale, bei dem Erik Riss vor über 8000 Zuschauern den Titel holte. 2019 folgte dann die Team-WM vor einer ähnlich großen Kulisse.

Und diesmal? Fienhage und seine Mitstreiter hoffen auf „5000 bis 8000 Zuschauer – je nach Wetterlage am Samstag“. Vor einem Jahr, als der AC Vechta beim Comeback nach der Corona-Absage 2020 die deutsche Langbahn-Meisterschaft ausrichtete, waren 4000 Bahnsport-Fans gekommen. Die Tageskasse hat am Samstag geöffnet, der ACV hat zudem einen Online-Shop eingerichtet.

Unter der Woche sind zehn Helfer im Einsatz, um die Bahn in Schuss zu bringen – angeführt von Fienhage und den Bahnwarten Werner Denker und Peter Faltus. Am Samstag sind's dann rund 60 bis 70 Helfer.

Der WM-Grand-Prix besteht auch in Vechta aus 18 Rennen. Nach 15 Vorläufen mit jeweils fünf Fahrern erreichen die Top 3 direkt das Tagesfinale. Die Fahrer auf den Plätzen vier bis acht kämpfen im „Last Chance Heat“ um die letzten zwei Tickets für das Finale, in dem insgesamt 85 Punkte für die WM-Wertung (21-19-17-15-13) vergeben werden. Jene drei Piloten, die den Endlauf verpassen, fahren dann mit dem Neunten und Zehnten der Vorläufe im „Consoltation Final“ um die Plätze sechs bis zehn und insgesamt 45 Punkte (11-10-9-8-7). Klingt kompliziert – und ist in der Bahnsport-Szene auch nicht sonderlich beliebt.

Abseits der 18 WM-Läufe hat Uwe Fienhage noch ein Rahmenprogramm mit den Junioren A und B, der B-Lizenz und den Seitenwagen organisiert. Bei den Gespannen rollen auch die amtierenden Europameister und DM-Champions Markus Venus/ Markus Heiß ans Startband. Der größte Herausforderer dürften die Vizeeuropameister Mitchel Godden/Paul Smith sein.


Flutlichtrennen am 10. September in Vechta

  • Zeitplan am Nachmittag: 13.00 Uhr Training; 15.30 Uhr Rennbeginn mit Junioren A, Junioren B, B-Lizenz und Seitenwagen
  • Zeitplan am Abend: 18.30 Uhr Fahrervorstellung; 19.00 Uhr Rennbeginn mit Langbahn-WM (Vorläufe, 3 Finalläufe), Seitenwagen und B-Lizenz; danach Party im Zelt.
  • Langbahn-WM, Stand nach vier von sechs Rennen: 1. Mathieu Tresarrieu (FRA/78 Punkte), 2. Chris Harris (GBR/57), 3. Romano Hummel (NED/52), 4. Lukas Fienhage (GER/50), 5. Zach Wajtknecht (GBR/46), 6. Theo Pijper (NED/43), 7. Hynek Stichauer (CZE/33), 8. Jacob Bukhave (DEN/33), 9. Kenneth Hansen (DEN/32), 10. Stanislaw Burza (POL/29).

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