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Lohner zünden Rakete: 31.000 Euro für SgH

Das digitale Weihnachtssingen sorgt für einen Rekorderlös. Etwa 1500 bis 2000 Menschen waren daheim an den Bildschirmen dabei.

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Die Rakete, die die Macher des 32. Lohner Weihnachtssingens pünktlich zum Silvestertag zündeten, war ein guter Ersatz für sämtliche Feuerwerkskörper, die bei diesem Jahreswechsel im Schrank bleiben müssen. Die Strahlkraft überragte Lohne bei weitem – und sie lässt die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ auch im Corona-Winter in hellem Licht erscheinen. Kurzum: Das Lohner Weihnachtssingen, das die Basketballer, die Bläser und ihre Freunde im anderen Gewand präsentierten, brachte einen neuen Rekorderlös: Überwältigende 31.007,55 Euro wandern auf das SgH-Konto.

„Da haben wir überhaupt nicht mit gerechnet“, bekannte Horst „Hottea“ Kamphaus. Er berichtete zugleich, dass die Summe in Nuancen noch korrigiert werden könnte – noch sind nicht alle Kanäle vollständig geschlossen. Aber dieser beeindruckende Erlös steht schon mal für sich.

Am Abend vor Heiligabend hatten sich die Lohner diesmal nicht in der Fußgängerzone versammelt, sondern daheim in ihren Wohnzimmern. Über einen perfekt funktionierenden Stream konnten sie insgesamt fünf Stunden lang das coronakonforme digitale Weihnachtssingen mit vielen schönen Einspielern verfolgen. Der erste „traditionelle“ Part dauerte etwa zwei Stunden, danach führten die Lohner „Stadtstreicher“ mit zwei DJs gekonnt durchs Programm.

Spenden-Drive-in und Biertaxi laufen bestens

Horst „Hottea“ Kamphaus, der gemeinsam mit Jörg Zerhusen den ersten Teil des Weihnachtssingens moderierte, bedankte sich stellvertretend für das Organisations-Team bei allen, die sich für das Gelingen der Veranstaltung eingesetzt haben.

Neben dem Online-Spendenportal „Betterplace“ brachten auch die weiteren Kanäle – insbesondere Posses Spenden-Drive-in und das Biertaxi – große Summen ein.

Für „Hottea“ Kamphaus hatte der 23. Dezember auch ein bisschen was von „Glück im Corona-Unglück“ – aus meteorologischen Gründen. „Bei dem gruseligen Wetter hätten wir nicht mal ein Drittel dessen eingenommen“, meinte er. Das Wetter wirke sich sonst immer immens auf die Spendensumme aus. Dank der Digitalisierung waren nun auch geschätzte 1500 bis 2000 Menschen die ganze Zeit beim Weihnachtssingen dabei. 3500 Endgeräte wählten sich laut Webseiten-Betreiber ein – im Schnitt verfolgten 340 Geräte die kompletten fünf Stunden.

„Hottea“ Kamphaus hob auch ausdrücklich die Spendenbereitschaft der Lohner hervor. Ansonsten hätte die „durchgeknallte Idee“ des Spenden-Drive-in, in dem Christian „Posse“ Zerhusen und sein Sohn Franz reichlich Scheine sammelten, nicht so überragend funktionieren können.

Die Reaktionen der Stream-Zuschauer haben die Organisatoren dann auch noch mal in ihrer Aktion bestätigt. Jörg Zerhusen und „Hottea“ Kamphaus berichteten unisono: „Der Zuspruch in den Tagen danach war durchweg positiv.“

Für die Organisatoren ist der Zweck der Veranstaltung bei allem Lob aber immer noch das Allerwichtigste: die humanitäre Hilfe durch SgH und die Karlheinz-Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“. „Das war immer der Antrieb“, spricht „Hottea“ Kamphaus dem Orga-Team aus der Seele. Der Erlös von 31.007,55 Euro wird enorm zur Hilfe für notleidende Menschen in Afrika beitragen.

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