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Ludwigsburgs Druck zermürbt Rasta

Vechtas Bundesliga-Basketballer kassieren mit dem 73:85 die siebte Niederlage im siebten Spiel. Rasta leistete sich dabei 23 Ballverluste.

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Kampf um den Ball: Josh Young (rechts) und Dennis Clifford (Mitte) gegen Jonas Wohlfarth-Bottermann. Foto: Britsch / Pressefoto Baumann

Kampf um den Ball: Josh Young (rechts) und Dennis Clifford (Mitte) gegen Jonas Wohlfarth-Bottermann. Foto: Britsch / Pressefoto Baumann

Keine Chance in Ludwigsburg, die Riesen waren eine Nummer zu groß: Die Basketballer von Rasta Vechta haben auch ihr siebtes Saisonspiel in der 1. Bundesliga verloren. Der Tabellenvorletzte zog am Samstagabend beim Vizemeister MHP Riesen Ludwigsburg mit 73:85 (30:52) den Kürzeren und war dabei phasenweise völlig überfordert mit dem Druck des Vorjahresfinalisten, der erst in den letzten drei, vier Minuten den Fuß vom Gas nahm. Rasta, das nun 0:14 Punkte auf dem Konto hat, leistete sich 23 Ballverluste - einige davon waren haarsträubend. Topscorer für Vechta war Philipp Herkenhoff mit 15 Punkten, gefolgt von Josh Young (10). Überragender Ludwigsburger war Elias Harris, der 20 Punkte und neun Rebounds verbuchte. Für die Riesen war es saisonübergreifend der 13. Heimsieg in Folge. Das Spiel und seine Etappen: 

Die Ausgangslage: Rasta, das am Freitagabend durch den Chemnitzer Sieg in Gießen auf den vorletzten Platz zurückgefallen war, reiste mit der Hypothek des schlechtesten Saisonstarts in seiner BBL-Historie nach Baden-Württemberg. 0:12 Punkte aus den ersten sechs Spielen - das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Vizemeister Ludwigsburg hatte derweil 10:2 Punkte auf dem Konto und gehört erneut zu den Topteams der BBL. Beide Mannschaften standen sich zum zehnten Mal in der 1. Liga gegenüber, Ludwigsburg gewann sieben der bisherigen neun Duelle.

Das Personal: Beide Teams waren komplett. Bei Rasta gab's allerdings ein großes Fragezeichen hinter der Einsatzfähigkeit von Jean Salumu, der Probleme an der Patellasehne hat. Die Auflösung: Der Belgier konnte mitmischen.

Freie Bahn zum Korb: Rastas Will Vorhees. Foto: Britsch  Pressefoto Baumann. Freie Bahn zum Korb: Rastas Will Vorhees. Foto: Britsch / Pressefoto Baumann. 

Das 1. Viertel: Bereits nach gut zwei Minuten musste Rastas Coach Thomas Päch die erste Auszeit nehmen. Denn: Der Start war total verkorkst. Rasta leistete sich fünf schnelle Ballverluste, die ersten sieben Angriffe waren erfolglos. Nach einem 0:6 kämpfte sich Vechta  auf 6:8 ran, um dann eine 0:8-Serie zum 6:16 zu kassieren. Die Durststrecke beendete Will Vorhees, der am Freitag 25 Jahre alt geworden war, per Dreier - endlich ein Erfolgserlebnis für den Power Forward nach zwei schwachen Spielen gegen Bayreuth und Bonn. Nach zehn Minuten hieß es 11:19 - und damit verlor Rasta auch im siebten Saisonspiel das erste Viertel.

Das 2. Viertel: Bis zum 19:26 blieb Rasta halbwegs dran, dann nahm das Unheil seinen Lauf. Vechta kassierte eine 0:10-Serie zum 19:36. Und damit setzte sich eine weitere Negativserie fort: In allen BBL-Partien dieser Saison ließ Rasta immer mindestens einen 0:9-Lauf des Gegners zu. In Ludwigsburg hatte Vechta große Probleme mit dem bekannten Defense-Druck der Riesen, die aggressive Gangart der Gastgeber schmeckte Rasta überhaupt nicht. Mit der Folge, dass der Rückstand immer größer wurde (24:42, 26:48, 30:52). Das zweite Viertel, das Rasta zuvor in allen Partien gewonnen hatte, ging diesmal mit 33:19 an Ludwigsburg.

Das 3. Viertel: Déjà-vu-Erlebnis für Rasta: Wie schon im ersten Viertel gab's ein schnelles 0:6 zum 30:58, Päch nahm nach zwei Minuten eine Auszeit. Rasta hatte große Probleme beim Defensiv-Rebound und bekam vor allem Ludwigsburgs Center Elias Harris nicht in den Griff, der kurz nach dem Seitenwechsel schon 17 Punkte hatte. Vechtas Rückstand betrug konstant über 20 Punkte (37:63, 43:69, 45:70). Mit einer Ausnahme: Mit der letzten Aktion des dritten Abschnitts verkürzte Philipp Herkenhoff per Dunking auf 54:73. 

Das 4. Viertel: Spannung kam nicht mehr auf, die Partie war längst entschieden und plätscherte vor sich hin. Ludwigsburg ließ nicht anbrennen, und Rasta war nicht in der Lage, sich irgendwie freizuschwimmen. Kurzum: Es war ein Klassenunterschied. Erst auf den letzten Metern der Partie, als Riesen-Coach John Patrick seine junge Garde aufs Feld schickte, konnte Rasta eine 11:0-Serie zum 67:82 verbuchen. Ergebniskosmetik, mehr nicht. Am Ende hieß es dann 73:85. 

Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Mittwoch (23. Dezember) mit einem Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC weiter. Spielbeginn in der Stadthalle Weißenfels ist um 19.00 Uhr. Bis zum Jahreswechsel folgen dann noch zwei Heimspiele gegen Crailsheim (27.12.) und Oldenburg (30.12.).


Riesen Ludwigsburg - Rasta Vechta  85:73 (52:30)

  • Viertel: 19:11, 33:19, 21:24, 12:19.
  • Punkte Ludwigsburg: Elias Harris (20), Jaleen Smith (13), Barry Brown (12), Desi Rodriguez, Yorman Polas Bartolo (je 9), Jordan Hulls (7), Tremmell Darden (6), Lukas Herzog (3), Jacob Patrick, Jonas Wohlfarth-Bottermann, Andrew Warren (je 2). 
  • Punkte Vechta: Philipp Herkenhoff (15), Josh Young (10), Dennis Clifford (9), Will Vorhees, Robin Christen (je 8), Tim Hasbargen, Jean Salumu (je 7), Jordan Barnett (6), Jannes Hundt (3).
  • Nächstes Spiel: Mittwoch (23. Dezember, 19.00 Uhr) beim Mitteldeutschen BC. 

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